Kunst­fehler Tier­arzt haftet voll

23.04.2015

Ein Tier­arzt muss unter bestimmten Umständen beweisen, dass er richtig gehandelt hat, so das Ober­landes­gericht Oldenburg (Az. 14 U 100/14). Ein Veterinär hatte bei einem wert­vollen Pferd eine Wunde verschlossen und gesagt, es könne nach zwei Tagen wieder geritten werden. Später stellte sich heraus, dass das Tier einen Bruch im verletzten Bein hatte. Eine Operation brachte keinen Erfolg. Das Pferd musste einge­schläfert werden. Der Tier­arzt konnte nicht nach­weisen, dass er keinen Fehler gemacht hatte. Er haftet deshalb voll. Der Schaden belief sich auf 100 000 Euro.

23.04.2015
  • Mehr zum Thema

    Tier­arzt­haftung Wenn der Tier­arzt Fehler macht

    - Nach einer Narkose sterben zwei Chinchillas. Die Halterin glaubt an Behand­lungs­fehler. Sie will die Tier­ärzte nicht bezahlen. Zu Recht?

    Ärzt­licher Behand­lungs­fehler Das können Patienten tun

    - Fehler passieren – auch in der Medizin. Betroffene müssen das nicht einfach hinnehmen. Jeder Patient hat das Recht, seine Behand­lung juristisch und medizi­nisch auf...

    FAQ Katzenfutter Was Mieze gut tut und was nicht

    - Was sagt der Fleisch­anteil im Futter aus? Lockt Zucker die Katze an? Warum ist das Schälchen Milch gar nicht so empfehlens­wert? Wenn es um die Ernährung der geliebten...