Kühl-Gefrier­kombination im Test 2021: Die besten Kühl­schränke und Kombis

Strom­kosten – wann der alte Kühl­schrank raus muss

Kühl-Gefrier­kombination im Test 2021 - Die besten Kühl­schränke und Kombis

Strom­kosten. Ein alter Kühl­schrank kann ordentlich Energie fressen. Prüfen Sie, ob ein Austausch Strom und Geld sparen könnte.

Einen alten Kühl­schrank wegen der Strom­kosten gegen einen neuen zu tauschen, lohnt sich nicht immer. Wirt­schaftlich ist das oft nur, wenn der alte Kühl­schrank ein Strom­fresser und das neue Gerät spar­sam und relativ preis­wert ist. Mit unserer Muster­rechnung kommen Sie zur Entscheidung.

Kühl­schrank ersetzen oder behalten?

Schritt 1: Verbrauch des Kühl­schranks messen

Bestimmen Sie als erstes mit einem Strom­mess­gerät, wie viel Energie ihr alter Kühl­schrank verbraucht. Messen Sie mindestens 24 Stunden lang, besser ist eine Woche. Um das Mess­ergebnis nicht zu verfälschen, sollten Sie im Mess­zeitraum nicht unüblich viele oder wenige Lebens­mittel lagern. Auch die Umge­bungs­temperaturen sollten nicht ungewöhnlich sein – Frühling und Herbst eignen sich besonders.

Tipp: Viele Stadt­werke, verschiedene Initiativen sowie alle Verbraucherzentralen verleihen Strom­mess­geräte kostenlos – in der Regel für zwei Wochen, gegen Vorlage des Personal­ausweises und meist gegen Kaution. Das Mess­gerät wird zwischen Gerät und Steck­dose geschaltet.

Schritt 2: Jähr­lichen Strom­verbrauch hoch­rechnen

Richtig einge­stellt, gibt das Mess­gerät den Verbrauch in Kilowatt­stunden (kWh) an. Haben Sie eine Woche lang gemessen, multiplizieren Sie das Ergebnis mit 52, um auf den jähr­lichen Strom­verbrauch zu kommen. Für eine alte, viel Energie verbrauchende Kühl-Gefrier-Kombi haben wir für unseren Musterfall mit 9,25 Kilowatt­stunden in der Woche kalkuliert:

Jähr­licher Strom­verbrauch altes Gerät: 9,25 kWh pro Woche x 52 Wochen pro Jahr = 481 kWh pro Jahr

Schritt 3: Strom­verbrauch mit neuem Gerät vergleichen

Haben Sie den Strom­verbrauch für Ihren eigenen alten Kühl­schrank aufs Jahr hoch­gerechnet, müssen Sie den Verbrauch mit einem neuen Gerät vergleichen, das für Sie infrage käme. Für die Kühlschränke in unserer Test-Datenbank geben wir dem Strom­verbrauch pro Jahr bei geringer Nutzung an. Diese Werte sind kostenlos.

Für unsere Beispiel­rechnung schauen wir uns zwei aktuell getestete Kühl-Gefrier­kombinationen an: Die spar­samste Einbaukombi des jüngsten Test-Durch­gangs verbraucht bei geringer Nutzung 124 Kilowatt­stunden im Jahr, die spar­samste frei stehende Kombi 153 Kilowatt­stunden. Die Differenz zum alten Gerät entspricht der maximal möglichen Ersparnis. Beachten Sie, dass wir unseren Angaben immer eine geringe Nutzung zugrunde legen. Nutzen Sie ihr Gerät in der Mess­phase sehr intensiv, sind die errechneten Werte tendenziell zu hoch.

Eine Orientierung beim Kauf eines neuen Kühl­schranks bietet Ihnen das Energielabel, das zum 1. März 2021 erneuert wird. Die Energieeffizienz wird dann in die Klassen A bis G einge­teilt und nicht mehr wie bisher in die Klassen A+++ bis D. Das Label informiert zudem über den jähr­lichen Energieverbrauch in Kilowatt­stunden, die Summe der Raum­inhalte der Kühlfächer und die Schall­emissionen. Über einen QR-Code in der oberen rechten Ecke des Labels lassen sich schon vor dem Kauf weitere Informationen aus der europäischen Produkt­daten­bank EPREL abrufen. Für die Verbrauche­rinnen und Verbraucher lohnt es sich, auf das Energielabel zu achten: Der Wechsel zu einem effizienteren Gerät kann jähr­lich bis zu 200 Euro an Strom­kosten einsparen.

Verbrauchs­ersparnis bei frei stehender Kombi: 481 kWh pro Jahr minus 153 kWh pro Jahr = maximal 328 kWh pro Jahr

Verbrauchs­ersparnis bei Einbaukombi: 481 kWh pro Jahr minus 124 kWh pro Jahr = maximal 357 kWh pro Jahr

Schritt 4: Das jähr­liche Spar­potenzial ausloten

Diese Differenz im Strom­verbrauch multiplizieren wir mit 0,31 Euro – so viel kostet im Durch­schnitt eine Kilowatt­stunde. Oder Sie wählen Ihren aktuellen Verbrauchs­preis pro Kilowatt­stunde. Auf diesem Wege finden Sie heraus, was die Verbrauchs­ersparnis maximal für Sie wert ist – zumindest, so lange der Strom­preis nicht steigt.

Maximales Spar­potenzial bei Wechsel auf moderne frei stehende Kombi: 328 kWh pro Jahr x 0,31 Euro ~102 Euro pro Jahr

Maximales Spar­potenzial bei Wechsel auf moderne Einbaukombi: 357 kWh pro Jahr x 0,31 Euro ~ 111 Euro pro Jahr

Schritt 5: Amortisations­zeitraum ermitteln

Um abzu­schätzen, wann sich die Investition in ein neues Kühlgerät ungefähr bezahlt machen würde, teilen Sie den Anschaffungs­preis der neuen Kühl-Gefrier­kombination durch die zuvor berechnete jähr­liche Ersparnis. Die spar­samste frei stehende Kombi aus unserem aktuellen Test kostet etwa 610 Euro, das spar­samste Einbaugerät etwa 1 240 Euro:

Moderne frei stehende Kombi macht sich frühestens bezahlt nach: 610 Euro: 102 Euro pro Jahr ~ 6 Jahre

Moderne Einbaukombi macht sich frühestens bezahlt nach: 1 240 Euro: 111 Euro pro Jahr ~ 11,2 Jahre

Fazit: Vor dem Wechsel lieber genau rechnen

Für unser Beispiel haben wir mit einem Altgerät gerechnet, das mit einem jähr­lichen Verbrauch von 481 Kilowatt­stunden bei geringer Nutzung ein ziemlicher Strom­fresser ist. Die Rechnung zeigt, dass es selbst in so einem Fall recht lange dauern kann, bis sich teure, energiespar­same Kühlgeräte auszahlen. In unserem Beispiel der Einbaukombi rechnet es sich frühestens nach mehr als 11 Jahren. Schneller kann sich der Kauf eines energieeffizienten Kühlgerätes auszahlen, wenn das alte Gerät sehr viel verbraucht und Ihr neuer Wunsch­kandidat spar­sam und günstig ist – so wie die frei stehende Kühl-Gefrier­kombination in unserem Beispiel.

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Die Strom­kosten minimieren

Weichen­stellung beim Kauf

  • Auf Energielabel achten. Seit den Neunziger­jahren vergibt die EU-Kommis­sion das Energielabel für elektrische Geräte, um es den Verbrauche­rinnen und Verbrauchern zu erleichtern, Strom – und damit auch Geld und Kohlen­dioxid­emissionen – einzusparen. Das Label informiert nicht nur über die Energieeffizienz­klasse der Geräte, sondern auch über den jähr­lichen Energieverbrauch in Kilowatt­stunden, die Volumina der Kühlfächer sowie die Schall­emissionen der Geräte. Ab dem 1. März 2021 werden Kühl- und Gefriergeräten neue Energielabel beigefügt, sie lösen das bisherige Energielabel ab. Was sich dabei ändert, steht in unserem Special Energielabel. In jedem Fall lohnt es sich, beim Strom­verbrauch genau hinzuschauen: Der Wechsel zu einem effizienteren Gerät kann jähr­lich bis zu 200 Euro an Strom­kosten einsparen.
  • Voraus­schauen. Ein heute gekauftes Kühl- und/oder Gefriergerät kann locker 15 Jahre alt werden – mit großer Wahr­scheinlich­keit wird es sogar deutlich länger leben. Während dieser langen Zeit summiert sich der Energieverbrauch auf einige tausend Kilowatt­stunden. Unsere Test­daten­bank zeigt die voraus­sicht­lichen Strom­kosten für die nächsten 15 Jahre – auf der Basis heutiger Strom­preise. Falls sich elektrische Energie in Zukunft verteuern sollte, wäre die Belastung umso stärker.
  • Effizienz wählen. Jedes Kühl- und/oder Gefriergerät benötigt Strom, um zwei Aufgaben zu erledigen: Es muss hinein­gelegte Lebens­mittel abkühlen und sie dauer­haft bei bestimmten Temperaturen lagern. Mit wenigen Klicks können Sie aus unserem Kühlschrank-Test energiesparende Geräte heraus­filtern, die beide Aufgaben mit geringem Strom­verbrauch erledigen.
  • Optimale Größe. Über­legen Sie genau, wie viel Fassungs­vermögen Ihr Kühlgerät tatsäch­lich haben muss. Große Kühl­schränke bieten zwar einer­seits vielfältige Lager­möglich­keiten und Über­sicht­lich­keit, anderer­seits verbrauchen sie im Vergleich zu kleineren Modellen mehr Strom. Achten Sie daher nicht nur auf die Effizienz-Note für den Strom­verbrauch, sondern auch auf die in der Test­daten­bank genannten Kilowatt­stunden pro Jahr sowie auf die berechneten Strom­kosten in 15 Jahren: Vergleichen Sie Geräte unterschiedlicher Größe miteinander – und entscheiden Sie sich im Zweifel gegen ein unnötig großes Volumen. Entscheidend ist das von uns ermittelte praxis­relevante Gebrauchs­volumen.
  • Alte Schätz­chen. Altgeräte sind mitunter wahre Strom­fresser. Vor allem dann, wenn im Laufe der Zeit die Dichtung gelitten hat. Testen können Sie dies mit einer Taschen­lampe, die Sie ins Gerät legen: Dringt deren Licht bei geschlossener Tür in die nächt­lich dunkle Küche, besteht Hand­lungs­bedarf. Alte Dichtungen lassen sich oft austauschen. Den Energieverbrauch können Sie mit einem Strommessgerät prüfen.

Den besten Aufstell­ort finden

  • Kühle Umge­bung. Den Energieverbrauch können Sie dauer­haft gering halten, wenn Sie die Kühlgeräte nicht neben Wärmequellen aufstellen. Meiden Sie zum Beispiel die Nähe zu Heizkörpern und Back­öfen oder einen Stand­ort im prallen Sonnenlicht am Südfenster.
  • Eine Frage der Raum­temperatur. Bei Hitze werden Kühl­schränke stromhung­rig, wie unsere Messungen belegen. Das über­rascht zwar nicht, zeigt aber: Ein spar­sames Gerät nützt wenig, wenn es neben dem Back­ofen steht. Und manche Kleine verbrauchen mehr als spar­same Große.
Kühl-Gefrier­kombination im Test 2021 - Die besten Kühl­schränke und Kombis

Strom sparen im Alltag

  • Schnell abkühlen. Viele Kühl- und Gefriergeräte verfügen über spezielle Funk­tionen, um Lebens­mittel schnell abkühlen oder einfrieren zu können. Wird derartiges Supercool- oder Superfrost akti­viert, kühlt die Kälte­maschine intensiver – und zieht mehr Strom aus der Steck­dose. Deshalb sollten Sie die Funk­tionen nur dann akti­vieren, wenn größere Mengen frischer Lebens­mittel in die Kälte kommen.
  • Kühl trans­portieren. Kühlboxen und Kühltaschen schützen beim Einkaufen die Ware aus dem Kühl­regal vorm Aufwärmen und die Tiefkühl­kost vorm Auftauen. Der „Kühl­trans­port“ beugt vorschnellem Verderben vor und spart oben­drein Strom: Je weniger Arbeit das Gerät hat, um Pizza, Joghurt & Co nach dem Trans­port wieder auf Soll-Temperaturen abzu­kühlen, desto güns­tiger.
  • Schnell zurück. Lassen Sie Milch, Käse und andere Lebens­mittel nicht unnötig lange auf dem Früh­stücks- oder Abend­brottisch stehen. Je weniger sie sich dort erwärmen, desto weniger Zeit und Energie braucht der Kühl­schrank fürs erneute Abkühlen.
  • Draußen abkühlen. Gekochtes gehört möglichst erst nach dem Abkühlen ins Gerät. Getränkekisten sollten Sie nach dem Kauf an einem möglichst kühlen Ort lagern, damit Sie die Flaschen schon etwas vorgekühlt in den Kühl­schrank stellen können.
  • Abtauen. Sofern das Gefrier­teil Ihres Gerätes über keine No-Frost-Abtau­automatik verfügt, sollten Sie es mindestens einmal jähr­lich abtauen. So beugen Sie allzu dicken Eiskrusten auf den Wärmeüber­tragern vor und erhöhen die Effizienz des Kühl­kreis­laufs. Optimal funk­tioniert das, wenn das Gerät zufäl­lig gerade fast leer ist (etwa vor der neuen Ernte­saison) oder an eiskalten Winter­tagen: Sie können die Tiefkühl­kost dann während der Abtau­zeit – gut verpackt – auf Terrasse oder Balkon „parken“.
  • Anleitung beachten. Lesen Sie die Bedienungs­anleitung. Mitunter finden sich hier weitere nützliche Tipps zum Energiesparen.
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