Warum sind Franzosen schlanker als zum Beispiel US-Amerikaner? Sie verdanken es vor allem ihren Essgewohnheiten, sagt der französische Wissenschaftler Claude Fischler. Schnelles Essen für sich allein – wie in den USA üblich – führt danach eher zu Übergewicht als geselliges Speisen, wie es Franzosen und Südeuropäer lieben. Das Esstempo der Deutschen liegt irgendwo dazwischen. Fischlers Thesen beruhen auf über 7 000 Interviews in sechs Ländern. Sie ergaben, dass Ameri­kaner „gut essen“ nüchtern mit Nah­rungs­aufnahme und Gesundheit assoziieren. Franzosen denken eher ans Kulinarische, Italiener an Frische und Qualität der Lebensmittel. Deutsche schwanken zwischen Schlemmen und rigorosen Ernährungsregeln. Und sie zahlen im Restaurant lieber für sich, während andere Nationen die Rechnung eher teilen. Nachzulesen ist das alles bis jetzt nur auf Französisch in „Manger“, Verlag Odile Jacob 2008, ISBN 978-2-7381-2088-5.

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