Berufsporträt: Ein Tag als Social Media-Managerin

Was ist los bei Facebook und Twitter

Wenn Jeannine Bahrke morgens ins Büro kommt, checkt sie erst einmal, was bei Facebook so los ist und sieht sich bei Twitter nach den „trending topics“ um. Als Marketing- und PR-Beauftragte beim Designerschuhproduzenten Zeha in Berlin ist das ihr Job.

Das 2002 wieder ins Leben gerufene Traditionsunternehmen aus der DDR hat wenig Geld und eine sehr urbane, moderne Kundschaft. Diplom Medienberaterin Bahrke setzt beim Marketing und bei der Kundenbetreuung deshalb vor allem auf Social Media.

Es geht darum, die Leute zu unterhalten

Fast täglich postet sie auf Facebook zwei bis drei aktuelle Meldungen oder Fotos, sie schreibt einen Blog, sie produziert Videos für Youtube, und sie betreut einen Twitter-Account im Auftrag der Firma. „Es geht immer darum, die Leute zu unterhalten. Um sie bei der Stange zu halten, dürfen wir sie nicht mit eigennützigen Werbebotschaften langweilen. Die Nutzer sollen über unsere Einträge schmunzeln können.“

Dabei fällt ihr immer wieder etwas ein: Mal lädt sie ein Foto vom Fahrradkurier hoch, der Zeha-Berlin-Schuhe trägt, mal initiiert sie ein Gewinnspiel und mal berichtet sie live von einer Modemesse. „Wir machen zwar einmal im Monat anhand der anstehenden Ereignisse einen richtigen Redaktionsplan“, erzählt Bahrke, „aber der muss regelmäßig angepasst werden.“

Das wichtigste ist Neugier

Jeannine Bahrke ist schon lange im Social Web unterwegs. Bereits 2003 meldete sie sich bei einer Plattform an, bei der es eine Weltreise zu gewinnen gab. „Das war ein bisschen wie die Anfänge von StudiVZ“, sagt sie. „Man konnte chatten, Fotos hochladen und Beiträge in Foren schreiben.“

Das Wichtigste als Social Media-Manager sei Neugier, meint Bahrke deshalb auch. „Man muss Lust haben, mit den neuen Tools zu spielen und alles auszuprobieren. Wer das als Zeitverschwendung sieht, sollte die Finger davon lassen.“

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