LCD-Fernseher von Penny Schnelltest

Ein Angebot zum Hingucken? Penny verkauft diese Woche Flach­bild­fernseher mit 94 Zentimetern Bild­diagonale für schlappe 579 Euro. Marken­geräte dieser Größe kosten im Schnitt doppelt so viel. test.de hat den Billig-Fernseher ausprobiert.

Installation

Vor dem Fernsehvergnügen kommt die Arbeit: Käufer müssen den gut 25 Kilogramm schweren und mehr als einen Meter breiten Karton nach Hause transportieren und auspacken. Dafür braucht es mindestens zwei helfende Hände. Die Anschlüsse an der unteren Rückseite sind etwas schwer erreichbar. Steht der SEG Nevada aber erst einmal im Wohnzimmer, geht alles recht flott. Beim ersten Einschalten sucht der Fernseher automatisch nach analogen Sendern. Das Menü ist einfach aufgebaut und reagiert schnell. Die Lesbarkeit ist gut.

Bedienung

Die Fernbedienung scheint sinnvoll - aber nicht für dieses Gerät gestaltet. Direkttasten schalten mit einem Knopfdruck zum Beispiel in verschiedene Bildformate um. Doch sind andere Knöpfe überhaupt nicht belegt. Funktionen wie Laut­stärke­regelung und Zappen tauchen dafür gleich zweimal auf. Weiterer Kritik­punkt: Manche grauen Tasten tragen schwarze Schrift. Bei Dämmer­licht sind sie nur schwer zu erkennen. Fällt die Fern­bedienung einmal aus, bleibt für Grund­funktionen die Bedienung am Gerät. Die Tasten dort sind jedoch sehr klein und ebenfalls schwer lesbar.

Unscharfe Bilder

Der SEG Nevada besitzt eine Auflösung von 1 366 x 768 Bildpunkten. Herkömmliche Fernsehsender strahlen ihre analogen Sendungen aber mit wesentlich weniger Zeilen aus. Die Differenz muss der Fernseher selbst hochrechnen. Manche können das gut, andere nicht. Der SEG Nevada kann es nicht gut. Die Folge sind reichlich unscharfe Bilder. Außerdem stört ein Rotstich. Bei Wiedergabe schneller Szenen - etwa beim Fußball oder bei Actionfilmen - ruckeln die Bilder oft. Dann kommt der Fernseher nicht mehr mit dem „Aufblasen“ der Signale hinterher.

Nicht für HDMI

Für Videofans bietet der Penny-Fernseher leider nur einen HDMI-Eingang. Hier können digitale Audio- und Videosignale mit bis zu 1 920 x 1 080 Pixeln übertragen werden - etwa von einem modernen DVD- oder Bluray-Spieler. Der SEG Nevada zeigt dann zwar etwas bessere Bilder als beim analogen Fernsehen. Viele Fernseher dieser Größe geben aber noch schärfere Bilder wieder. Außerdem unterscheidet sich die Helligkeit zwischen analogem Fernsehen und HDMI-Videos. So muss bei jedem Umschalten die Helligkeit angepasst werden.

Flacher Ton

Der Ton ist in Ordnung. Hohe Töne kommen aber nur schwach rüber. Mit dem Equalizer lassen sich die Einstellungen etwas anpassen. Im Raumklang-Modus sind die Töne aber trotzdem sehr flach und verfremdet.

Produktfinder: Flachbildfernseher

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