Läusemittel mit Silikonen Meldung

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt Anwender von Läusemitteln mit Silikonölen vor der leichten Entflammbarkeit dieser Präparate. Das BfArM wurde von der niederländischen Arzneimittelbehörde informiert, dass sich einige Patienten bei der Anwendung schwere Verbrennungen zuzogen. Aus Deutschland sind noch keine derartigen Fälle bekannt.

Dimethicon und Cyclomethicon

Bei den betroffenen Läusemitteln handelt es sich um Produkte mit 4 Prozent Dimethicon und 96 Prozent Cyclomethicon, zwei Silikonölen. Patienten in den Niederlanden haben bei der Anwendung schwere Verbrennungen erlitten, da die Mittel leicht entflammbar sind. Auch das österreichische Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen berichtete von Tests, bei denen Haare zusammen mit dieser Substanzkombination heftigst brennen können und einmal in Brand geraten schwer beziehungsweise kaum noch zu löschen seien. Dies treffe aber nur für die Kombination, nicht aber für die Mittel oder Haare allein zu.

Warnhinweis auf Verpackung

Unter den in Deutschland erhältlichen Läusemitteln enthält das Produkt Etopril die beiden Silikonöle. Allerdings ist in der Gebrauchsanweisung bereits seit 2007 der Hinweis enthalten, sich während der Anwendung von Zündquellen wie offenen Flammen, Zigaretten oder Fönen fernzuhalten. Das Haar sei brennbar, bis es wieder trocken aussehe. Wie das arznei-telegramm berichtet, trage auch das Päparat Ducray Itax (enthält ebenfalls die beiden Silikonöle) seit kurzem einen entsprechenden Warnhinweis; das silikonölhaltige Läusespray NYDA L bereits seit der Markteinführung im Februar 2006.

Tipp: Geeignete Produkte ohne Silikonöle finden Sie im Test Läusemittel aus test 09/2008.

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