LCD-Fernseher von Plus Schnelltest

Strato LCD 3207 von Plus

Strato LCD 3207 von Plus

Bei Flachbild-Fernsehern geht die Preisspanne extrem auseinander. Im heute erschienenen Fernsehertest war der Loewe Xelos A32 mit 2 280 Euro das teuerste Gerät in der Gruppe mit 80 Zentimetern Bildschirmdiagonale. Für nicht einmal ein Viertel dieses Preises verkauft Plus ebenfalls heute einen genauso großen LCD-Fernseher von Strato. Zum Preis von läppischen 499 Euro soll es hochauflösendes Fernsehen geben. Der Schnelltest zeigt, ob Billigmodell und Markengerät vergleichbar sind.

Leichtes Gerät

Am schwierigsten war der Einkauf: Bei zwei Geräten pro Plus-Filiale waren die Billig-Fernseher vielerorts innerhalb kurzer Zeit verkauft. Leicht ist dagegen Installation und Inbetriebnahme. Mit seinen 15 Kilogramm ist der Strato-LCD geradezu ein Fliegengewicht im Vergleich zu anderen Fernsehern gleicher Größe. Doppelt so schwere Geräte sind keine Ausnahme. Allerdings liefern viele Markenhersteller einiges Zubehör wie zusätzliche Kabel mit. Das ist beim Strato nicht der Fall.

Schneller Start

Sobald Netzstecker und Antenne angeschlossen sind, kanns losgehen. Die Einstellungen gehen per Bildschirmmenü und Fernbedienung flott von der Hand. Der automatische Sendersuchlauf ist langsam aber gründlich. Er findet alle Sender zuverlässig und sortiert sie einigermaßen sinnvoll. Lediglich die Namen der Sender fehlen zum Teil in der Liste. Hier ist etwas Handarbeit gefordert. Wer will, kann die Sender auch löschen, tauschen, verschieben oder eine persönliche Liste mit Lieblingssendern erstellen.

Langsame Fernbedienung

Ärgerlich ist die Fernbedienung: Sie reagiert nur sehr langsam auf Tastendruck. Wer schnell Programme durchzappen will, verliert hier bald die Geduld. Hinzu kommt, dass die Fernbedienung übersät ist mit schwer lesbaren weiß auf grauen Tasten, die auch noch unübersichtlich angeordnet sind. Wichtige Tasten wie Lautstärke und Programme sind zu klein, um sie intuitiv zu finden. Andere Tasten haben dagegen Funktionen, die der Fernseher nicht unterstützt, zum Beispiel Bild im Bild. Es scheint, als sei die Fernbedienung für einen anderen Fernseher gebaut worden.

Durchschnittliche Bilder

Das Bild wirkt in der Grundeinstellung etwas matt und leblos. Je nach Geschmack kann aber jeder seinen eigenen Bild-Modus einstellen. Insgesamt zeigt der Strato-LCD farblich ausgewogene Bilder. Mancher Marken-Fernseher ist in dieser Hinsicht nicht viel besser. Gute Nachricht für Spielefreaks, die einen großen Bildschirm an ihren PC anschließen wollen: Die Bilder sind vergleichsweise scharf, wenn die Signale über den VGA-Anschluss vom Computer kommen.

Flacher Sound

Freunde des kinoähnlichen Rundum-Sounds werden von dem Plus-Fernseher enttäuscht sein: Bei eingeschalteter Surround-Funktion klingen Töne flach und verfremdet. Etwas besser erschallt der normale Stereo-Ton. Doch auch hier fehlen die Bässe.

Gut für die Umwelt

Erfreulich ist dagegen der Stromverbrauch. 128 Watt im Betrieb sind für ein LCD-Gerät dieser Größe ein guter Durchschnitt. Im Standby-Modus zieht der Fernseher nur 0,6 Watt. In zehn Jahren verursacht das bei normalem Gebrauch rund 8 Euro Stromkosten. Doch auch diese 8 Euro lassen sich mit Hilfe des Hauptschalters an der Rückseite noch auf 0 Euro reduzieren.

Test-Kommentar: Durchschnittsfernseher ohne Stärken
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick
Komplett + interaktiv: Test Flachbildfernseher aus der Zeitschrift test

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