Kunden­dienste für Kaffee­voll­automaten Test

Kaffee­voll­automaten sind teuer: Die beste Maschine im aktuellen Test kostet 1 460 Euro. Im Schnitt gehen Kaffee­voll­automaten nach fünf Jahren zum ersten Mal kaputt. Dann könnte solch ein Prestige­objekt zum Problemfall werden. Wir haben drei freie Werk­stätten geprüft sowie sechs Kunden­dienste der Hersteller, darunter die von DeLonghi und Bosch-Siemens Hausgeräte. Alle bekamen je drei kaputte Geräte zugesandt. Von neun Reparatur­werk­stätten haben nur drei ihre Sache gut gemacht.

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TestKunden­dienste für Kaffee­voll­automatentest 12/2017
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Zwei einfach zu behebende Fehler über­fordern Profis

Test­haushalte schickten jedem Anbieter drei defekte Geräte mit verstopfter oder manipulierter Milch­aufschäumdüse und beschädigter Ummantelung des Netz­kabels. Die verstopfe Düse hätte jeder Nutzer selbst reinigen können. Normaler­weise genügt es, sie abzu­schrauben, in Spül­wasser einzuweichen und mit einer kleinen Flaschenbürste zu putzen. Trotzdem bekommen Kunden­dienste Kaffee­voll­automaten mit genau diesem Defekt zur Reparatur. Manche Profis scheiterten sogar daran.

Kaputter als vor der Reparatur

Nur die drei besten Reparatur­dienste schickten jeweils drei funk­tions­tüchtige Geräte zurück. 9 der 27 Kaffee­voll­automaten kamen unverän­dert oder mit größerem Schaden als vorher zurück. Das angeritzte Kabel besserten die meisten nicht aus. In mehreren anderen Fällen brühten die Auto­maten nach der Reparatur nicht einmal mehr Espresso. Bosch-Siemens-Techniker tauschten in zwei Maschinen die Brüh­einheit aus. Anschließend brühten beide Geräte keinen Kaffee mehr. Oben­drein kam eine der beiden Maschinen deutlich verschmutzt zurück, die andere mit offenem Gehäuse. Auch eine Jura-Maschine bekam eine neue Brüh­einheit und brachte hinterher keinen Kaffee mehr in die Tasse, sondern nur in die Auffang­schale. Äußerlich war kein Defekt erkenn­bar.

Das bietet der Test Kunden­dienste für Kaffee­voll­automaten

Test­ergeb­nisse. Wir haben insgesamt 27 Kaffee­voll­automaten mit Fehlern präpariert und an neun Reparatur­werk­stätten geschickt. Die Tabelle zeigt, wie gut die sechs Hersteller-Kunden­dienste und drei freien Werk­stätten in puncto Reparatur und Service abschneiden und ob die Anbieter mit Kosten­vor­anschlägen und Reparaturpauschalen arbeiten. In die Qualitäts­urteile floss auch ein, wie lange es dauerte, bis eine kaputte Maschine wieder beim Einsender zurück war.

Tipps. Wir erklären, wie Sie ihre Kaffee­maschine in Schuss halten und kleinere Störungen selber beheben – und sagen, wann sich kosten­pflichtige Reparaturen lohnen.

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Neue Fehler trotz Pauschale für Maschinen-Check

In diesen drei Fällen kassierten die Kunden­dienste Pauschalen für die Reparatur. Die Werk­stätten versprechen, dafür nicht nur den eigentlichen Fehler zu beheben, sondern die gesamte Maschine in Schuss zu bringen. Eigentlich eine prima Idee, damit nicht nach kurzer Zeit die nächste Reparatur anfällt. Die drei Geräte schickten die Techniker jedoch mit neuen Fehlern zurück.

Techniker vernach­lässigen Sicherheit

Das von uns sicht­bar aufgeschlitzte Netz­kabel ignorierten fast alle Techniker. Nur die innere Isolierung schützte noch vor einem Kurz­schluss. Lediglich 2 der 27 Maschinen kamen mit ausgebessertem Netz­kabel zurück. Trotzdem gaben die meisten Dienste auf der Rechnung an, die Maschine habe die Sicher­heits­prüfung bestanden.

Unsicher verpackt

Entweder reparieren die Kunden­dienste die Maschinen selbst oder Vertrags­werk­stätten erledigen das. In der Regel befördern Paket­dienste die Geräte dorthin und zurück. Folg­lich sollten die Kaffee­automaten sorgfältig verpackt sein, um den Trans­port schadlos zu über­stehen. Zwei freie Werk­stätten scheiterten an dieser Aufgabe. Sie schickten je eine Maschine mit Knack­folie umwi­ckelt auf die Rück­reise. Die Seiten waren jedoch nicht genügend vor Stößen geschützt. Beide Geräte kamen mit einem Riss im Wasser­tank an, Wasser lief aus. Sie bereiteten keinen Kaffee mehr. An einer anderen Maschine brach trotz angemessener Verpa­ckung die Tassen­ablage und Abtropf­schale ab. Die Fälle zeigen, welches Risiko der Paket­versand bedeutet.

Reparaturen sind teuer, schonen aber die Umwelt

Manche Reparatur­dienste kassieren keine Pauschalen, sondern rechnen nach Aufwand ab. Ein Techniker erneuerte nicht nur die Milch­aufschäumdüse, sondern auch Brüh­gruppen­antrieb, Generator und Heizelement. Für 387 Euro. Mit so viel Geld hätte der Kunde schon einen güns­tigen neuen Kaffee­voll­automaten kaufen können. Aus Sicht der Umwelt ist jedoch die Reparatur besser als ein Neukauf. Ein Kaffee­voll­automat birgt im Schnitt 600 Gramm Elektronik aus wert­vollen Rohstoffen, dazu 7 Kilogramm Kunststoffe. Die Produktion belastet die Umwelt stark, Besitzer sollten ihren Kaffee­voll­automaten möglichst lange nutzen und reparieren (siehe auch Reparieren – oder wegwerfen?, test 4/2017).

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