Kündigung Meldung

Pausenvergnügen. Telefonieren auf der Arbeit kann ein Kündigungs­grund sein.

Wer am Schreibtisch Glücks­spiel-Telefonate führt, riskiert seinen Arbeits­platz. Das kann zur Kündigung führen, wie in einem vor dem Landes­arbeits­gericht Düssel­dorf verhandelten Fall. Eine Bürokauffrau hatte in ihren Pausen mehr­mals bei der Gewinn­spiel-Hotline eines lokalen Radio­senders angerufen – über das Firmentelefon. Das kostete ihren Arbeit­geber 50 Cent pro Anruf. Als die Anrufe bekannt wurden, entließ er die Mitarbeiterin ohne vorherige Abmahnung frist­los. Das Landes­arbeits­gericht hielt eine ordentliche Kündigung für angemessen. Der sofortige Raus­schmiss sei in diesem Fall nicht nötig gewesen. Der Arbeit­geber hatte privates Telefonieren weder ausdrück­lich erlaubt noch verboten. Außerdem hatte die Mitarbeiterin in ihren Pausen telefoniert und somit auch keinen Arbeits­zeit­betrug begangen (Az. 12 Sa 630/15).

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