Ein privat kranken­versicherter Patient muss die Kosten von rund 20 000 Euro für eine mehr­wöchige psychi­atrisch-psycho­somatische Kranken­hausbe­hand­lung selbst tragen. Weil es in der Klinik neben den reinen Kranken­haus­leistungen auch Kur- und Reha-Angebote gibt, braucht der Versicherer die Kosten nicht zu zahlen, urteilte das Ober­landes­gericht Hamm (Az. I-20 U 148/11). Auf eine Behand­lung in solchen „gemischten Anstalten“ haben Privatversicherte ohne vorherige Kosten­zusage des Versicherers kein Anrecht, selbst wenn die Behand­lung medizi­nisch notwendig ist.

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