Selbstständige Künstler und Publizisten genießen ab dem 1. Juli eine bessere soziale Absicherung. Dann nämlich tritt die Novelle des Künstlersozialversicherungsgesetzes in Kraft. Die Künstlersozialkasse zahlt für die rund 110.000 Versicherten den "Arbeitgeberanteil" zur Kranken- und Rentenversicherung.

Die Berufsanfängerfrist, während der für den Versicherungsschutz kein Mindesteinkommen vorgeschrieben ist, wird auf drei Jahre verlängert. Zusätzlich können Zeiten "angehängt" werden, in denen keine Versicherungspflicht bestanden hat, also beispielsweise Mutterschafts- und Erziehungsurlaub. Künstler und Publizisten mit stark schwankendem Einkommen müssen künftig auch weniger Angst haben, ihren Versicherungsschutz zu verlieren: Die Geringfügigkeitsgrenze darf innerhalb von sechs Jahren bis zu zwei Mal im Jahr unterschritten werden. Verbessert hat sich auch der Schutz im Alter. Künstler und Publizisten kommen jetzt leichter in die beitragsgünstige Krankenversicherung der Rentner. Künftig genügt es, wenn jemand seine selbstständige Künstlertätigkeit vor 1983 aufgenommen hat und von 1985 an bis zum Zeitpunkt des Rentenantrags überwiegend in der Künstlersozialkasse pflichtversichert war.

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