Kurse für betriebliche Daten­schutz­beauftragte

So haben wir getestet

Kurse für betriebliche Daten­schutz­beauftragte Alle Testergebnisse für Weiterbildung zum betrieblichen Datenschutzbeauftragten 11/2014

Inhalt

Im Test: Neun Einsteiger­kurse für Daten­schutz­beauftragte. Auf Basis einer Markt­recherche im Februar 2014 in der Daten­bank Kursnet und über Google wählten wir Präsenz­kurse mit einer Dauer von fünf Tagen aus, die offen zugäng­lich waren und mit einer Prüfung abschlossen. Kurse für Teilnehmer aus speziellen Branchen, zum Beispiel aus dem medizi­nischen Bereich, wurden nicht berück­sichtigt.

Jeder Kurs wurde einmal verdeckt von einer geschulten Test­person mit fundierten IT-Kennt­nissen besucht. Die Test­personen dokumentierten die Anmeldung und das Seminar­geschehen mithilfe von teil­stan­dardisierten Fragebögen.

Test­zeitraum: Mitte März bis Ende Mai 2014.

Preise: Laut Anbieterbefragung im Oktober 2014.

Qualität der Kurs­durch­führung

Vermitt­lung. Geprüft wurden die Teilnehmer- und Ziel­orientierung in den Kursen sowie der Methoden- und Medien­einsatz. Weitere Prüf­punkte waren die fachliche Darstellung, die Vorbereitung auf die Abschluss­prüfung und das Zeitmanagement.

Inhalte. Wir haben geprüft, welche Inhalte aus den Themen­bereichen Daten­schutz­recht, tech­nischer Daten­schutz, Anforderungen an betriebliche Daten­schutz­beauftragte sowie deren Aufgaben und Rechte, Daten­schutz­dokumentation und Grund­lagen des Daten­schutzes im Kurs angesprochen wurden. Weiterhin bewerteten wir, ob die Anbieter ihr Leistungs­versprechen jeweils einge­halten haben.

Lehr­materialien. Ein Fach­gut­achter prüfte die einge­setzten Materialien hinsicht­lich Inhalt, Verständlich­keit und Gestaltung.

Qualität der Kursorganisation

Wir haben die Lern­umgebung (zum Beispiel Arbeits­plätze, Schulungs­räume), die administrativen Abläufe (zum Beispiel Anmeldung, Rechnungs­stellung) sowie den Service (zum Beispiel Bereit­stellung von Informations- und Lehr­material, Verpflegung) begut­achtet.

Kurse für betriebliche Daten­schutz­beauftragte Alle Testergebnisse für Weiterbildung zum betrieblichen Datenschutzbeauftragten 11/2014

Qualität der Kunden­information

Ein Fach­gut­achter prüfte die Informations­materialien im Internet hinsicht­lich der Angaben zu Kurs und Anbieter und die Bedien­barkeit der Website. Außerdem wurden die mündlichen Informationen der Anbieter vor der Anmeldung (Informations­verhalten, Auskunfts­bereitschaft und Erreich­barkeit) begut­achtet.

Mängel in den AGB

Ein Rechts­gut­achter prüfte die allgemeinen Geschäfts­bedingungen nach AGB-Recht auf Klauseln, die den Kunden in unzu­lässiger Weise benach­teiligen.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 28.11.2014 um 08:29 Uhr
Kein Etikettenschwindel

@dummdiedei
Die Frage wird unter "14 Fragen zum Berufsbild" beantwortet: Ein Daten­schutz­beauftragter ist Pflicht, sobald ein Unternehmen personenbezogene Daten „auto­matisiert“, also mithilfe von Computern, verarbeitet und mit dieser Tätig­keit mindestens zehn Mitarbeiter beschäftigt sind. So fordert es das Bundes­daten­schutz­gesetz. (aci)

dummdiedei am 27.11.2014 um 19:02 Uhr
Etikettenschwindel?

"Wann brauchen Betriebe einen Datenschutzbeauftragten ...?"
Tät' mich schon interessieren, wann denn ein Datenschutzbeauftragter gesetzlich vorgesehen ist, leider ist das in der Einleitung zum Artikel oder anderswo auf Ihren Internetseiten nicht zu finden (oder?). Der § 4f ist für meine bescheidenen Verhältnisse nicht verständlich. Wenn ich Bedarf hätte, dann würde ich den Artikel kaufen; wird die Frage aus der Werbemail im kostenpflichtigen Artikel beantwortet?

Profilbild Stiftung_Warentest am 27.11.2014 um 16:28 Uhr
In 5 Tagen keine Fachkunde im Datenschutz

@udisAkademie: Wir betonen in dem Artikel ausdrücklich, dass fünftägige Kurse das Minimum für den Einstieg sind und Lehrgänge mit dieser Dauer ihre Grenzen haben. Ein Einsteigerkurs ist nur der Anfang und er genügt nicht, um den Anforderungen als Datenschutzbeauftragter dauerhaft gerecht zu werden, heißt es im Artikel. Wer seinen Job gut machen möchte, muss sich stetig weiterqualifizieren. Zu dieser Auffassung sind wir u.a. durch die Diskussion mit unabhängigen, externen Experten gekommen, z.B. im satzungsgemäß durchgeführten Fachbeirat mit neutralen Vertretern (z.B. Wissenschaftlern und Verbandsvertretern), Anbieter- und Verbrauchervertretern. Insofern ist in der Untersuchung selbstverständlich die Auffassung von unabhängigen Vertretern integriert. (aci)

mieterverein am 27.11.2014 um 12:32 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

udisAkademie am 27.11.2014 um 12:29 Uhr
In 5 Tagen keine Fachkunde im Datenschutz

Der Artikel berücksichtigt nicht die Auffassung von unabhängigen Datenschutzexperten z.B. des Berufsverbandes der Datenschutzbeauftagten Deutschlands e.V. (www.bvdnet.de) noch die Mindestanforderungen an die Fachkunde von Datenschutzbeauftragten, wie sie die Aufsichtsbehörden festgelegt haben (siehe Webseite der Bundesbeauftragten für den Datenschutz unter Infothek (www.bfdi.bund.de). Nach einer entsprechenden Studie der Uni Oldenburg sind 3 Wochen das Minimum zum Erwerb der Fachkunde. Im Augenblick gibt es nur 2 Anbieter, die das professionell machen: Die GDD (www.gdd.de) und udis (www.udis.de). Der test-Artikel geht also an den Erfordernissen vorbei. Er ist ausgesprochen schlecht recherchiert.