Wer 2010 in Kurz­arbeit oder Alters­teil­zeit war, sollte seinen Steuer­bescheid unbe­dingt prüfen. Oft hat das Finanz­amt zu hohe Arbeit­geberbeiträge zur Renten­versicherung angesetzt, weil sie in der Lohn­steuer­bescheinigung falsch angegeben sind, stellte der Neue Verband der Lohn­steuer­hilfe­ver­eine (NVL) fest. Dadurch zahlen Kurz­arbeiter und Alters­teil­zeitler mehrere hundert Euro zu viel Steuern, denn das Finanz­amt hat zu wenig Sonder­ausgaben berück­sichtigt.

Falsch ist, wenn Zeile 22 der Lohn­steuer­bescheinigung Renten­versicherungs­beiträge enthält, die steuerlich nicht zählen:

  • bei Kurz­arbeit zusätzliche Beiträge für die ausgefallene Arbeits­zeit,
  • bei Alters­teil­zeit aufgestockte Beiträge bis zu 90 Prozent des früheren Lohns.

Normaler­weise muss der Betrag in Zeile 22 und 23 gleich hoch sein – nur nicht bei sozial­versicherungs­pflichtigen Löhnen bis 800 Euro (325 Euro bei Azubis) und Löhnen in Behinderten­werk­stätten.

Tipp: Hat das Finanz­amt zu hohe Renten­versicherungs­beiträge angesetzt, legen Sie gegen Ihren Steuer­bescheid inner­halb eines Monats Einspruch ein und lassen Sie sich von Ihrem Arbeit­geber den korrigierten Beitrag bescheinigen.

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