Interna­tionale Währungen geraten wegen Staats­defiziten in die Krise, die Kurse an den Aktienmärkten rutschen rasant. test.de gibt Anlegern Tipps, wie sie ihr Geld am besten schützen und gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Muss ich Angst um meine Erspar­nisse haben?

Die Antwort für die meisten Anleger lautet: Nein. Viele Anlageformen sind von der Krise unbe­rührt: Wer etwa ein Tages­geld­konto besitzt, erhält weiter seine Zinsen. Gleiches gilt für Fest­geld­konten oder andere fest verzins­liche Anlagen, etwa Bundes­schatz­briefe. Auch die Lebens­versicherung bleibt sicher: Die Versicherer haben ihr Geld nur zu einem geringen Teil in Aktien angelegt. Betroffen vom Kurs­sturz sind lediglich Anleger, die direkt in Aktien oder in Aktienfonds investiert haben.

Tipp: Umfassende Informationen über die Geld­anlage in unsicheren Börsen­zeiten bietet Ihnen das Buch Sicher anlegen in der Krise.

Was sollen Anleger mit Aktien oder Fonds jetzt tun?

Entscheidend ist hierbei der Anla­gehorizont. Lang­fristig orientierte Anleger, die etwa länger als 10 Jahre investieren wollen, können mit Kurs­schwankungen entspannter umgehen als kurz­fristig orientierte Anleger. Entsprechend anders sehen die Empfehlungen aus.

Was müssen lang­fristig orientierte Anleger jetzt bedenken?

Auf lange Sicht haben sich die Märkte bislang von jedem Schock wieder erholt. Aktio­nismus wäre also falsch. Sinn­voll ist es natürlich, sein Portfolio regel­mäßig zu über­prüfen. Der Kurs einer Aktie ist dabei aber nur einer von vielen Aspekten. Ein Anleger sollte sich eine Aktie dann kaufen, wenn er sich im Geschäfts­bericht von dem Unternehmen ein Bild gemacht hat, von den Zukunfts­perspektiven über­zeugt ist und der Kurs der Aktie vor diesem Hintergrund noch Potenzial verspricht. Bei einem Investment in aktiv gemanagten Aktienfonds lässt der Anleger seinen Fonds­manager arbeiten. Denn dessen Aufgabe ist es, im Fonds das Portfolio so umzu­schichten, dass der Fonds mit möglichst geringen Kurs­verlusten durch die Krise kommt. Lang­fristig orientierte Anleger können aber darauf vertrauen, dass es nach einem Kurs­absturz auch wieder aufwärts geht. Dies gilt vor allem für gut bewertete Fonds.

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Was müssen kurz­fristig orientierte Anleger jetzt beachten?

Ein kurz­fristig orientierter Anleger muss sein Portfolio regel­mäßig über­prüfen. Eine Hilfe hierbei können Stop-Loss-Marken sein. Dann werden Aktien oder Fonds auto­matisch verkauft, wenn ein bestimmter Kurs unter­schritten wird. Der Anleger kann sich damit eine bestimmte Rendite sichern und vor bösen Über­raschungen schützen. Statt eines auto­matischen Verkaufs kann sich ein Anleger natürlich auch persönlich solche Marken zur Über­prüfung setzen, ohne auto­matische Verkäufe auszulösen.

Wohin mit dem Geld nach dem Börsen­ausstieg?

Wer sein Geld aus Börsen­anlagen abzieht, sollten es schnell auf einem Tages­geld­konto parken. Hierfür gibt es mitt­lerweile wieder durch­aus attraktive Zinsen. Anschließend können Anleger in Ruhe über­legen, wie sie ihr Geld anlegen könnten. Das kann ein Wieder­einstieg in die Aktienmärkte sein, ein Umstieg auf fest­verzins­liche Papiere oder auch der Erwerb einer Immobilie. Was diese wirk­lich in Deutsch­land kosten, erfahren Finanztest-Leser in der September-Ausgabe.

Tipp: Um kurz­fristig Geld zu parken eignen sich Tages­geld­konten besonders gut, denn Anleger bleiben flexibel. Der Produktfinder Tagesgeldkonten hilft Ihnen, das beste Angebot zu finden. Er liefert Konditionen für 84 Tages­geld­konten. Mit ihm können Sie bequem erkennen, welche Bank Ihnen die besten Zinsen bietet.

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