Anleger des geschlossenen Immobilienfonds LBB 1 sind vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth gescheitert (Az. 2HK O 6433/03, nicht rechtskräftig). Sie wollten wegen des schlechten Fondsergebnisses Schadenersatz, denn die versprochene Ausschüttung von 5,5 Prozent des Anlagekapitals im Jahr 2002 blieb wegen der schlechten Vermietungssituation einiger Immobilien aus.

Der Schuldige ist für die klagenden Anleger Manfred Schoeps, einer der Konstrukteure des Fonds. Er hat als Geschäftsführer des Fonds Immobilien gekauft und stand gleichzeitig auf der Verkäuferseite. So seien Immobilien überteuert an den Fonds verkauft worden, dessen Anleger die Risiken und fehlenden Mieteinnahmen ausbaden müssen.

Das Gericht wertet die angegriffenen Immobilientransaktionen allerdings als so genannte Grundlagengeschäfte, weil sie als Gesellschaftszweck ausdrücklich im Gesellschaftsvertrag vorgesehen und geregelt waren. Deshalb muss die Geschäftsführung nicht haften.

Die Anwälte der Anleger halten das für „grotesk und schlicht falsch“, denn dann könnten Anleger die Geschäftsführung eines Fonds nie für Entscheidungen in der Phase der Gesellschaftsgründung haftbar machen. Die Anleger klagen weiter.

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