Zweirad-Motoren machen Geräusche, die viele Menschen als unangenehm und stressend empfinden. Das lässt sich oft auch schon an den Frequenz­bildern erkennen.

Lärm von Autos und Motorrädern kann auf Dauer krank machen. Zwar gelten Zulassungs­vorschriften mit Grenz­werten für die Laut­stärke – doch die werden nur unter genau fest­gelegten Fahr­bedingungen gemessen. Wie laut kann so eine Maschine aber wirk­lich fahren? Das Umwelt­bundes­amt hat jetzt drei Motorräder und drei Pkw mit einem „sport­lichen“ Motoren­geräusch untersucht.

Mehr Dezibel als erlaubt

Es ließ die Maschinen einmal unter Prüfbedingungen fahren, danach durften die Fahrer richtig Gas geben. Ergebnis: Je nach Fahr­stil kann man den Grenz­wert einhalten oder den Auspuff ordentlich dröhnen lassen – eine Grenze von 72 Dezibel lässt sich so leicht um 20 Dezibel über­schreiten.

„Geräusch­deckel“ soll Abhilfe schaffen

Als Lösung schlägt das Umwelt­bundes­amt einen „Geräusch­deckel“ vor: eine maximale Laut­stärke pro Fahr­zeugklasse, die sich durch keine Fahr­weise über­schreiten lässt. Dann könnte man die Laut­stärke im Alltag möglicher­weise wie beim „Blitzen“ messen und Hersteller stärker in die Verantwortung nehmen.

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