Kürbis Meldung

Der Volksmund nennt sie Fruchtfleischschwamm, Arme-Leute-Gemüse, Panzerbeere – das Image von Kürbissen war lange schlecht. Groß, klein, gelb, orange, kugelig oder platt stehlen sie im Herbst inzwischen aber so manchem Kohlkopf die Schau.

Mehr als 800 Kürbissorten gibt es weltweit. Die ersten wuchsen in Südamerika. Sommerkürbisse wie die Zucchini haben eine weiche Haut, Winterkürbisse eine harte Schale. In Deutschland heißen die bekanntesten Vertreter Riesenkürbis (Gelber und Roter Zentner), Buttercup und Hubbard.

Innerhalb weniger Jahre ist hier auch der japanische Hokkaido heimisch geworden. Selten größer als ein Handball enthält er etwa 80 Prozent Wasser statt der sonst für Kürbisse üblichen 90 Prozent. Mehr Substanz, mehr Nährstoffe: Im Vergleich zu vielen traditionellen Sorten stecken in Hokkaidos laut Bundesforschungsanstalt für Ernährung (BFE) noch mehr Vitamine (B, C, die Vitamin-A-Vorstufe Karotin), Mineralstoffe wie Kalium und Eisen, außerdem reichlich Ballaststoffe. In der Biobranche ist der orangerote Hokkaido mit dem maronenartig nussigen Geschmack besonders beliebt. Seine Wachstumsfreude müssen keine Düngemittel steigern, die dicke Haut gilt als natürlicher Schädlingsschutz.

  • Winterkürbisse sollten beim Draufklopfen hohl klingen, schwer und hartschalig sein. Kleine sind aromatischer als große.
  • Wenn Sie die Garflüssigkeit verarbeiten, bleiben die Nährstoffe voll erhalten. Wie bei Möhren steigt der Karotingehalt des Kürbisses laut BFE durch Hitze beträchtlich.
  • Sie müssen Hokkaido nicht schälen. Die harte Haut wird beim Kochen weich.
  • Kürbisse halten sich wochenlang im kühlen, trocknen Lager.

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