Kunststofffüllungen Problem im Zahn

26.05.2005

Die bei Vorderzähnen und als Alternative zum Amalgam häufig auch in Backenzähnen eingesetzten lichthärtenden Kunststofffüllungen bergen möglicherweise Gesundheitsrisiken. Denn 80 Prozent des Abriebs der Füllungen bleiben im Körper. „Wie sich in einer Untersuchung gezeigt hat, wandelt der Körper offenbar den organischen Füllstoff in verschiedene neue chemische Verbindungen um“, sagt der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Professor Georg Meyer. „Welche Wirkung sie im Körper haben, ist noch nicht erforscht.“ In einer Studie bekamen Mäuse gemahlenen Kunststoff mit der Nahrung verabreicht. Danach waren die Tiere weniger fruchtbar. Vermutet wird, dass der Kunststoff im Körper unter anderem zu östrogenartigen Substanzen umgebaut wird. Das zahnfarbene Füllmaterial hat in seinen Ausgangsprodukten ein hohes Allergiepotenzial: Bis fünf Prozent der Zahnärzte in Skandinavien seien bereits dagegen allergisch.

26.05.2005
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