Kühl-Gefrier­kombis im Test

Strom­kosten beim Kühl­schrank sparen

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Kühl-Gefrier­kombis im Test - Kühl­schränke – stark und spar­sam
Betriebs­kosten Kühl­schrank. Hier erfahren Sie, wann der alte Strom­fresser raus sollte. © mauritius images / Chromorange

Kühlgeräte können 15 Jahre alt werden. In dieser Zeit läppert sich der Strom­verbrauch. Mit unseren Tipps zu Kauf, Küchenplanung und Betrieb sparen Sie Strom und Geld.

Kühl-Gefrier­kombis im Test Testergebnisse für 260 Kühlgeräte

Strom­kosten beim Kauf einkalkulieren

Wenn ein neuer Kühl­schrank her muss, sollten Sie unbe­dingt die lang­fristigen Strom­kosten einkalkulieren. Denn der Strom­verbrauch eines Kühl­schranks kann im Laufe der Lebens­dauer den Kauf­preis um ein Vielfaches über­steigen. Bei steigenden Energiepreisen gilt das umso mehr. In unseren Tests zeigt sich immer wieder, dass vermeintliche Schnäpp­chen lang­fristig teuer werden können.

In unserer Testdatenbank geben wir die voraus­sicht­lichen Strom­kosten für die nächsten 15 Jahre an – auf der Basis aktueller Strom­preise. Aktuell (Stand Juli 2022) nehmen wir einen Preis von 0,34 Euro pro Kilowatt­stunde an. Die lang­fristigen Strom­kosten berechnen wir, indem wir den im Test gemessenen Energieverbrauch mit der voraus­sicht­lichen Nutzungs­dauer von 15 Jahren multiplizieren.

Grafik: Strom­kosten und Anschaffungs­kosten

Kühl-Gefrier­kombis im Test - Kühl­schränke – stark und spar­sam
© Stiftung Warentest

Alten Kühl­schrank austauschen – wann lohnt es sich?

Alte Kühlgeräte können mitunter wahre Strom­fresser sein. Aber wann ist ein Austausch finanziell sinn­voll? Und wann lohnt er sich für die Umwelt?

Wann rechnet sich der Kühl­schrank-Tausch?

Moderne Kühlgeräte, die in unseren Tests mit guten oder gar sehr guten Noten abschneiden, kosten oft einige hundert Euro. Deshalb lohnt sich der Austausch finanziell nur, wenn ein richtiger Strom­fresser gegen ein sehr spar­sames Neugerät getauscht wird. Wir zeigen wir Ihnen, wie Sie grob abschätzen können, ob und wann sich ein Neukauf rechnet:

  • Energieverbrauch messen. Den Energieverbrauch des Altgeräts können Sie mit einem Strommessgerät prüfen. Ermitteln Sie den Verbrauch am besten über einen längeren Zeitraum, beispiels­weise eine Woche. Wählen Sie einen Zeitraum ohne Temperatur­extreme und versuchen Sie, das Gerät möglichst wenig zu nutzen. Das ist wichtig, da wir den Strom­verbrauch im Test auch bei einer sehr geringen Nutzung messen.
  • Jahres­verbrauch berechnen. Den gemessenen Energieverbrauch rechnen Sie aufs Jahr hoch. Bei einer zehn­tägigen Messung teilen Sie beispiels­weise durch 10 und rechnen dann mal 365, um auf den Jahres­verbrauch zu kommen.
  • Wunsch­gerät vergleichen. Suchen Sie sich in unserer Testdatenbank den Jahres­energieverbrauch Ihres Wunsch­geräts heraus und berechnen Sie die Differenz im Strom­verbrauch, indem Sie die Werte subtrahieren.
  • Spar­potenzial berechnen. Diesen Wert (in Kilowatt­stunden) multiplizieren Sie mit Ihrem aktuellen Strom­preis pro Kilowatt­stunde, um das jähr­liche Spar­potenzial (in Euro) zu erhalten. Wenn Sie den Kauf­preis Ihres Wunsch­geräts durch diese jähr­lich einge­sparten Strom­kosten teilen, erfahren Sie, wie viele Jahre es ungefähr dauert, bis sich das neue Gerät auszahlt.

Da Produktion und Entsorgung einen großen Anteil an der Ökobilanz eines Kühlgeräts haben, lohnt sich der Austausch auch für die Umwelt längst nicht in jedem Fall. Ein altes Kühlgerät durch ein neues, spar­sames Modell zu ersetzen, ist laut Umwelt­bundes­amt und Ökoinstitut nur selten ökologisch sinn­voll:

  • Noch funk­tionierende Geräte sollten nur getauscht werden, wenn das Gerät vor dem Jahr 2005 gekauft wurde oder ein altes Energielabel mit Klasse B oder schlechter trägt.
  • Altgeräte der Klasse A+ oder A sollten spätestens bei einem Defekt durch einen neuen, effizienten Kühl­schrank ersetzt werden.
  • Für moderne, effiziente Modelle gilt: So lange wie möglich reparieren.

Tipp: Bei älteren Geräten können defekte Dichtungen für einen erhöhten Energieverbrauch verantwort­lich sein. Das können Sie einfach erkennen und beheben: Legen Sie eine Taschen­lampe ins Gerät und verdunkeln Sie den Raum. Dringt bei geschlossener Tür Licht aus dem Kühl­schrank, besteht Hand­lungs­bedarf. Alte Dichtungen lassen sich oft austauschen.

Energielabel als erster Anhalts­punkt

Ohne große Strom­preis-Rechnereien gibt das Energielabel im Laden und im Online-Shop einen ersten Anhalts­punkt für den Strom­verbrauch eines Kühlgerätes. Das Label informiert über die Energieeffizienz­klasse der Geräte und auch über den jähr­lichen Energieverbrauch in Kilowatt­stunden, die Volumina der Kühlfächer sowie die Schall­emissionen der Geräte.

Zum 1. März 2021 hat das Energielabel für Kühlgeräte ein Update erhalten. Der Grund: Viele Kühl­schränke und Kühl-Gefrier­kombis sind in den letzten Jahren so spar­sam geworden, dass sie in der effizientesten Klasse A+++ landeten, ein Unterschied war anhand des Labels kaum noch zu erkennen.

Neues Energielabel für Kühl­schränke und Kombis

Die augen­fälligste Änderung des neuen Labels: Die Effizienz­klassen werden nicht mehr von A+++ bis D, sondern von A bis G einge­teilt. Die spar­samste Klasse A bleibt erst einmal frei − als Anreiz für die Hersteller, noch spar­samere Geräte zu entwickeln, damit sie in Zukunft wieder zu den Klassen­besten gehören.

Auch die Mess­verfahren haben sich verändert, deshalb lässt sich die Energieeffizienz­klasse älterer Geräte nicht 1:1 mit der neuer Geräte vergleichen.

Details zum neuen Label – auch zu anderen Elektrogeräten wie Geschirr­spülern und Fernsehern – haben wir zusammengefasst im Special Energielabel: Das bedeuten die neuen Etiketten.

Mit wenigen Klicks können Sie aus unserem Kühlgeräte-Test energiesparende Kühl­schränke und Kühl-Gefrier­kombinationen heraus­filtern, die mit geringem Strom­verbrauch sowohl kühlen als auch einfrieren.

Küchenplanung: Den besten Aufstell­ort finden

Bei Hitze werden Kühl­schränke stromhung­rig, wie unsere Messungen (siehe Grafik unten) belegen. Ein spar­samer kleiner Kühl­schrank braucht bei 10 Grad Celsius Raum­temperatur nur etwa 18 Kilowatt­stunden im Jahr. Bei 25 Grad sind es bereits rund viermal so viel, bei 32 Grad sogar sechs­mal so viel.

Kühl-Gefrier­kombis im Test - Kühl­schränke – stark und spar­sam
© Erfurth Kluger Infografik

Das über­rascht zwar nicht, zeigt aber: Durch eine geschickte Küchenplanung können Sie den Energieverbrauch des Kühlgeräts beein­flussen. Den optimalen Platz stellt eine kühle Außenwand, fern von Wärmequellen wie Heizung, Ofen, Herd oder praller Sonne dar.

Damit Einbaugeräte zuver­lässig und effizient kühlen, müssen sie gut ablüften. Klären Sie, wie viel Platz seitlich und nach hinten bleiben muss – das beschreiben die Anbieter oft in den Gebrauchs­anleitungen. Im Test fordern einige Anbieter bis zu fünf Zenti­meter Luft nach hinten. Wichtig sind auch belüftete Rück­wände und Böden im Einbaumöbel.

So arbeiten Kühl­schrank und Kombi spar­sam

Auch bei der Nutzung im Alltag können Sie das Kühlgerät dabei unterstützten, effizienter für Kälte zu sorgen.

  • Nur so kalt wie notwendig. Als Faust­regel gilt: Ein Grad wärmer im Kühl­schrank, bringt 6 Prozent Strom­ersparnis. Lagern sie keine schnell verderb­lichen Lebens­mittel wie frisches Fleisch, frischen Fisch oder Meeresfrüchte im Kühlgerät, können Sie ihn bedenkenlos auf 6 Grad Celsius einstellen.
  • Schnell­kühl-Funk­tionen selten nutzen. Viele Kühl- und Gefriergeräte verfügen über spezielle Funk­tionen, um Lebens­mittel schnell abkühlen oder einfrieren zu können. Wird derartiges Supercool- oder Superfrost akti­viert, kühlt die Kälte­maschine intensiver – und zieht mehr Strom aus der Steck­dose. Deshalb sollten Sie die Funk­tionen nur dann akti­vieren, wenn größere Mengen frischer Lebens­mittel in die Kälte kommen.
  • Lebens­mittel kühl trans­portieren. Kühlboxen und Kühltaschen schützen einge­kaufte Lebens­mittel vorm Aufwärmen und die Tiefkühl­kost vorm Auftauen. Das beugt schnellem Verderben vor und spart Strom: Je weniger Arbeit der Kühl­schrank hat, Lebens­mittel nach dem Trans­port wieder auf Soll-Temperaturen abzu­kühlen, desto güns­tiger.
  • Lebens­mittel schnell zurück­stellen. Lassen Sie Milch, Käse und andere Lebens­mittel nicht unnötig lange auf dem Esstisch stehen. Je weniger sie sich dort erwärmen, desto weniger Zeit und Energie braucht der Kühl­schrank fürs erneute Abkühlen.
  • Gekochtes ganz abkühlen lassen. Gekochtes gehört möglichst erst nach dem Abkühlen ins Gerät. Getränkekisten sollten Sie nach dem Kauf an einem möglichst kühlen Ort lagern, damit Sie die Flaschen schon etwas vorgekühlt in den Kühl­schrank stellen können.
  • Eis regel­mäßig abtauen. Sofern das Gefrier­teil Ihres Gerätes über keine No-Frost-Abtau-Auto­matik verfügt, sollten Sie es mindestens einmal jähr­lich abtauen. So beugen Sie allzu dicken Eiskrusten auf den Wärmeüber­tragern vor und erhöhen die Effizienz des Kühl­kreis­laufs. Optimal funk­tioniert das, wenn das Gerät gerade fast leer ist oder an eiskalten Winter­tagen: Sie können die Tiefkühl­kost dann während der Abtau­zeit – gut verpackt – auf Terrasse oder Balkon parken.
  • Anleitung beachten. Lesen Sie die Bedienungs­anleitung. Mitunter finden sich auch darin weitere nützliche Tipps zum Energiesparen.

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294 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 05.10.2022 um 09:31 Uhr
Testwunsch kleine Kühlschränke

@floh232017: In unserer Produktdatenbank der getesteten Kühlschränke finden Sie auch Geräte bis 150 cm Höhe, davon sind derzeit 16 kleine Kühlgeräte erhältlich.
Ihre Anregung zum Testen von kleinen Kühlschränken wie dem genannten Telefunken-Kühlschrank leiten wir gerne an das zuständige Untersuchungsteam weiter. Vielen Dank dafür.

flo232017 am 04.10.2022 um 16:03 Uhr
kleiner Kühlschrank

Den hab ich in der Produktdatenbank gefunden, bei Idealo gelistet seit 2021. Telefunken CF-32-151-W. Soll relativ wenig verbrauchen, dafür das der auch ein Gerfrierfach hat.
Dann hätten Sie auch mal einen kleineren getestet. Es kommt ja schließlich nicht nur auf Effizienz sondern auch auf Suffizienz an. Ich hab oft den Eindruck das die Stiftung Warentest zum Konsum immer neuerer größerer Geräte anregt, oder diese Anregung vom sog. Mainstream oder "der Gesellschaft" oder dem Angebot kopiert oder spiegelt.
Die Geräte die Sie testen passen bei mir zudem so gut wie gar nicht in die Küche, kaum Platz.

MHeise am 31.08.2022 um 14:36 Uhr
@Steph311 Zu kaltes Gemüsefach

Zumindest meine 10 Jahre alte Liebherr-Kombi hat das Problem nicht. Die hat 2 3Grad Schubladen (eine trocken, eine feucht). Das habe ich am Anfang geprüft und die Abweichung bei einem Normthermometer war weniger als 1 Grad. - ich war extrem überrascht, wie exakt die Temperatur eingehalten wurde, weil ich da auch skeptisch war - so nahe dem Gefrierpunkt.
Es könnte sein, dass bei neuen Modellen die Hersteller zu viel wollen. Die 3 Grad sind genial.

MHeise am 31.08.2022 um 14:31 Uhr
Rate zu frei stehender Kombi

Es gibt dafür verschiedene Gründe:
1) Platz: Einbaugeräte werden in einen Schrank geschoben, der einen Sockel und Seitenwände hat. Somit steht hier viel weniger Innenraum zur Verfügung. Vergleich: Bosch KIS87ADD0 (143l Kühlteil / 44 Gefrierteil) zu freistehendem Gerät: Bosch KGE398IBP 181/67
2) Preis: Freistehenden Geräte sind günstiger: 1230/930 EUR
3) Verbrauch: Freistehende Geräte sind (trotz größerem Volumen) kostengünstiger: 1176 / 867
4) flexibler: Freistehende Geräte sind flexibler: Man nimmt die einfach in die nächste Küche mit: Einbaukombis benötigen exakt (!) die Teilung zwischen Kühl/Gefrierteil (auch bei Ersatzgerät) und auch die gleiche Türtechnik. Da gibt es bei Ersatz einer bestehenden Küche meist nur 1 - 2 Modelle, die schön teuer sind...
5) günstiger Küchenkauf: man braucht keinen Schrank für die Kombi und kann (!) die Kombi selbst besorgen, die dann Solo steht, oder überbaut wird.
Auch optisch finde ich eine freistehende nicht schlechter.

Steph311 am 29.08.2022 um 15:30 Uhr
Zu kaltes Gemüsefach neuer Geräte

Guten Tag, nach der letzten Test-Veröffentlichung im Dezember 2021 haben wir uns den damaligen Testsieger zugelegt und bereuen den Kauf täglich. Die Gemüseschublade kühlt derart runter, dass wir alle 1-2 Tage sämtliches Gemüse entsorgen können. Zwei Mal war der Techniker bereits vor Ort ohne Fehlerermittlung, stattdessen wurde versucht zu überzeugen, dass Gemüse am besten um die 0 Grad gelagert wird. Das scheint mittlerweile Standard für moderne no-Frost Geräte und Frische-Schublade zu sein. Nur: diese Temperatur ist schlicht zu kalt für Salat, Gurke, Möhren & co. Der Tipp: Gemüse verpacken. Genau, bewusst unverpackt kaufen, um dann zu verpacken, damit das Gemüse nicht gefriert. Ich finde keinen Hersteller mehr - ob Samsung, Siemens oder Liebherr - der nicht mit einer Bio/Fresh/Opti-Schublade für Gemüse um 0 Grad wirbt. Fakt aber ist: die Lagerfähigkeit von Gemüse bei mir hat sich mit dem neuen Modell drastisch reduziert.
Ich verstehe nicht, wie Test dieses Thema so ignorieren kann.