Kühl-Gefrier­kombis im Test

Side by Side: die Doppeltürer

284
Kühl-Gefrier­kombis im Test - Kühl­schränke – stark und spar­sam
Zwei Türen neben­einander. Side by Side braucht Platz. © Stiftung Warentest / Martin Jehnichen

Kühl-Gefrier-Kombinationen mit zwei Flügeltüren heißen Side by Side, French Door oder Multi-door. Was sind deren Besonderheiten?

Kühl-Gefrier­kombis im Test Testergebnisse für 236 Kühlgeräte

Inhalt

Mehr Platz als ein Klavier

Das Trendsegment der Kühl-Gefrier-Kombis sind dicke Schränke mit zwei Flügeltüren, die sich öffnen wie Saloon-Schwingtüren in alten Westernfilmen. Kleinere Varianten heißen oft „French door“, größere „Side-by-Side“. Der selten genutzte Ober­begriff ist „Multi-door“.

Kühl-Gefrier-Kombinationen mit Side-by-Side-Türen sehen schon im Laden imposant aus. Wenn ihre Türen geschlossen sind, sind sie 80 bis über 90 Zenti­meter breit. Zum Vergleich: Eintürige Kombis liegen eher bei 60 bis 70 Zenti­metern Breite. Noch weit mehr Platz brauchen die Doppeltüren, wenn sie geöffnet werden. Bei manchen Modellen kragen die Türen weit nach rechts und links aus, bis alles im Inneren zugäng­lich ist. Da wachsen manche Geräte im Test dann auf über 160 Zenti­meter Breite. Das ist mehr Platz als zum Beispiel ein Klavier braucht.

Mehr Geld und mehr Strom

Side by side kostet schon beim Kauf mehr als eine Stan­dard-Kühl-Gefrier-Kombi. Die Modelle in unserem aktuellen Test waren im Schnitt etwa 300 Euro teurer. Auch die Energieeffizienz­klassen sind etwas schlechter als die üblicher Kombis, sie liegen bei E und F. Die Schwingtürer brauchten im Test generell deutlich mehr Strom als die schmaleren Kombis – was zu weiteren Mehr­kosten von 30 oder 50 Euro pro Jahr bei der Strom­rechnung führt.

Manche bieten mehr Platz

Die Doppeltürer im Test bieten ein nutz­bares Volumen von 316 bis 445 Liter, die Stan­dard-Kollegen zwischen 226 und 389 Liter. Große Breite ist also kein Garant für viel Platz. Manch schmale Stan­dard-Kombi bringt genauso viel oder mehr unter als ein Multi-door-Modell. Teils liegt das daran, dass fünf der neun aktuell getesteten Dick­schiffe einen eingebauten Eiswürfelbereiter in der Tür haben, der Platz frisst.

Kühl-Gefrier­kombis im Test Testergebnisse für 236 Kühlgeräte

284

Mehr zum Thema

  • FAQ Kühlgeräte und Gefriergeräte Antworten auf coole Fragen

    - Die Stiftung Warentest prüft regel­mäßig Kühlgeräte und Gefriergeräte – und erhält viele Leserfragen: Reparieren oder neu kaufen? Was ist wichtig bei Einbau und Betrieb?

  • Lebens­mittel­verschwendung Richtig lagern, weniger wegwerfen

    - Etwa 55 Kilogramm Lebens­mittel pro Kopf landen in Deutsch­land jähr­lich im Müll – 150 Gramm pro Tag. Rund die Hälfte davon wäre vermeid­bar, teilt das...

  • Kühltaschen im Test Viele sind nicht cool

    - Unser Schweizer Part­nermagazin Saldo hat Kühltaschen getestet. Enttäuschend: Nur eine der zehn Stoff­taschen hält Snacks und Getränke über einen längeren Zeitraum kühl.

284 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 24.06.2022 um 11:45 Uhr
Juni-Update

@termlich: Es gibt keinen neuen Testbericht. Die Datenbank hat ein Update mit neuen getesteten Geräten erhalten. Sie können sich selbst aus dem Produktfinder heraus ein Dokument erzeugen.

termlich am 24.06.2022 um 08:29 Uhr
Artikel-Download nicht gefunden

Liebe Redaktion,
es war mir nicht möglich diesen Artikel "Kühl-Gefrierkombis im Test" vom 22.05.22 als PDF herunterzuladen. Lediglich diverse alte Artikel wurden angeboten: "https://www.test.de/Kuehlschraenke-im-Test-4735177-5043943". Schaut Euch das doch bitte einmal an.
Viele Grüße T. Ermlich

Profilbild Stiftung_Warentest am 13.06.2022 um 10:43 Uhr
Filterung und Bewertung Geräusche

@pppkkk: Die Filterung ist nicht kaputt, innerhalb des Produktfinders wird nach dem Qualitätsurteil sortiert. Zu den Geräuschen: Im Labor zeichneten wir die Geräusche jedes Gerätes über einen längeren Zeitraum hinweg auf, der die üblichen Betriebs­zustände einschließ­lich des Ein- und Ausschaltens umfasst. Auf Basis der ermittelten Schall­druck- und Schall­leistungs­pegel sowie der psycho­akustischen Para­meter Lautheit, Schärfe, Rauhig­keit, Schwankungs­stärke, Modulations­grad und Tonhaltig­keit wurde dann unter Zugrundelegung empirischer Hörstudien ein fünf­stufiger Geräusch­qualitäts­index errechnet, der im Urteil abge­bildet wird.

pppkkk am 12.06.2022 um 13:05 Uhr
Filterung und Sortierung nach Geräusch ist kaputt

Wenn ich "besonders leise Geräte" auswähle bekomme ich als zweiten Eintrag den AEG RKB738E5MB mit 40dB(A). Irgendwas ist da kaputt. Und wenn ich dann nach "Geräusch" sortiere ist der sogar erster.
Generell ist es etwas schade, dass dort nur die Herstellerangaben übernommen werden und nicht selbst nachgemessen wird (evtl. dann auch in Sone).

Profilbild Stiftung_Warentest am 31.05.2022 um 07:34 Uhr
Geräuschpegel des Kompressors

@testo22: Das Geräusch eines Kühlgerätes hängt von vielen Faktoren ab, die sich durch die Messung mit Schallmessgeräten nur unzureichend abbilden lassen. So sind die Kompressorlaufzeiten ebenso bedeutend wie die Stufe, auf denen der Kompressor läuft. Das gleiche gilt für Lüftergeräusche, das An- und Ausschalten des Kompressors. Frequenzen, Geräusche des Kühlmittels, Resonanzen und nicht zuletzt die Umgebung des Kühlgerätes können den Geräuscheindruck - und damit die potentielle Belästigung - sehr beeinflussen. Tendenziell erhöhen sich die Kompressorlaufzeiten bei modernen Kompressoren, sie laufen häufig auf kleiner Stufe und können damit besser regeln.
Die von uns gemessenen Geräusche, Angaben in dB(A), finden Sie bei jedem Gerät unter Technische Merkmale. Grundsätzlich ermöglicht die Lautstärkemessung nach Norm nur begrenzte Aussagen zur Lautstärke, die zu Hause gemessen bzw. wahrgenommen werden.
Die Schallleistungspegel sind gerätespezifisch und werden in einem Normraum bestimmt. Im Alltag haben viele Faktoren wie beispielsweise die Größe und Gestaltung des Raums, die Beschaffenheit der Wand, der Standort des Gerätes usw. einen Einfluss darauf, wie ein Geräusch empfunden wird (Schalldruckpegel) und wie laut letztendlich ein Kühlschrank ist.