Künstliche Befruchtung Meldung

Für manche Paare erfüllt sich der Kinderwunsch nur mit medizinischer Hilfe und eigenem Geld.

Unfruchtbare Ehepaare, die sich Kinder wünschen, müssen die Kosten einer künstlichen Befruchtung zur Hälfte selber zahlen. Die gesetzliche Regelung, nach der Kassen für solche Behandlungen nur 50 Prozent erstatten müssen, ist rechtmäßig, entschied das Bundessozialgericht (Az. B 1 KR 6/07 R).

Geklagt hatte ein Ehepaar, das für drei Versuche einer künstlichen Befruchtung rund 9 000 Euro zahlte. Davon erstattete die Kasse nur die Hälfte.

Dies sei eine Benachteiligung behinderter Menschen, argumentierte das Paar. Zudem diskriminiere sie finanziell schwache Menschen. Doch das überzeugte das Gericht nicht. Die Regelung sei verfassungsgemäß.

Bereits im Mai hatte das Bundessozialgericht die gesetzliche Regelung in einem anderen Punkt geklärt. Das Gesetz sieht vor, dass Ehepaare die Kosten nur dann teilweise zurück- bekommen, wenn die Frau höchsten 40 und der Mann höchstens 50 Jahre alt ist.

Auch hier hatte ein Paar geklagt, das die Regelung für verfassungswidrig hält. Das Gericht wies die Klage ab (Az. B 1 KR 10/06 R).

Positiv im Sinne unfruchtbarer Paare hat unlängst nur der Bundesfinanzhof entschieden. Er hat festgelegt, dass auch unverheiratete Paare die Kosten einer künstlichen Befruchtung steuerlich geltend machen können (Az. III R 47/05). Unverheiratete Paare haben derzeit keinen Anspruch auf Kostenerstattung durch die Krankenkasse.

Dieser Artikel ist hilfreich. 447 Nutzer finden das hilfreich.