Rückblick: Preise im Vergleich

Heftig hat Bahnchef Hartmut Mehdorn gegen den Preisvergleich in test 12/2002 gepoltert. Doch unsere Preisbeispiele sind richtig, sie basieren auf den Originaldaten des Bahncomputers.

Auch viele Kunden machen inzwischen die Erfahrung, dass sie mit alter Bahncard, ICE-Familiensparpreis, Guten-Abend-Ticket oder Super-Sparpreis oft billiger ans Ziel kamen als mit dem neuen Preissystem. Das gilt vor allem für diejenigen, die spontan und flexibel sein wollen. Außerdem wurden viele Reisen teurer, weil preiswerte Interregiozüge zum IC umgewandelt wurden und mehr teure ICE verkehren. Dass so mancher Bahnkunde draufzahlt – davon kann weder Polemik noch schönfärbende Werbung ablenken.

Andererseits stellt die Bahn die Weichen richtig, indem sie Mitfahrer-, Bahncard- und Sonderrabatte kombinierbar macht. Das hat auch die Stiftung Warentest begrüßt. Unser differenzierter Preisvergleich zeigte nämlich auch, dass viele Reisen billiger geworden sind. Zu den größten Gewinnern gehören Kleingruppen und Familien mit Kindern im Alter zwischen 6 und 14 Jahren. Dies gilt vor allem für mittlere Reiseentfernungen. Da brachten die alten Sparpreise im Gegensatz zu den neuen Plan&Spar-Tickets kaum Vorteile. Andererseits gelten für Plan&Spar leider zu viele kundenunfreundliche „Wenn und Aber“-Regeln.

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