Lärm Meldung

Lautes und ausdauerndes Hundegebell müssen Nach­barn nicht hinnehmen.

Lang anhaltendes und häufiges Bellen mehrerer Hunde in einem Zwinger stellt tags­über und nachts eine erhebliche Lärmbelästigung dar, die Nach­barn nicht hinnehmen müssen. Dies entschied das Ober­verwaltungs­gericht Sachsen (Az. 3 B 87/17).

Häufiges Bellen kann Lärmbelästigung sein

In dem Fall hatten sich Dorf­bewohner über häufiges und langes Hundegebell beschwert. Das Grund­stück, auf dem der Zwinger steht, befindet sich in einem Tal. Dadurch wurde das Gebell noch verstärkt. Die zuständige Behörde ordnete an, dass die Vier­beiner während der Nacht­ruhe zwischen 22 und 6 Uhr über­haupt nicht bellen dürfen und tags­über höchs­tens 60 Minuten. Der Halter zog vor Gericht, weil er der Meinung war, dieses Verbot sei unzu­lässig.

Kurz­zeitiges Bellen müssen Nach­barn hinnehmen

Das Ober­verwaltungs­gericht befand jedoch, die Anordnung der Behörde sei recht­mäßig. Denn sie habe nicht jegliches Hundegebell untersagt, sondern nur das belästigende, ausdauernde und häufige Bellen. Kurz­zeitiges, gelegentliches Gebell sei dagegen keine Belästigung, sondern eine sozial adäquate Geräusch­kulisse, die Nach­barn hinnehmen müssten.

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