Für Wohnungsbau-Grundstücke in Deutschland ist bis zum Jahresende mit einer Preissteigerung von 1 bis 3 Prozent zu rechnen. Einzige Ausnahme ist Ostdeutschland. Das hat eine Umfrage von LBS Research ergeben.

Zwar schwächelt die Konjunktur am Bau erheblich und der private Wohnungsbau geht weiter zurück, doch auf die Preise bei Bauland hat dies keine Auswirkungen. Die Umfrage macht auch deutlich, wie extrem die Preisunterschiede für Grundstücke geworden sind. Während Bauherren in den großen süddeutschen Ballungsräumen 1.000 Mark und mehr für den Quadratmeter zahlen müssen, liegt der Preis in den Städten der strukturschwachen Regionen Ostdeutschlands teilweise unter 200 Mark.

Spitzenreiter in der Bundesrepublik sind die westdeutschen Metropolen Frankfurt (1.200 Mark), Stuttgart (1.050 Mark) und München (950 Mark). Schon deutlich darunter liegen Städte wie Düsseldorf (650 Mark) oder Hamburg (525 Mark). Unter der 500-Mark-Grenze rangieren Orte wie Duisburg (450 Mark) oder Kiel (400 Mark). Die ostdeutschen Städte Gera, Rostock oder Zwickau bleiben sogar unter der Marke von 200 Mark.

Zumindest in Sachen Wohnbauland, so LBS Research, verfestigt sich in Deutschland eine "Vier-Klassen-Gesellschaft". Am teuersten ist Bauland im Süden, gefolgt von der Mitte (mit Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland), dem Norden und dem Osten.

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