Künstliche Befruchtung Meldung

Spermien werden in eine Eizelle injiziert. Bis zu drei Versuche mit dieser Methode bezahlen die Kassen.

Gesetzliche Krankenkassen dürfen einer Frau den Zuschuss für eine künstliche Befruchtung verweigern, wenn diese bereits 42 Jahre alt ist. Nach einem Urteil des Hessischen Landessozialgerichts (Az. L 8 KR 87/05) verstößt die Kasse damit nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz oder den Schutz der Familie.

Damit die Krankenkasse 50 Prozent der Behandlungskosten übernimmt, müssen mehrere Kriterien erfüllt sein:

  • Andere Maßnahmen sind nicht möglich, der Patientin nicht zumutbar oder haben keine Aussicht auf Erfolg.
  • Die Frau muss zwischen 25 und 40 Jahren alt sein, der Mann zwischen 25 und 50.
  • Die beiden Partner müssen verheiratet sein.
  • Die verwendeten Ei- und ­Samenzellen müssen von den beiden Ehepartnern sein.
  • Beide Partner dürfen kein HIV haben und müssen gegen ­Röteln geimpft sein.
  • Ein Behandlungsplan muss der Kasse vor Beginn der ­Behandlung vorliegen.

Je nach Maßnahme bezuschusst die Kasse zwei bis acht Versuche. Auch Paare, die schon ein Kind haben, können Zuschüsse bekommen.

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