Kühl-Gefrier­kombis und Kühl­schränke: Die besten Kühlgeräte

Fach­begriffe rund ums Kühlen - das steckt dahinter

Wer einen Kühl­schrank oder eine Kühl-Gefrier-Kombi kaufen will, muss sich mit etlichen Fach­begriffen herum­schlagen: Was bedeutet die Klimaklasse eines Kühl­schranks? Was steckt hinter dem neuen Energielabel? Welche Vorteile bringen Abtau­automatik, Schnell­gefrier­funk­tion und Kalt­lagerfach? Hier geht es zu den Kühlschrank-Tests. Und im Folgenden erläutern wir die wichtigsten Fach­begriffe.

Abtau­automatik (No Frost)

Verhindert die Bildung von Eiskrusten im Inneren. Normaler­weise kondensiert Luft­feuchtig­keit, die zum Beispiel beim Türöffnen ins Gerät dringt, an den kältesten Stellen. Dies sind vor allem die (Wärmeüber­trager-) Flächen des Gefrier­teils, die von eiskalter Kühl­flüssig­keit versorgt werden (Verdampfer). Kühl-Gefriergeräte mit Abtau­automatik sind häufig so konstruiert, dass sich diese kalten Flächen in einem separaten Bereich befinden; ein Ventilator sorgt dafür, dass die Kalt­luft zwischen diesen Flächen und dem Gefrier­gut zirkuliert (hier finden sie Kühlschränke mit No-Frost-Technik).

Um Eiskrusten vorzubeugen, sorgt die Abtau­automatik dafür, dass der Kompressor gelegentlich den Kühl­vorgang unterbricht. Eine integrierte Heizung sorgt dann sehr kurz­zeitig dafür, dass das Eis von den Verdampferflächen abtaut und das Wasser aus dem Gerät fließt. Meist wird es zum warmen Kompressor geleitet, wo es verdunstet.

Im Angebot sind auch Geräte, die nur noch seltener abge­taut werden müssen (siehe „Low-Frost-Technik“).

Energieeffizienz­klasse

Siehe -> Energielabel.

Energielabel

Das Energielabel benennt Effizienz­klassen für elektrische Geräte und soll es den Verbrauche­rinnen und Verbrauchern erleichtern, Strom – und damit auch Geld und Kohlen­dioxid­emissionen – einzusparen. Ab dem 1. März 2021 werden den Geräten neue Energielabel beigefügt, sie lösen das bisherige Energielabel ab. Der Grund: Immer neue Effizienz­klassen am oberen Ende der Skala wie A++ und A+++ haben die Aussagekraft des Labels eher vermindert. Viele Gefriergeräte waren in den letzten Jahren zudem so spar­sam geworden, dass sie in der effizientesten Klasse A+++ landeten.

Jetzt wird die Effizienz nicht mehr nach den Klassen A+++ bis D, sondern von A bis G einge­teilt. Die spar­samste Klasse A bleibt erst einmal frei − als Anreiz für die Hersteller, noch spar­samere Geräte zu entwickeln, damit sie in Zukunft wieder zu den „Klassen­besten“ gehören. Das neue Label bietet − wie schon das alte − zusätzliche Informationen über Raum­inhalt, Schall­emissionen und jähr­lichen Energieverbrauch der Geräte. Ein QR-Code in der oberen rechten Ecke des neuen Labels führt zur europäischen Produkt­daten­bank EPREL, wo sich schon vor dem Kauf weitere Informationen über den Kühl­schrank abrufen lassen.

Gebrauchs­volumen

Wird im Test ermittelt. Es ist der Raum, der in sämtlichen Fächern, Körben und Einschüben für Gefrier­gut zur Verfügung steht. Das für Verbraucher relevante Gebrauchs­volumen ist oft deutlich geringer als das -> Nutzvolumen (auch als Nettovolumen bezeichnet).

Kalt­lagerfach

Vom normalen Kühl­bereich abge­trenntes Spezialfach zum Aufbewahren empfindlicher, leicht verderb­licher Lebens­mittel (zum Beispiel Meeresfrüchte). Die Lager­temperatur liegt hier im Bereich des Gefrier­punktes – bei minus 2 bis plus 3 Grad Celsius. Einige Geräte besitzen sogar zwei solche Spezialfächer, eines davon für Möhren, Brokkoli und Co (Testergebnisse von Kühlschränke mit Kaltlagerfach.

Vorsicht beim Kauf: Verbraucher sollten diese echten Kalt­lagerfächer nicht mit normalen Gemüsefächern verwechseln oder mit anderen Einschüben, die von den Anbietern fantasievoll beworben werden. Derartige Kühlfächer sind zwar möglicher­weise ebenfalls relativ kühl, aber gewähr­leisten meist nicht die für echte Kalt­lagerfächer geforderte Temperatur in der Nähe des Gefrier­punktes. Verbraucher können echte Kalt­lagerfächer daran erkennen, dass ihr Volumen auf dem Typenschild separat ausgewiesen ist (Testergebnisse von Kühlschränken mit Kaltlagerfach).

Kälte­mittel

Durch­strömt den Kühl­kreis­lauf, wenn der Kompressor arbeitet. Es besteht heut­zutage aus R600a (Isobutan). Diese Substanz ist klimarelevant, erhöht also den Treib­haus­effekt. Allerdings schädigt sie nicht die Ozon­schicht der Atmosphäre. Teilhalogenierte, ozon­schicht­zerstörende Kälte­mittel sind in Europa in Haus­halts­kühlgeräten verboten.

Klimaklasse

Informiert über die Umge­bungs­temperaturen, für die sich ein Kühl­schrank eignet. Gebräuchlich ist in Mittel­europa die Klimaklasse SN-T (Subnormal bis tropisch), bei der die Außen­temperatur zwischen plus 10 und plus 43 Grad Celsius liegen darf. Die Klimaklasse N (Normal) eignet sich nur für Außen­temperaturen von plus 16 bis 32 Grad, also eventuell nicht für den im Winter kälteren Keller.

Kompressor

Pumpe, die das Kälte­mittel verdichtet (komprimiert), so dass es sich unter Druck stark erwärmt. Diese Wärmeenergie wird via Wärmeüber­trager (oft rippen­artige Gitter­konstruktionen auf der Geräter­ückseite) an die Raum­luft abge­geben. Moderne Kompressoren arbeiten mit elektronischer Steuerung (zum Beispiel „Inverter“). Sie passen ihre Leistung dem Kühlbedarf an. Oft laufen sie länger und öfter als klassische Modelle, benötigen dabei aber meist weniger Strom.

Kühl­kreis­lauf

Wird vom Kälte­mittel durch­strömt. Der Kompressor verdichtet dieses; es erwärmt sich dabei. Wärmeüber­tragerflächen (meist auf der Geräte­rück­seite) leiten die Wärme an die Außen­luft ab; das Kälte­mittel kühlt sich dabei ab. Anschließend sorgt ein Ventil dafür, dass sich das Kälte­mittel entspannt und dabei eiskalt wird. So durch­strömt es bei Kühl-Gefrier-Kombis meist als erstes die Wärmeüber­tragerflächen im Gefrier­teil. Da das Kälte­mittel deutlich kälter als minus 18 Grad Celsius ist, kann es hier Wärme aufnehmen; der Innenraum erzielt so die gewünschten Minusgrade.

Zusätzlich kann das Kälte­mittel auch den Kühl­bereich abkühlen. Dafür gibt es mehrere tech­nische Möglich­keiten. Besonders bedarfs­gerecht lassen sich die Temperaturen regeln, wenn Gefrier­teil, Kühl­teil und gegebenenfalls auch das Kalt­lagerfach über separate Kühl­kreisläufe mit eigenen Temperaturfüh­lern und Thermostaten verfügen. Egal welche Technik gewählt wird: In jedem Fall verdampft Kälte­mittel an Wärmeüber­tragerflächen und strömt im Kühl­kreis­lauf gasförmig zurück zum Kompressor.

Low-Frost-Technik

Soll die Bildung von Reif und Eiskrusten im Gefrier­teil verringern, erspart aber im Gegen­satz zu No Frost nicht völlig das Abtauen. Versucht wird zum Beispiel, die von außen ins Gerät gelangende Luft­feuchtig­keit zu verringern. Einer anderen Strategie dient eine Metall­platte, die an besonders kalter Position in das Gefrier­teil einge­setzt wird. Diese muss der Nutzer dann von Zeit zu Zeit heraus­nehmen, vom Eis befreien und wieder einsetzen.

Nettovolumen

Siehe -> Nutzvolumen.

No Frost

Siehe -> Abtau­automatik.

Nutzvolumen

Wird vom Anbieter auf dem -> Energielabel deklariert. Bestimmt wird es ohne heraus­nehm­bare Einbauten (zum Beispiel Einschübe) und ist daher eher eine theoretische Größe. Das von den Anbietern angegebene Nutz- beziehungs­weise Nettovolumen ist daher oft deutlich größer als das Gebrauchs­volumen, das wir im Test ermitteln.

Schnell­kühl­funk­tion

Auch Supercool genannt. Diese Funk­tion hilft zum Beispiel beim Getränkekühlen vor einer Party. Ist sie akti­viert, kühlt das Innere des Kühl­teils schneller ab. Ob die Temperatur­regelung des Kühl­schranks dabei Frostgefahr zum Beispiel im Gemüsefach verhindert, wird im Test über­prüft. Die Schnell­kühl­funk­tion kann vor allem bei Geräten hilf­reich sein, die ihre Nutzer normaler­weise energiesparend mit Kühl­temperaturen von 6 Grad Celsius oder mehr betreiben. Hier kann sich die per Tasten­druck gesteigerte Abkühl­leistung deutlich auswirken.

Schnell­gefrier­funk­tion

Auch Superfrost genannt. Diese Funk­tion hilft beim Einfrieren größerer Lebens­mittel­mengen. Ist sie akti­viert, kühlt das Innere des Gefrier­teils schneller ab, die Temperatur sinkt unter die üblichen minus 18 Grad Celsius. Dafür muss der Kompressor häufiger anspringen, länger laufen oder mit erhöhter Leistung arbeiten. Da dies den Strom­verbrauch erhöht, schalten aktuell verkaufte Geräte die Schnell­gefrier­funk­tion in der Regel nach spätestens 72 Stunden auto­matisch ab.

Strom­kosten

Werden berechnet, indem der Energieverbrauch (Kilowatt­stunden pro Jahr) mit dem aktuellen mitt­leren Strom­preis (derzeit 0,31 Euro pro Kilowatt­stunde) und der voraus­sicht­lichen Nutzungs­dauer (15 Jahre) multipliziert wird.

Supercool

Siehe -> Schnell­kühl­funk­tion.

Superfrost

Siehe -> Schnell­gefrier­funk­tion.

Temperaturstabilität beim Lagern

Wird im Test bei verschiedenen Umge­bungs-/Raum­temperaturen ermittelt. Die Bewertung dieses Prüfkriteriums informiert darüber, ob und wie gut es einem Kühlgerät gelingt, die einge­stellten Lager­temperaturen (zum Beispiel plus 4 Grad Celsius im Kühl­teil) im Innern einzuhalten. Geprüft wird dies bei verschiedenen Umge­bungs­temperaturen.

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