Ein Tier­arzt muss unter bestimmten Umständen beweisen, dass er richtig gehandelt hat, so das Ober­landes­gericht Oldenburg (Az. 14 U 100/14). Ein Veterinär hatte bei einem wert­vollen Pferd eine Wunde verschlossen und gesagt, es könne nach zwei Tagen wieder geritten werden. Später stellte sich heraus, dass das Tier einen Bruch im verletzten Bein hatte. Eine Operation brachte keinen Erfolg. Das Pferd musste einge­schläfert werden. Der Tier­arzt konnte nicht nach­weisen, dass er keinen Fehler gemacht hatte. Er haftet deshalb voll. Der Schaden belief sich auf 100 000 Euro.

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