LCD-Fernseher mit DVD-Spieler von Aldi Schnelltest

Beim Fernseherkauf lautet das Motto oft: Je größer desto besser. Trotzdem verkauft Aldi Nord diese Woche kleine Fernseher mit gerade mal 40 Zenti­metern Bild­diagonale. test.de stellt den Kleinen auf die Probe.

Einfacher Start

Zu Beginn macht der kleine Fernseher eine gute Figur: Das Gerät ist leicht (Gewicht: 2,6 Kilogramm) und unkompliziert. Einfach die Stecker rein, einschalten, fertig. Der automatische Suchlauf findet schnell die Sender, speichert sie im analogen Modus allerdings nicht fortlaufend. Nicht erkannte Plätze überspringt der Medion einfach. Hier heißt es: per Hand nachsortieren. Nicht mehr auf dem Stand der Zeit: Für Kabel und Antenne gibt es unterschiedliche Menüs.

Blasse Bilder

Der Medion-Fernseher zeigt sowohl analoge Kabelsignale als auch digitales Antennenfernsehen über den eingebauten DVB-T-Empfänger. Das Bild wirkt jedoch blass. Bei DVB-T leuchten Gesichter deutlich gelb. Bessere Bilder gibt es nur über den HDMI-Anschluss oder den DVD-Spieler. Aber auch dann gibt der kleine Bildschirm nur wenig Kontraste wieder. Bei seitlicher Betrachtung noch weniger. Außerdem spiegelt das Display stark. Wer tagsüber fernsieht, sollte den Raum abdunkeln.

Schwacher Ton

Auch der Ton ist schlecht. Mit seinen nach hinten gerichteten Lautsprechern ist das aber auch nicht anders zu erwarten. Das Aldi-Gerät klingt dumpf und blechern. Es fehlen die Höhen und Tiefen. Für die Tagesschau reicht das noch. Wer aber ein Konzert nicht nur sehen sondern auch genießen will, sollte den Fernseher vorher an eine Stereo-Anlage anschließen.

Brauchbarer DVD-Spieler

Wenn im Fernsehen nichts läuft, springt der eingebaute DVD-Spieler ein. An der rechten Gehäuseseite befindet sich ein Schlitz für CDs und DVDs. Offensichtlich sind Fernseher und DVD-Spieler aber nicht optimal aufeinander abgestimmt. So unterscheiden sich die Menüs des Fernsehers und des DVD-Spielers komplett.

Keine Freude an Diashows

Neben Fernsehsendungen und Filmen zeigt der Aldi-TV auch Fotos. Direkt von der Speicherkarte oder einem USB-Stick. Die Bilder wirken jedoch unscharf. An den Kanten treten Farbfehler auf. Außerdem laden sich die einzelnen Fotos nur langsam.

Ungeschickte Fernbedienung

Die Fernbedienung ist überladen. Die Tasten sind recht klein und unübersichtlich angeordnet. Je nach Signalquelle haben sie auch noch unterschiedliche Funktionen: So dient die Videotext-Taste im DVD-Betrieb als Rückspul-Taste. Und die Exit-Taste ruft das Setup-Menü auf. Die Folge: Häufiges Fehlbedienen und Suchen nach der richtigen Taste.

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