Vermieter können ihrem Mieter bereits ab einem Zahlungs­rück­stand von mehr als einer Monats­miete kündigen. Das hat der Bundes­gerichts­hof (BGH) entschieden (Az. VIII ZR 107/12).

Die Richter stellten klar: Ein Mietrück­stand von mindestens zwei Monaten ist nur für eine frist­lose Kündigung erforderlich. Eine ordentliche Kündigung kann der Vermieter schon bei geringeren Mietschulden aussprechen. Dafür gelten die gesetzlichen oder vertraglich vereinbarten Kündigungs­fristen.

Der Mieter hatte monate­lang keine Heiz­kosten­vorschüsse gezahlt und den Rück­stand erst nach der Kündigung und einer Zahlungs­klage des Vermieters beglichen. Er verlor die Wohnung, in der er 40 Jahre lang gelebt hatte.

Ausgeschlossen ist eine ordentliche Kündigung, wenn der Mieter dem Vermieter nicht mehr als eine Monats­miete schuldet und wenn er weniger als einen Monat im Zahlungs­verzug ist.

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