Lade­station für das Handy Induktive Ladegeräte im Test

Lade­station für das Handy - Induktive Ladegeräte im Test
Universell. Kabellose Ladegeräte tanken sowohl Android- als auch iOS-Handys auf. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Induktive Ladegeräte sind eine Alternative zum herkömm­lichen Steckernetz­teil. Meist sind es die hoch­preisigen Handys, die ihren Akku betanken können, indem man sie auf eine Lade­station legt oder stellt. Die Energie über­tragen verborgene Spulen kabellos. Die Stiftung Warentest hat 20 kabellose Handy-Lade­stationen getestet. Der Test zeigt Stärken und Schwächen der Ladegeräte.

Lade­station für das Handy Testergebnisse für 20 Induktive Ladegeräte 07/2019

Für 0,50 € freischalten
Inhalt
Liste der 20 getesteten Produkte
Induktive Ladegeräte 07/2019 - Flach
  • Anker PowerPort Qi 10 Hauptbild
    Anker PowerPort Qi 10
  • Belkin Boost Up Bold Hauptbild
    Belkin Boost Up Bold
  • Cellularline Wireless Cradle Hauptbild
    Cellularline Wireless Cradle
  • Hama FC-10 Fabric Hauptbild
    Hama FC-10 Fabric
  • Hama TFC 15 Hauptbild
    Hama TFC 15
  • Iconbit W-Station 91 W Hauptbild
    Iconbit W-Station 91 W
  • Ikea Nordmärke Ladepad Hauptbild
    Ikea Nordmärke Ladepad
  • Intenso BA1 Hauptbild
    Intenso BA1
  • RealPower FreeCharge-10 Hauptbild
    RealPower FreeCharge-10
  • Xlayer Charging Pad Single Hauptbild
    Xlayer Charging Pad Single
  • Xtorm Balance Hauptbild
    Xtorm Balance
Induktive Ladegeräte 07/2019 - Geneigt
  • 4smarts VoltBeam Evo Hauptbild
    4smarts VoltBeam Evo
  • Anker PowerWave 7.5 Hauptbild
    Anker PowerWave 7.5
  • Belkin Boost Up Stand Hauptbild
    Belkin Boost Up Stand
  • Cellularline Wireless Stand Hauptbild
    Cellularline Wireless Stand
  • Peter Jäckel Qi Design Hauptbild
    Peter Jäckel Qi Design
  • Samsung Convertible (EP-PG950) Hauptbild
    Samsung Convertible (EP-PG950)
  • Samsung Stand (EP-N5100) Hauptbild
    Samsung Stand (EP-N5100)
  • Trust Expo10 Hauptbild
    Trust Expo10
  • Xlayer Desktop Charger Hauptbild
    Xlayer Desktop Charger

Induktiv laden – komfortabel, sicher, aber ineffizient

Ob Android oder Apple, induktive Ladegeräte speisen jedes dazu geeignete Smartphone – das eigene wie das von Freunden (zum Handy-Test). Einfaches Auflegen startet den Lade­vorgang. Das ist bequem und vermeidet abge­knickte Lade­stecker. Allerdings kostet induktives Laden mehr Strom als das Laden mit Steckernetz­teil. Die ineffizientesten Lade­stationen im Test kamen auf einen Mehr­verbrauch von rund 80 Prozent. Das kostet übers Jahr mehr als drei Euro zusätzlich. Das ist für den Einzelnen sicherlich verkraft­bar. Generell betrachtet ist diese Lade­technik aber nicht umwelt­freundlich.

Das bietet der Test Ladegeräte der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse.
Die Tabelle zeigt Bewertungen für 20 induktive Ladegeräte. Davon sind 9 flache Pads und 11 geneigte oder neig­bare Stands. Knapp die Hälfte schneidet insgesamt gut ab, doch nur zwei sind auch beim Strom­verbrauch gut.
Tipps und Hintergrund.
Wie unterscheiden sich die Bautypen? Und laden Smartphones auch im Hoch­sommer? Das prüften wir in einer Klimakammer mit konstant 35 Grad Umge­bungs­temperatur. Und ja – Hitze verlängert den Lade­prozess. Wir haben auch geprüft, ob Schutz­hüllen die Induktions­ladung behindern und ob sich der Strom­verbrauch bei nicht korrekt aufgelegtem Smartphone erhöht.
Heft­artikel.
Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 7/2019.

Kompletten Artikel freischalten

Test Lade­station für das Handy

test 07/2019

Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle (inkl. PDF, 5 Seiten).

0,50 €
Ergebnisse freischalten

Induktives Laden ist noch die Ausnahme

Hand­yladen 2.0 heißt: Auflegen statt Kabel einstöpseln. Kabellose Energie­über­tragung kennen wir bereits von elektrischen Zahnbürsten. Smartphones mit dieser Möglich­keit sind dagegen noch rar. Der große Handy-Test der Stiftung Warentest enthält 164 liefer­bare Handys – davon sind etwa 30 auch für induktives Laden geeignet. Meist sind es hoch­preisige Modelle wie Samsung Galaxy S10 und Apple iPhone XR. Sie betanken ihren Akku, indem der Nutzer sie auf eine entsprechende Lade­station legt oder stellt. Die elektrische Energie über­tragen verborgene Spulen kabellos.

Induktions­lader oder klassisches Laden – Pro und Contra

Induktive Ladegeräte polarisieren. Argumente gibt es für und gegen diese Lade­technik.

Vorteil Komfort.
Kein Lade­kabel mehr anste­cken – das ist bequem und vermeidet Schäden an der Lade­buchse durch abge­knickte oder falsch gesteckte Lade­kabel.
Vorteil Sicherheit.
Geliehene Lade­kabel, etwa in Internetcafés, können manipuliert sein und Schadcode aufs Handy aufspielen. Induktives Laden dagegen ist sicherer. Es über­trägt Energie, keine Programme.
Vorteil Vielseitig­keit.
Freunde zu Besuch können ihr Ladegerät getrost zu Hause lassen. Jedes für induktives Laden geeignete Smartphone – egal ob es mit Android oder iOS läuft – lädt auf den geprüften Lade­stationen. Alle Geräte funk­tionieren nach dem gleichen Stan­dard: Qi.
Nachteil Stromhunger.
Einmal Smartphone voll kostet rund 50 Prozent mehr Energie als mit Lade­kabel. Bleibt das Handy voll geladen weiter aufgelegt, brauchen die meisten Lade­stationen unnötig Strom – teil­weise mehr als 2 Watt statt der 0,05 Watt eines Steckernetz­teils.
Nachteil Lade­geschwindig­keit.
Induktives Laden dauert länger als via Kabel, teils doppelt so lang.
Nachteil Ressourcen.
Oft speist ein nur schwaches Hand­ynetz­teil den Induktions­lader. Nutzer kaufen daher gern ein kräftigeres. Das verbraucht zusätzlich zur Produktion der Ladegeräte selbst weitere Ressourcen. Zumindest Handys könnten ohne Netz­teil verkauft werden.

Die Spule machts

Zu Spulen aufgewickelte Drähte im Innern des induktiven Ladegeräts über­tragen die Energie in ebensolche Spulen des Smartphones. Mikrochips regeln die Stärke der Ladung.

Lade­station für das Handy - Induktive Ladegeräte im Test
© Stiftung Warentest

Dauer­laden ist besonders ineffizient

Laden per Induktion verbraucht durch­schnitt­lich 50 Prozent mehr Energie als via Kabel. Wer sein Handy täglich lädt, zahlt in unserem Test­szenario pro Jahr zwischen rund einem Euro und maximal 3,10 Euro mehr. Kritisch sehen wir insbesondere die Zeit nach dem Laden, wenn das Smartphone mit vollem Akku – etwa über Nacht – weiter auf der Ladeschale liegt. Der permanente Lade­zustand „voll“ verkürzt nicht nur das Akkuleben, er verschwendet auch Energie (Tipps für den richtigen Umgang mit dem Akku). Ein direkt per Kabel an das Handy ange­schlossenes Steckernetz­teil begnügt sich in diesem Betriebs­zustand mit etwa 0,05 Watt. Selbst die spar­samsten Induktions­lader brauchen mindestens viermal so viel: 0,2 Watt, die verschwenderischsten sogar 2,2 Watt.

Induktives Laden kostet Zeit

Der zweite Nachteil induktiver Ladegeräte gegen­über Steckernetz­teilen ist der erhöhte Zeitbedarf beim indirekten Laden. Mit Lade­kabel war im Test ein Samsung S9 nach knapp zwei Stunden voll geladen. Induktiv dauerte es zwischen zwei­einhalb Stunden und rund vier Stunden. Die konkreten Lade­zeiten hängen vom Smartphone und von der Power des Netz­teils ab. Viele Nutzer verwenden die mit dem Smartphone verkauften Netz­teile, deren Leistung variiert. Zum Beispiel liefert Apple ein recht schwaches Ladegerät mit. Das brauchte im Test fast drei Stunden für einmal Voll­tanken.

Jetzt freischalten

Test Lade­station für das Handy

test 07/2019

Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle (inkl. PDF, 5 Seiten).

0,50 €

Wie wollen Sie bezahlen?

  • test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7,90 € pro Monat oder 54,90 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben
  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen.
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen.
  • Diesen Artikel per Handy kaufen.
  • Gutschein einlösen

Preise inkl. MwSt.

Fragen zum Kauf beantworten wir in unserem Hilfe-Bereich.

Warum ist dieser Artikel kostenpflichtig?

Die Stiftung Warentest

  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 3 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Mehr zum Thema

  • Akkus So können Sie Akkus sicher und lange nutzen

    - Egal ob Staubsauger, Rasenmäher oder Heckenschere, E-Bike, Bohr­maschine oder Bluetooth-Box – akku­betriebene Geräte und Produkte sind auf dem Vormarsch. Doch was müssen...

  • Ergeb­nisse Reparatur-Umfrage Erfahrungen von 10 000 Teilnehmern ausgewertet

    - Was einmal kaputt ist, bleibt meist auch kaputt – das zeigt eine nicht-repräsentative Umfrage der Stiftung Warentest mit mehr als 10 000 Teilnehmern. Abge­fragt hatten...

  • Handy-Schnell­ladegeräte Darauf müssen Sie achten

    - Schnell­ladegeräte beschleunigen das Laden von Smartphones. Prima Sache. Doch die Technik funk­tioniert nur, wenn Handy und Ladegerät die gleiche Sprache sprechen.