So haben wir getestet

Die Stiftung Warentest bewertet Kühl­schränke und Kühl-Gefrier-Kombis in folgenden Disziplinen:

  • Kühlen
  • Einfrieren (nur bei Kombis)
  • Temperaturstabilität beim Lagern
  • Strom­verbrauch
  • Hand­habung
  • Verhalten bei Störungen (nur bei Kombis)
  • Geräusche und Vibrationen

In jeder dieser Disziplinen gibt es ein Urteil. Jedes dieser Urteile erhält eine unterschiedlich starke Gewichtung, so dass sich daraus das test-Qualitäts­urteil ergibt. Lesen Sie hier, wie die Stiftung testet und bewertet.

Kühlgeräte im Test

Die Stiftung Warentest testet Kühl- und Gefriergeräte gemein­sam mit anderen unabhängigen europäischen Verbraucher­organisationen. Die Stiftung Warentest und die anderen Verbraucher­organisationen kaufen die Produkte regulär (anonym) im Handel ein. Sie verwenden weder Presse­muster noch Prototypen.

Preise

Der Produktfinder zeigt Online-Preise ohne Versand­kosten. Die Preise ermittelt der Online­dienst idealo.de. Ergänzend können Sie in der erweiterten Suche auch nach Laden­preisen suchen. Diese erhebt die Stiftung Warentest über­regional in Deutsch­land.

Unter­suchung

Kühl­schränke Test

Mess­fühler. In den Kühlpaketen stecken Sensoren, die exakt die Temperaturen ermitteln und weiterleiten.

Das Prüf­programm gewähr­leistet, dass die im Rahmen des interna­tionalen Gemein­schafts­tests einge­kauften Kühlgeräte unter vergleich­baren Bedingungen untersucht werden. Sie stehen während der Prüfungen bei konstanten Umge­bungs­temperaturen in Klimakammern. Alle Prüfungen finden ohne eventuell mitgelieferte Kälteakkus statt. Wir verwenden dabei keine echten Lebens­mittel, sondern arbeiten mit Kühlpaketen mit gleich­artiger Füll­masse (in Anlehnung an die Norm EN 62552, ehemals ISO 15502). Ausgewählte Kühlpakete bestü­cken wir mit Temperatur­mess­fühlern und platzieren diese gezielt an vergleich­baren Positionen im Innenraum.

Kühlen: 10 % (bei Kombis) oder 20 % (Kühl­schränke)

Wir ermittelten die Zeit, um zusätzlich zum vorhandenen Kühl­gut (6 kg je 100 Liter Nutzvolumen des Kühl­teils) eine weitere Menge (10 kg je 100 Liter Nutzvolumen des Kühl­teils) von 25 auf 8 Grad abzu­kühlen und kontrollierten dabei die Erwärmung des vorhandenen Kühl­guts. Sofern das Gerät über eine Funk­tion für erhöhte Kühl­leistung verfügt, über­prüften wir in gleicher Weise auch diese (Akti­vierung beim Einlegen des Kühl­guts).

Einfrieren: 10 % (Kombis) oder 0 % (Kühl­schränke)

Beim Einfrieren ohne Schnell­gefrier­funk­tion prüften wir, wie lange es dauert, bis einge­legtes Gefrier­gut (4 kg Kühlpakete je 100 Liter Nutzvolumen) von 25 °C auf eine mitt­lere Temperatur von –16 °C abkühlt. Zusätzlich bewerteten wir, wie stark sich dabei bereits zuvor einge­lagertes Gefrier­gut (20 kg Kühlpakete je 100 Liter Nutzvolumen) erwärmt. Ergänzend kontrollierten wir, ob und wie dabei die Temperaturen im Kühl­bereich absinken und ob im Gemüsefach Frostgefahr entsteht.

Das Einfrieren mit Schnell­gefrier­funk­tion untersuchten wir – sofern vorhanden – in gleicher Weise (Akti­vierung der Funk­tion zum Zeit­punkt des Einlegens).

Temperaturstabilität beim Lagern: 15 % (bei Kombis) oder 20 % (Kühl­schränke)

Bei 10 °C, 25 °C und 32 °C Raum­temperatur prüften wir, wie gut die Geräte im Inneren die einge­stellte mitt­lere Lager­temperatur (ca. 4 Grad im Kühl­bereich und -18 Grad im Gefrier­bereich) einhalten. Zuvor hatten wir die Schübe, Platten und Körbe mit Kühl- und Gefrier­gut beladen – und zwar je 100 Liter Nutzvolumen im Kühl­teil mit 6 kg und im Gefrier­teil mit 20 kg Kühlpaketen (bei 25 °C) bzw. mit 16 und 24 kg (bei 10 °C und 32 °C). Dabei kontrollierten wir auch maximale und minimale Temperaturen im Kühl­bereich, im Gemüsefach und ggf. im Kalt­lagerfach. Das Nutzvolumen (auch als Nettovolumen bezeichnet) wird in der Regel im Daten­blatt des Anbieters und auf dem Energielabel genannt. Es berück­sichtigt das Innenvolumen ohne die heraus­nehm­baren Einbauten (z.B. Einschübe), und ist damit größer als das von uns ermittelte Gebrauchs­volumen.

Strom­verbrauch: 30 %

Wir ermittelten den Strom­verbrauch bei mitt­leren Temperaturen von +4 °C im Kühl­teil und – sofern vorhanden – -18 °C im Gefrierraum jeweils bei 10 °C, 25 °C und 32 °C Raum­temperatur. Zuvor hatten wir die Ablagen, Schübe und Körbe wie bei den Unter­suchungen zur Temperaturstabilität beim Lagern mit unseren Kühl- und Mess­paketen beladen. Wir bewerteten den spezi­fischen Strom­verbrauch pro 100 Liter Gebrauchs­volumen. Geräte, die ein Gefrierfach oder ein Kalt­lagerfach haben und dafür eine höhere Kälte­leistung benötigen, erhielten bei der Berechnung einen Bonus­faktor, um die Effizienz unterschiedlicher Geräte­typen vergleichen zu können: Für das Volumen des viel kälteren Gefrier­teils berück­sichtigten wir einen Bonus von 2,15; für deklarierte Kalt­lagerfächer einen Bonus von 1,25.

Zusätzlich bewerteten wir den spezi­fischen Strom­verbrauch beim Abkühlen und bei Kombis auch beim Einfrieren, indem wir ermittelten, wie viel Energie pro Kilogramm einge­legter Kühlpakete erforderlich ist, um diese abzu­kühlen bzw. einzufrieren – und zwar ohne und ggf. zusätzlich mit akti­vierter Schnell­funk­tion.

Hand­habung: 25 %

Ein Experte begut­achtete die Gebrauchs­anleitung auf Voll­ständig­keit, Installations-, Reinigungs- und Bedienungs­hinweise und Verständlich­keit. Drei geschulte Prüfer bewerteten das Einräumen und Verstauen (u.a. Gebrauch und bequemes Einräumen der Fächer, Flexibilität bei der Innenraum­gestaltung, leicht­gängiges Hinein­schieben und Heraus­ziehen der Schübe, Türsignal des Kühl­teils); das Programmieren, die Beleuchtung innen (u.a. die Ausleuchtung verschiedener Bereiche und Blend­effekte) und das Reinigen (u.a. im Hinblick auf ausgelaufene Flüssig­keiten).

Verhalten bei Störungen: 5 % (bei Kombis) oder 0 % (bei Kühl­schränken)

Aufwärm­zeit nach Strom­ausfall: Wir ermittelten die Zeitspanne für den Anstieg der durch­schnitt­lichen Temperatur des Gefrier­guts von –17 °C auf –9 °C – bei einer Umge­bungs­temperatur von 25 °C. Wir prüften praxis­nah mit relativ viel einge­lagertem Gefrier­gut (24 kg Kühlpakete pro 100 Liter Nutzvolumen).

Warn­anzeige: Wir prüften, ob und in welcher Qualität/Intensität das Gerät nach Strom­ausfall optisch und akustisch bei einer Temperatur­über­schreitung über –7 °C warnt (30 Minuten Prüf­zeit). Zudem kontrollierten wir, ob ein Tür­alarm des Gefrier­teils vorhanden ist, und bewerteten, wie gut dieser bei nicht voll­ständig geschlossener Tür funk­tioniert.

Geräusche und Vibrationen: 5 %

Drei Experten prüften subjektiv, wie laut und wie vibrierend die Geräte beim Einschalten, im Betrieb und beim Ausschalten arbeiten.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich gravierende Mängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die normale Gewichtung den Mangel nicht ausreichend deutlich macht. Abwertungen sind in der Tabelle mit einem Stern­chen (*) gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen haben wir angewendet:

  • test-Qualitäts­urteil: Das Qualitäts­urteil wurde abge­wertet, wenn das Kühlen oder Einfrieren befriedigend oder schlechter war oder – bei Kombis – wenn das Verhalten bei Störungen ausreichend oder schlechter war. Lautete die Note für Temperaturstabilität oder Hand­habung ausreichend oder schlechter, wurde das Qualitäts­urteil ebenfalls abge­wertet.
  • Verhalten bei Störungen (nur bei Kombis): Die Note für das Verhalten bei Störungen wurde abge­wertet, wenn Warn­anzeigen nach Strom­ausfall oder der Tür­alarm des Gefrier­teils mangelhaft waren.
  • Hand­habung: Bei mangelhafter Gebrauchs­anleitung werteten wir das Urteil für die Hand­habung ab. Zusätzlich nur bei Kühl­schränken: War Einräumen und Verstauen, Programmieren oder Beleuchtung ausreichend oder schlechter, werteten wir das Hand­habungs­urteil ab.
  • Alle Abwertungen wirken gleitend: Je schlechter das auslösende Urteil, desto stärker ist der jeweilige Abwertungs­effekt.

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TestKühl­schränke26.04.2017
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