Kunden­dienste für Wasch­maschinen Test

Wenn die Wasch­maschine den Geist aufgibt, erwartet der Kunde eine fachgerechte Reparatur seines Geräts. Und zwar möglichst zügig, bevor sich zu Hause die Wäsche­berge türmen. Die Stiftung Warentest nahm fünf Kunden­dienste von Wasch­maschinen-Herstel­lern unter die Lupe. Das Ergebnis: Kein Kunden­dienst arbeitete perfekt und beschränkte sich aufs Nötige. Auch der Testsieger ist nur befriedigend, zwei Dienste sind mangelhaft.

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TestKunden­dienste für Wasch­maschinentest 04/2017
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Gelöstes Kabel

Jeder Kunden­dienst bekam drei verschiedene gebrauchte Wasch­maschinen vorgesetzt. Alle waren mit denselben zwei Fehlern präpariert:

  • Fehler 1: Die Strom­zufuhr zum Motor war gekappt. Der Motor lief nicht mehr.
  • Fehler 2: Zusätzlich war das Netz­kabel so beschädigt, dass die innere Isolierung offen lag.

Nur ein einziger Techniker entdeckte das ange­schnittene Kabel und tauschte es aus. Positiver sieht die Bilanz beim Motor­fehler aus. Die gelöste Verbindung entdeckten immerhin sieben Techniker. Teil­weise reparierten sie jedoch deutlich mehr als zur Behebung des Schadens nötig gewesen wäre.

Tipp: Die Stiftung Warentest hat aktuell auch untersucht, wann sich Reparaturen für Umwelt und Geldbeutel lohnen – und wann ein Neukauf sinn­voll ist. Wir haben Fakten gesammelt und für Staubsauger, Kaffee­voll­automaten und Wasch­maschinen jeweils Öko- und Kosten­bilanzen erstellt. Reparieren oder wegwerfen?

Für 550 Euro repariert

Ein Laie kann kaum beur­teilen, ob die Diagnose des Technikers stimmt. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als dem Fachmann zu vertrauen. Doch dieses Vertrauen ist oft nicht gerecht­fertigt: Ein Miele-Mitarbeiter befestigte das lose Kabel, tauschte darüber hinaus aber auch Steuerung und Stoß­dämpfer aus. Gesamt­preis: 550 Euro. Ein Whirlpool-Monteur sagte, Motor, Heiz­stab und Steuerung müssten ausgetauscht werden. Die Ersatz­teile hatte er jedoch nicht dabei. Diese brachte zwölf Tage später ein zweiter Monteur. Der sagte, der alte Heiz­stab sei intakt, den vereinbarten Fest­preis von 239 Euro könne er aber nicht ändern. Er ließ der Testerin den neuen Heiz­stab dort. Das nützt ihr wenig: Selbst wenn der alte mal kaputt­gehen sollte, kann sie den Stab nicht selbst wechseln. Ins Innere einer Wasch­maschine sollten nur Fachleute vordringen.

Akute Brandgefahr

Für weniger Geld brachte ein Profectis-Techniker die Wasch­maschine wieder zum Laufen. Er steckte das gelöste Kabel kurzer­hand wieder in die Buchse. „Kann sein, dass das nicht ewig hält“, sagte er und kassierte 69 Euro für Anfahrt und Fehler­suche. Unsere Experten attestierten der Maschine hinterher jedoch akute Brandgefahr: Die Motorsteck­verbindung konnte bei Benut­zung über­hitzen. Profectis kassiert dafür ein Mangelhaft.

143 Euro für neun Minuten Arbeit

Auch sonst gehen manche Monteure mit dem Geld ihrer Kunden recht will­kürlich um. So verlangte ein Electrolux-Monteur 57 Euro für Anfahrt und Fehler­suche, ein anderer 98 Euro. Beide forderten wir über dieselbe Rufnummer an. Miele berechnete in einem Fall 129 Euro für Anfahrt und Fehler­suche. Ein anderer Miele-Monteur schlug 14 Euro drauf, weil er so lange an der Maschine gearbeitet habe. Tatsäch­lich las er nur den Fehler­speicher aus, stellte eine falsche Diagnose und sagte, eine Reparatur lohne sich nicht mehr. Mit der Maschine beschäftigte er sich neun Minuten lang. Solch merkwürdige Unterschiede in den Rechnungen fallen normaler­weise niemandem auf. Der Kunde hat ja keinen Vergleich.

Das bietet der test-Artikel

Wir sagen

  • wie die fünf Wasch­maschinen-Kunden­dienste Bosch-Siemens-Hausgeräte (BSH), Miele, Electrolux, Profectis und Whirlpool im Test abge­schnitten haben,
  • was Wasch­maschinen­besitzer selbst unternehmen können,
  • wie Kunden verhindern, dass der Monteur mehr einbaut als nötig,
  • wie sie einen vertrauens­würdigen Monteur für kleines Geld finden.

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