Kursgewinne Meldung

Die Besteuerung von Kursgewinnen, die Anleger in der einjährigen Spekulationsfrist erzielen, ist rechtmäßig. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden (Az. 2 BvR 294/06). Ehrliche Anleger haben seit 1999 keinen Grund mehr, sich zu be­klagen, dass Unehrliche ihre Gewinne am Finanzamt vorbeimogeln können, während sie Steuern zahlen müssen. Die Behörde kann die Steuerpflichtigen seither fast lückenlos kontrollieren.

Ein Kontrollinstrument ist der Kontenabruf. Das Finanzamt kann bei Verdacht verschwiegene Konten aufspüren. Die Kreditinstitute stellen Daten bereit:

  • Nummer eines Kontos oder eines Depots,
  • Tag der Einrichtung und Tag der Auflösung des Kontos oder Depots (nicht erfasst sind Konten, die am 1. April 2003 bereits gelöscht waren),
  • Name, Geburtstag des Inhabers und eines ­Verfügungsberechtigten sowie
  • Name und Anschrift eines abweichenden ­wirtschaftlich Berechtigten.

Kontostand und Kontobewegungen sind aber tabu. Über einen Kontenabruf muss die Behörde im Nachhinein informieren. Die Bank erfährt nichts davon.

Dieser Artikel ist hilfreich. 41 Nutzer finden das hilfreich.