Läuse­mittel im Test Test

Unver­zicht­bar bei jeder Behand­lung: ein Läusekamm.

Wenn es auf Kinder­köpfen krabbelt, ist der Schreck oft groß. Läuse­mittel versprechen Abhilfe. Die Stiftung Warentest hat zwölf viel­verkaufte Präparate gegen Läuse – Lösungen, Sprays und Shampoos – bewertet (Preise: 7,99 bis 25,45 Euro pro 100 Milliliter). Drei davon können unsere Arznei­mittel­experten uneinge­schränkt empfehlen, drei weitere sind auch geeignet. Für Läusekiller gilt: Damit sie sicher wirken, müssen Nutzer sie korrekt anwenden. Wir sagen, was dabei zu beachten ist.

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TestLäuse­mittel im Test28.08.2018
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Läuse wandern von Kopf zu Kopf

Läuse nisten sich liebend gerne auf Menschen­köpfen ein. Die Mini­parasiten finden dort alles, was sie brauchen: Nahrung, indem sie winzige Mengen Blut abzapfen, außerdem lauschige Plätz­chen für ihre Eier, die sie dicht an Haarwurzeln fest­kleben. Kopf­läuse wandern viel herum, daher werden sie leicht über­tragen. Es reicht, wenn die Haare zweier Menschen sich berühren. Besonders leichtes Spiel haben Läuse bei Kindern. Sie stecken weit­aus häufiger die Köpfe zusammen als Erwachsene, etwa beim Spielen, Kuscheln, Toben.

Das bietet der Läuse­mittel-Test der Stiftung Warentest

Test­tabelle. Sie zeigt Bewertungen unserer Arznei­mittel­experten für 12 viel­verkaufte Läuse­mittel. Drei Mittel sind geeignet, drei auch geeignet, vier mit Einschränkung geeignet und zwei wenig geeignet (eine Definition unserer Bewertungs­stufen finden Sie in unserer Daten­bank Medikamente im Test).

Hintergrund und Tipps. Wir erklären, woran Sie Kopf­läuse erkennen und wie Sie sie bekämpfen.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf den Testbe­richt aus test 9/2018.

Gut kontrollieren und zügig behandeln

Kopf­läuse über­tragen hier­zulande keine Krankheiten. Aber sie verschwinden nicht von allein und können ruck­zuck ganze Kinder­garten­gruppen oder Schulklassen befallen. Um all diesen Problemen vorzubeugen, zählen bei Läuse­verdacht gründliche Kontrollen der Köpfe und wenn nötig eine zügige Behand­lung.

Sechs Läusekiller positiv bewertet

Die Stiftung Warentest hat 12 viel­verkaufte Läuse­mittel bewertet. Experten sichteten Studien zur Wirk­samkeit sowie Daten zu den Risiken. Aufgrund neuerer, aussagekräftiger Forschungs­ergeb­nisse haben sich in unserer Arznei­mittel­daten­bank Medikamente im Test mehrere Bewertungen gegen­über früheren geändert. Als Mittel der Wahl gelten nun einige, aber nicht alle bewerteten Präparate mit dem Wirk­stoff Dimeticon – einem Öl, das Läuse erstickt, indem es ihre Atemwege verklebt. Fast genauso gut eignen sich zwei Mittel mit altbekannten Insektengiften, die die Nerven von Läusen lähmen, sowie eines mit Mineralöl. Manche Präparate können Ärzte Kindern verordnen. Dann zahlt sie die Krankenkasse.

Mittel korrekt anwenden

Für alle Läusekiller gilt: Damit sie sicher wirken, müssen Nutzer sie groß­zügig auftragen und Anwendungs­fehler vermeiden – also die jeweilige Gebrauchs­anleitung genau beachten. In aller Regel sind zwei Behand­lungen im Abstand von ungefähr einer Woche notwendig. Unver­zicht­bar ist bei jeder Behand­lung zusätzlich ein Läusekamm, um tote wie über­lebende Plage­geister „auszukehren“.

Tipp: Läusekämme verschiedener Zinkenlängen haben wir letzt­mals 2008 getestet (Läusekämme). Ob die Kämme noch unver­ändert angeboten werden, haben wir nicht über­prüft.

An andere denken

Bis Läuse auffallen, haben sie meist schon andere Köpfe besiedelt. Daher ist es wichtig, bei einem Läusefund alle anderen Personen im Haushalt gründlich zu checken. Zudem sind Eltern betroffener Kinder verpflichtet, Einrichtungen wie die Schule oder den Kinder­garten zu informieren – damit deren Leitung (ohne Nennung des Namens) andere Eltern bitten kann, ihr Kind ebenfalls auf Läuse zu unter­suchen. Schämen braucht sich niemand. Mit mangelnder Hygiene haben Kopf­läuse nach heutigem Wissens­stand nämlich rein gar nichts zu tun.

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