Der deutsche Biomarkt wuchs im vergangenen Jahr um 6 Prozent. Auch die Zahl der Biobetriebe hat zugelegt. Trotz der positiven Entwick­lung geben jähr­lich aber etwa 600 Ökoland­wirte auf. Das sind fast 5 Prozent der Ökounternehmen. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher des Thünen-Instituts für Ländliche Räume, Wald und Fischerei zusammen mit der Universität Kassel. Betroffen sind häufig kleinflächige Obst- und Gartenbau- sowie Schaf- und Ziegen­betriebe. Zwischen 2003 und 2010 schlossen jähr­lich im Schnitt 190 Ökobauern ihren Betrieb voll­ständig, meist weil er sich nicht rentierte und für eine Weiterführung als konventionelle Land­wirt­schaft zu klein war. Weitere 410 Betriebe kehrten jähr­lich zur konventionellen Wirt­schafts­weise zurück. Die Gründe sind zu geringe Preis­aufschläge für Ökoprodukte, ein hoher Zeit­aufwand für Nach­weise und Kontrollen, strenge Richt­linien, wie zum Beispiel 100 Prozent Bio füttern zu müssen.

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