Kündigung in der Probezeit Nur im Einzel­fall unwirk­sam

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Das Landes­arbeits­gericht Rhein­land-Pfalz bestätigte die Kündigung eines allein­erziehenden Vaters in der Probezeit und gab seinem Arbeit­geber Recht (Az. 8 Sa 152/16). Das Gericht hob die Entscheidung der Vorinstanz auf, die zugunsten des Vaters entschieden hatte, der bei seinem kranken Kind daheim geblieben war (Arbeits­gericht Kaisers­lautern, Az. 2 Ca 1639/15). Der Arbeit­geber hatte im Berufungs­verfahren nach­weisen können, dass er schon vor der Erkrankung des Kindes zur Kündigung entschlossen war.

Während der Probezeit darf der Arbeit­geber kündigen, ohne Gründe zu nennen. Die Kündigung ist aber verboten, wenn sie eine Reaktion darauf ist, dass ein Arbeitnehmer seine Rechte nutzt. Auch wegen Form­fehlern sind Kündigungen zuweilen unwirk­sam. Ein offizieller Vertreter des Arbeit­gebers muss sie unter­schreiben. Abteilungs­leiter oder Filialchefs dürfen das oft nicht.

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