LCD-Fernseher von Plus Schnelltest

Wers beim Fernsehen gern flach mag, gehört in dieser Woche zur Zielgruppe von Plus. Der Discounter hat einen LCD-Fernseher mit 51 Zentimetern Bildschirmdiagonale für 699 Euro im Angebot. Andere Flach-Fernseher mit Flüssigkristallanzeige statt der herkömmlichen Bildröhre kosten deutlich mehr. Der Schnelltest klärt, ob das Plus-Angebot mehr als nur flach und billig ist.

Fernsehen mit Spiegelung

Das ist schick: Flach und elegant kommt der Flüssigkristall-Bildschirm daher und nimmt viel weniger Platz weg als herkömmliche Fernseher. Eins allerdings hat er mit ihnen Gemeinsam: Der Bildschirm spiegelt ziemlich stark. Andere LCD-Fernseher und Computer-Monitore mit der gleichen Technologie sind da deutlich besser. Wenns im Fernsehzimmer hell ist, stören die Spiegelungen beträchtlich - vor allem bei dunklen Fernsehbildern.

Bildqualität mit Mängeln

Die Bildqualität ist im Vergleich zu Röhren-Fernsehern ganz ordentlich. Aber nur, so lange sich nichts bewegt. Typische Schwäche von LCD-Bildschirmen: Vor allem in bewegten Bildpartien geht die Schärfe verloren. Diagonale Kanten bekommen, sobald sie sich in Bewegung setzen, deutlich sichtbare Ecken und Kanten. Schräge Linien mutierten vorübergehend zu einer Treppe. Bei sehr hohem Tempo ziehen bewegte Gegenstände eine Art Schweif hinter sich her.

Abweichung mit Folgen

Weitere Schwäche: Farbdarstellung und Kontrast lassen deutlich nach, wenn der Fernsehzuschauer sich seitlich oder vertikal aus der Bildachse bewegt und schräg auf den Bildschirm schaut. Das ist ebenfalls ein prinzipbedingter Nachteil der Flüssigkristallanzeige. Im Vergleich zu anderen LCD-Geräten gerät das Angebot aus dem Plus-Regal ins Hintertreffen. Vor allem mit bewegten Szenen mit intensiven Farben tut sich der Discount-Flachmann noch schwerer als andere LCD-Fernseher. Auch das Standbild ist im Vergleich zu anderen Flach-Fernsehern sichtbar schlechter.

Bedienung mit Tücken

Auch bei der Bedienung bleiben einige Wünschen offen. Beim Programmwechsel bleibt der Bildschirm rund zwei Sekunden dunkel. Das Bedienungskonzept im Ganzen ist gelungen: Die Tasten der Fernbedienung sind klar gekennzeichnet und sinnvoll angeordnet. Etwas gewöhnungsbedürftig: Bei Benutzung der Menüs gehts immer nur mit der „Menü“-Taste zurück und dann immer gleich ins Hauptmenü. Auch die automatische Einstellung bei der ersten Inbetriebnahme hat Eigenheiten: Einige Programme bei den Testgeräten waren bereits belegt. Die neu gefunden Programme landeten daher auf höheren Programmplätzen und mussten einzeln auf den passenden Platz verschoben werden.

Monitor mit Einschränkungen

Auch als Computermonitor lässt sich der Flachfernseher von Plus einsetzen. Ein VGA-Kabel zum Anschluss an PC oder Notebook liegt bei. Die einzig ansehnliche Bildschirmauflösung liegt allerdings bei nur 800 mal 600 Punkten. Das ist so wenig, wie einst bei 15-Zoll-Röhrenmonitoren sinnvoll war. Vergleichbar große 20 Zoll große Computerbildschirme zeigen meist 1 280 mal 1 024 Punkte oder sogar 1 600 mal 1 200 Punkte an. Zumindest als einziger Computermonitor ist der Flachmann von Plus damit allenfalls dann geeignet, wenn der Rechner nur sporadisch genutzt wird.

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