Lärmschutz Meldung

Auch kleine Lärmschutzmaßnahmen können große Wirkung haben. Das stellten Experten des Umweltbundesamtes fest, die Modellversuche auswerteten. In Berlin etwa, in der Silberstein- und Scharnweberstraße, führte ein Nachtfahrverbot für Lkws dazu, dass der Anteil stark belästigter Anwohner um 44 Prozentpunkte sank. In Rostock fühlten sich bei einem Tempo-30-Versuch nicht mehr über 50 Prozent durch Lärm stark belästigt, sondern nur noch knapp 40 Prozent. Messtechnisch war nicht viel passiert: weniger als 3 Dezibel Minderung in Rostock, in Berlin nur 1 Dezibel. Dr. Jens Ortscheid, einer der UBA-Experten: „Der Pegel ist nur die halbe Wahrheit. Beim Lärmschutz ist das subjektive Empfinden ausschlaggebend.“ Aktiv werden lohnt sich also. Das sagen auch die Initiatoren des Tages gegen Lärm am 28. April, die um 14.15 Uhr zu 15 Sekunden Ruhe aufrufen (www.tag-gegen-laerm.de). Und wer den Amtsschimmel auf Trab bringen will, hat mit dem Gutachten der Stiftung Warentest einen Trumpf in der Hand: Bei der „Leseraktion Straßenlärm“ haben wir schon über 1 100 Gutachten angefertigt.

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