Kurse für betriebliche Daten­schutz­beauftragte

Tipps

Kurse für betriebliche Daten­schutz­beauftragte Alle Testergebnisse für Weiterbildung zum betrieblichen Datenschutzbeauftragten 11/2014

Inhalt
  • Dauer. Achten Sie bei der Auswahl eines Einstiegs­kurses für betriebliche Daten­schutz­beauftragte darauf, dass er mindestens fünf Tage dauert. So viel Zeit ist nach Ansicht der Experten Stiftung Warentest auf jeden Fall nötig, um in dieses komplexe Thema einzuführen.
  • Themen. Lesen Sie die Informationen des Anbieters zum Kurs aufmerk­sam durch und gleichen Sie die genannten Themen mit der Check­liste der Stiftung Warentest ab. Schwer­punkte sollten die Themen Daten­schutz­recht und tech­nischer Daten­schutz sein.
  • Übungen. Fragen Sie beim Anbieter nach, wie der Kurs aufgebaut ist und welche Lehr­methoden zum Einsatz kommen. Wichtig ist, dass nicht nur Wissen vermittelt wird, sondern auch Übungen in den Unter­richt integriert sind, zum Beispiel zum Verschlüsseln von E-Mails oder zum Erstellen eines Verfahrens­verzeich­nisses.
  • Teilnehmerzahl. Erkundigen Sie sich vorab nach der Gruppen­größe. Zwischen 3 und 15 Personen sollten teilnehmen. Bei dieser Größe sind Gruppen­übungen gut möglich und der Dozent kann auf die Bedürf­nisse Einzelner eingehen.
  • Weiterlernen. Machen Sie sich klar, dass ein fünf­tägiger Kurs nur einen Einstieg in das Thema bieten kann. Wenn Sie in Ihrem Unternehmen zum betrieblichen Daten­schutz­beauftragten bestellt werden, müssen Sie sich stetig weiterbilden. Ihr Arbeit­geber ist dann verpflichtet, Ihnen die Teil­nahme an Weiterbildungen zu ermöglichen, und muss die Kosten über­nehmen.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 28.11.2014 um 08:29 Uhr
Kein Etikettenschwindel

@dummdiedei
Die Frage wird unter "14 Fragen zum Berufsbild" beantwortet: Ein Daten­schutz­beauftragter ist Pflicht, sobald ein Unternehmen personenbezogene Daten „auto­matisiert“, also mithilfe von Computern, verarbeitet und mit dieser Tätig­keit mindestens zehn Mitarbeiter beschäftigt sind. So fordert es das Bundes­daten­schutz­gesetz. (aci)

dummdiedei am 27.11.2014 um 19:02 Uhr
Etikettenschwindel?

"Wann brauchen Betriebe einen Datenschutzbeauftragten ...?"
Tät' mich schon interessieren, wann denn ein Datenschutzbeauftragter gesetzlich vorgesehen ist, leider ist das in der Einleitung zum Artikel oder anderswo auf Ihren Internetseiten nicht zu finden (oder?). Der § 4f ist für meine bescheidenen Verhältnisse nicht verständlich. Wenn ich Bedarf hätte, dann würde ich den Artikel kaufen; wird die Frage aus der Werbemail im kostenpflichtigen Artikel beantwortet?

Profilbild Stiftung_Warentest am 27.11.2014 um 16:28 Uhr
In 5 Tagen keine Fachkunde im Datenschutz

@udisAkademie: Wir betonen in dem Artikel ausdrücklich, dass fünftägige Kurse das Minimum für den Einstieg sind und Lehrgänge mit dieser Dauer ihre Grenzen haben. Ein Einsteigerkurs ist nur der Anfang und er genügt nicht, um den Anforderungen als Datenschutzbeauftragter dauerhaft gerecht zu werden, heißt es im Artikel. Wer seinen Job gut machen möchte, muss sich stetig weiterqualifizieren. Zu dieser Auffassung sind wir u.a. durch die Diskussion mit unabhängigen, externen Experten gekommen, z.B. im satzungsgemäß durchgeführten Fachbeirat mit neutralen Vertretern (z.B. Wissenschaftlern und Verbandsvertretern), Anbieter- und Verbrauchervertretern. Insofern ist in der Untersuchung selbstverständlich die Auffassung von unabhängigen Vertretern integriert. (aci)

mieterverein am 27.11.2014 um 12:32 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

udisAkademie am 27.11.2014 um 12:29 Uhr
In 5 Tagen keine Fachkunde im Datenschutz

Der Artikel berücksichtigt nicht die Auffassung von unabhängigen Datenschutzexperten z.B. des Berufsverbandes der Datenschutzbeauftagten Deutschlands e.V. (www.bvdnet.de) noch die Mindestanforderungen an die Fachkunde von Datenschutzbeauftragten, wie sie die Aufsichtsbehörden festgelegt haben (siehe Webseite der Bundesbeauftragten für den Datenschutz unter Infothek (www.bfdi.bund.de). Nach einer entsprechenden Studie der Uni Oldenburg sind 3 Wochen das Minimum zum Erwerb der Fachkunde. Im Augenblick gibt es nur 2 Anbieter, die das professionell machen: Die GDD (www.gdd.de) und udis (www.udis.de). Der test-Artikel geht also an den Erfordernissen vorbei. Er ist ausgesprochen schlecht recherchiert.