Kupfer­eintrag Boots­rumpf-Anstriche belasten Gewässer

Kupfer­eintrag - Boots­rumpf-Anstriche belasten Gewässer
Anstrich. Antifouling hält als Biozid den Boots­rumpf sauber. © mauritius images / Gary Blake

In der Winter­pause steht für viele Sport­boote die Pflege des Rumpfes an. Um ihn über die Saison etwa algen- und muschelfrei zu halten, kommen als Biozid häufig kupferhaltige sogenannte Antifouling-Anstriche zum Einsatz. Das Umwelt­bundes­amt, kurz Uba, schätzt, dass diese Anstriche für 19 Prozent des Kupfer­eintrags in deutsche Binnengewässer verantwort­lich sind. In vielen Fällen ginge es aber auch ohne biozidhaltige Beschichtung.

Unnötig bei Booten, die viel bewegt werden

Die Grenz­werte für Kupfer werden in Flüssen und Seen häufig über­schritten. Dabei ist die biozidhaltige Beschichtung nach Angaben des Umwelt­bundes­amts oft nicht notwendig – etwa bei Booten, die nur kurz­zeitig im Wasser liegen oder viel bewegt werden.

Anstriche mit geringerem Kupfer­anteil nutzen

Besitzer von Sport­booten, die länger in empfindlichen Binnengewässern liegen, sollten Anstriche mit einem geringeren Anteil an Kupfer oder seiner Oxide nutzen. Über Hintergründe informiert das Papier „Sind kupferhaltige Antifouling-Anstriche ein Problem für unsere Gewässer?“. Es ist auf umweltbundesamt.de kostenlos herunter­zuladen.

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