LBB-Fonds Meldung

Der Berliner Senat will die Anleger der Bankgesellschaft Berlin loswerden.

Der Berliner Senat bietet rund 40 000 Anlegern von 15 geschlossenen Immobilienfonds der Bankgesellschaft Berlin an, dass er ihre Anteile ab Herbst 2005 zurückkauft. Betroffene sollen bis zum Jahresende entscheiden, ob sie zwischen 52 und 80 Prozent ihres eingesetzten Kapitals plus 5 Prozent Zinsen als Abfindung annehmen. Bereits erzielte Steuervorteile werden abgezogen.

Anwälte halten das Angebot für „inakzeptabel“ und raten Anlegern davon ab. Sie verweisen auf die in Fondsprospekten gegebenen Landesgarantien und pochen darauf.

Das Land Berlin zahlt jedoch nicht mehr, obwohl es zur Rettung der Bankgesellschaft Berlin Garantien in Höhe von etwa 21 Milliarden Euro gegeben hatte. Dadurch entstanden Defizite bei den LBB- und IBV-Fonds, die dazu führten, dass Anleger die garantierten Ausschüttungen nicht mehr bekamen.

Anleger, die ihre Anteile mit einem Kredit finanziert hatten, gerieten so in finanzielle Schwierigkeiten. Mehrere Tausend von ihnen klagen bereits auf Schadenersatz.

  • IBV und Bankgesellschaft Berlin stehen auf der Warnliste.

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