Kuren Meldung

„Bis 20 Prozent aller Mütter leiden unter so starken Überlastungssymptomen, dass sie eine stationäre Behandlung benötigen“, berichtet Dr. Jürgen Collatz, Leiter des Forschungsverbundes Prävention und Reha für Mütter und Kinder an der Medizinischen Hochschule Hannover. Doch der Antrag auf eine Mutter-Kind-Kur oder Mütterkur gestaltet sich nicht selten als Hürdenlauf.

50 Prozent zuerst abgelehnt

„Etwa 50 Prozent der Anträge lehnen die Kassen zunächst ab, 50 Prozent der Frauen legen Widerspruch ein, davon gehen wiederum etwa 50 Prozent durch.“ Damit unterliefen die Krankenkassen ein neues Gesetz, das die Vorsorge und Rehabilitation für Mütter und Väter verbessern will.

Antrag persönlich stellen

Untersuchungen zeigten, dass die Kuren mit Beratungsgesprächen, Physiotherapie, Entspannungsmethoden und Di­ät Erfolg haben. Der Forschungsverbund rät: Zusätzlich zum ärztlichen Attest, dem Selbstauskunftsbogen und dem Antrag sollte die Frau eine persönliche Stellungnahme verfassen, ihre körperliche und seelische Verfassung sowie die häusliche Situation beschreiben. Mit allen Unterlagen sollte sie persönlich zur Krankenkasse gehen.

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