Kühl-Gefrier­kombis im Test

So haben wir getestet

295

Kühl-Gefrier­kombis im Test Testergebnisse für 260 Kühlgeräte

Im „So haben wir getestet“ macht die Stiftung Warentest trans­parent, welcher Prüf­methoden sie sich in ihren Tests bedient und auch auf welche Normen oder gesetzliche Vorgaben sie sich dabei bezieht. Da wir mit der Zeit gehen, passen wir unsere Prüfungen gelegentlich an. Nach­folgend steht das Prüf­programm, mit dem wir seit 8/2018 arbeiten. Durch das neue Energielabel sind wir seit August 2021 strenger bei der Bewertung der Energieeffizienz geworden – die Prüfungen haben sich nicht geändert. Mehr dazu unter dem Punkt Energieeffizienz..

Unser Prüf­programm für Kühl­schrank-Tests vor 8/2018 finden Sie hier.

Die Stiftung Warentest bewertet Kühl­schränke und Kühl-Gefrier­kombinationen in folgenden Disziplinen:

  • Kühlen
  • Einfrieren (nur bei Kombis)
  • Temperaturstabilität beim Lagern
  • Energieeffizienz
  • Hand­habung
  • Verhalten bei Störungen (nur bei Kombis)
  • Geräusch

In jeder dieser Disziplinen gibt es ein Urteil. Jedes dieser Urteile erhält eine unterschiedlich starke Gewichtung, so dass sich daraus das test-Qualitäts­urteil ergibt. Lesen Sie hier, wie die Stiftung testet und bewertet.

Kühlgeräte im Test

Die Stiftung Warentest testet Kühl- und Gefriergeräte gemein­sam mit anderen unabhängigen europäischen Verbraucher­organisationen. Die Stiftung Warentest und die anderen Verbraucher­organisationen kaufen die Produkte regulär (anonym) im Handel ein. Sie verwenden weder Presse­muster noch Prototypen.

Preise

Der Produktfinder zeigt Online-Preise ohne Versand­kosten. Die Preise ermittelt der Online­dienst idealo.de. Ergänzend können Sie in der erweiterten Suche auch nach Laden­preisen suchen. Diese erhebt die Stiftung Warentest über­regional in Deutsch­land.

Kühl-Gefrier­kombis im Test Testergebnisse für 260 Kühlgeräte

Strom­kosten

Die Strom­kosten gibt die Stiftung Warentest für 15 Jahre geringe Nutzung an. Gerechnet wurde dabei mit dem im Test gemessenen Strom­verbrauch fürs Lagern ohne Herunter­kühlen oder ggf. Einfrieren bei 25 Grad Celsius Temperatur. Seit 2022 setzen wir für die Berechnung einen Strom­preis von 34 Cent pro Kilowatt­stunde an.

Video: So testet die Stiftung Warentest Kühl­schränke

Unter­suchung

Das Prüf­programm gewähr­leistet, dass die im Rahmen des interna­tionalen Gemein­schafts­tests einge­kauften Kühlgeräte unter vergleich­baren Bedingungen untersucht werden. Sie stehen während der Prüfungen bei konstanten Umge­bungs­temperaturen in Klimakammern. Alle Prüfungen finden ohne eventuell mitgelieferte Kälteakkus statt. Wir verwenden dabei keine echten Lebens­mittel, sondern arbeiten mit Kühlpaketen mit gleich­artiger Füll­masse (in Anlehnung an die Norm EN 62552). Ausgewählte Kühlpakete bestü­cken wir mit Temperatur­mess­fühlern und platzieren diese gezielt an vergleich­baren Positionen im Innenraum.

Das Nutzvolumen (auch als Nettovolumen bezeichnet) wird in der Regel im Daten­blatt des Anbieters und auf dem Energielabel genannt. Es berück­sichtigt das Innenvolumen ohne die heraus­nehm­baren Einbauten (z.B. Einschübe) und ist damit größer als das von uns ermittelte Gebrauchs­volumen.

Kühl-Gefrier­kombis im Test - Kühl­schränke – stark und spar­sam
Mess­fühler. In den Kühlpaketen stecken Sensoren, die exakt die Temperaturen ermitteln und weiterleiten. © Stiftung Warentest

Kühlen: 12,5 % (bei Kombis) oder 25 % (Kühl­schränke)

Wir ermittelten die Zeit, um zusätzlich zum vorhandenen Kühl­gut (6 kg je 100 Liter Nutzvolumen des Kühl­teils) eine weitere Menge (10 kg je 100 Liter Nutzvolumen des Kühl­teils) von 25 auf 8 Grad Celsius abzu­kühlen und kontrollierten dabei die Erwärmung des vorhandenen Kühl­guts.

Einfrieren: 12,5 % (Kombis) oder 0 % (Kühl­schränke)

Beim Einfrieren ohne Schnell­gefrier­funk­tion prüften wir, wie lange es dauert, bis einge­legtes Gefrier­gut (4 kg Kühlpakete je 100 Liter Nutzvolumen) von 25 Grad auf eine mitt­lere Temperatur von –16 Grad abkühlt. Zusätzlich bewerteten wir, wie stark sich dabei bereits zuvor einge­lagertes Gefrier­gut (20 kg Kühlpakete je 100 Liter Nutzvolumen) erwärmt. Ergänzend kontrollierten wir, ob und wie dabei die Temperaturen im Kühl­bereich absinken und ob im Gemüsefach Frostgefahr entsteht.

Das Einfrieren mit Schnell­gefrier­funk­tion untersuchten wir – sofern vorhanden – in gleicher Weise (Akti­vierung der Funk­tion zum Zeit­punkt des Einlegens).

Temperaturstabilität beim Lagern: 10 % (bei Kombis) oder 15 % (Kühl­schränke)

Bei der Temperaturstabilität bei 10 Grad, 25 Grad und 32 Grad Raum­temperatur prüften wir, wie gut die Geräte im Inneren die einge­stellte mitt­lere Lager­temperatur (ca. 4 Grad im Kühl­bereich und –18 Grad im Gefrier­bereich) einhalten. Zuvor hatten wir die Schübe, Platten und Körbe mit Kühl- und Gefrier­gut beladen – und zwar je 100 Liter Nutzvolumen im Kühl­teil mit 6 kg und im Gefrier­teil mit 20 kg Kühlpaketen (bei 25 Grad ) bzw. mit 16 und 24 kg (bei 10 Grad und 32 Grad ). Dabei kontrollierten wir auch maximale und minimale Temperaturen im Kühl­bereich, im Gemüsefach, den Türfächern und ggf. im Kalt­lagerfach. Wir bewerteten auch, ob die Geräte nach unterschiedlichen Außen­temperaturen und gleich­gebliebener Einstellung bei Zimmertemperatur wieder die angestrebten Innen­temperaturen erreichten.

Energieeffizienz: 30 %

Wir ermittelten die Energieeffizienz bei mitt­leren Innen-Temperaturen von +4 Grad im Kühl­teil und, sofern vorhanden, –18 Grad im Gefrierraum jeweils bei 10 Grad , 25 Grad und 32 Grad Raum­temperatur. Zuvor hatten wir die Ablagen, Schübe und Körbe wie bei den Unter­suchungen zur Temperaturstabilität beim Lagern mit unseren Kühl- und Mess­paketen beladen. Wir bewerteten die Energieeffizienz (spezi­fischer Strom­verbrauch) pro 100 Liter Gebrauchs­volumen. Geräte, die ein Gefrierfach oder ein Kalt­lagerfach haben und dafür eine höhere Kälte­leistung benötigen, erhielten bei der Berechnung einen Bonus­faktor, um die Effizienz unterschiedlicher Geräte­typen vergleichen zu können: Für das Volumen des viel kälteren Gefrier­teils berück­sichtigten wir – wie in der Norm auch – einen Bonus von 2,1; für auf dem Typenschild deklarierte Kalt­lagerfächer einen Bonus von 1,1.

Änderung durch das neue Energieeffizienzlabel: Das neue Energielabel hat die Art und Weise verändert, wie das Volumen von Kühlgeräten bemessen wird. Dadurch wird ­vielen Kühlgeräten nun ein größeres Nutzvolumen zuge­schrieben als unter den vorherigen Label-Bestimmungen. Deshalb werden sie in unserem Test mitunter stärker beladen als bisher, müssen also mehr Inhalt kühlen.

Hand­habung: 25 %

Ein Experte begut­achtete die Gebrauchs­anleitung auf Voll­ständig­keit, Installations-, Reinigungs- und Bedienungs­hinweise und Verständlich­keit. Drei geschulte Prüfer bewerteten das Einräumen und Verstauen (u.a. Gebrauch und bequemes Einräumen der Fächer, Flexibilität bei der Innenraum­gestaltung, leicht­gängiges Hinein­schieben und Heraus­ziehen der Schübe, Türsignal des Kühl­teils). Sie bewerteten zudem das Bedienen, die Beleuchtung innen (u.a. die Ausleuchtung verschiedener Bereiche und Blend­effekte) und das Reinigen (u.a. im Hinblick auf ausgelaufene Flüssig­keiten). Unter diesem Punkt bewerteten wir auch, ob und wie gut der Tür­alarm des Kühl­teils funk­tioniert, wenn die Tür versehentlich offen steht.

Verhalten bei Störungen: 5 % (bei Kombis) oder 0 % (bei Kühl­schränken)

Aufwärm­zeit nach Strom­ausfall. Wir ermittelten die Zeitspanne für den Anstieg der durch­schnitt­lichen Temperatur des Gefrier­guts von –17 Grad auf –9 Grad bei einer Umge­bungs­temperatur von 25 Grad . Wir prüften praxis­nah mit relativ viel einge­lagertem Gefrier­gut (24 kg Kühlpakete pro 100 Liter Nutzvolumen).

Warn­anzeige nach Strom­ausfall. Wir prüften, ob und in welcher Qualität/Intensität das Gerät nach einem Strom­ausfall optisch und akustisch bei einer Temperatur­über­schreitung über –7 Grad warnt (30 Minuten Prüf­zeit).

Zudem kontrollierten wir, ob ein Tür­alarm des Gefrier­teils vorhanden ist, und bewerteten, wie gut dieser bei nicht voll­ständig geschlossener Tür funk­tioniert.

Geräusch: 5 %

Im Labor zeichneten wir die Geräusche jedes Gerätes über einen längeren Zeitraum hinweg auf, der die üblichen Betriebs­zustände einschließ­lich des Ein- und Ausschaltens umfasst. Auf Basis der ermittelten Schall­druck- und Schall­leistungs­pegel sowie der psycho­akustischen Para­meter Lautheit, Schärfe, Rauigkeit, Schwankungs­stärke, Modulations­grad und Tonhaltig­keit wurde dann unter Zugrundelegung empirischer Hörstudien ein fünf­stufiger Geräusch­qualitäts­index errechnet, der im Urteil abge­bildet wird. Ein gutes Urteil beschreibt zum Beispiel eine angenehme Geräusch­qualität, ein befriedigendes Urteil eine befriedigende, ein ausreichendes Urteil eine störende Geräusch­qualität.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich gravierende Mängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die normale Gewichtung den Mangel nicht ausreichend deutlich macht. Abwertungen sind in der Tabelle gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen haben wir angewendet:

test-Qualitäts­urteil. Das Qualitäts­urteil wurde abge­wertet, wenn das Kühlen oder Einfrieren mangelhaft war oder – bei Kombis – wenn das Verhalten bei Störungen ausreichend oder schlechter war. Lautete die Note für Hand­habung ausreichend oder schlechter, wurde das Qualitäts­urteil ebenfalls abge­wertet.

Temperaturstabilität beim Lagern. Waren einzelne Urteile unter Temperaturstabilität befriedigend oder schlechter, werteten wir das Urteil Temperaturstabilität ab.

Energieeffizienz. Waren einzelne Urteile unter Energieeffizienz ausreichend oder schlechter, werteten wir das Urteil Energieeffizienz ab.

Hand­habung. Waren die Urteile für Gebrauchs­anleitung, Programmieren, Einräumen und Verstauen, Reinigen, Beleuchtung oder Tür­alarm ausreichend oder schlechter, werteten wir das Hand­habungs­urteil ab.

Verhalten bei Störungen (nur bei Kombis). Die Note für das Verhalten bei Störungen wurde abge­wertet, wenn Warn­anzeigen nach Strom­ausfall oder der Tür­alarm des Gefrier­teils mangelhaft waren. War die Aufwärm­zeit nach Strom­ausfall ausreichend oder schlechter, taute der Gefrier­teil bei Strom­ausfall somit relativ schnell auf, so wurde die Note für das Verhalten bei Störungen ebenfalls abge­wertet.

Alle Abwertungen wirken gleitend. Je schlechter das auslösende Urteil, desto stärker ist der jeweilige Abwertungs­effekt.

Kühl-Gefrier­kombis im Test Testergebnisse für 260 Kühlgeräte

295

Mehr zum Thema

  • FAQ Kühlgeräte und Gefriergeräte Antworten auf coole Fragen

    - Die Stiftung Warentest prüft regel­mäßig Kühlgeräte und Gefriergeräte – und erhält viele Leserfragen: Reparieren oder neu kaufen? Was ist wichtig bei Einbau und Betrieb?

  • Ergeb­nisse Reparatur-Umfrage Erfahrungen von 10 000 Teilnehmern ausgewertet

    - Was einmal kaputt ist, bleibt meist auch kaputt – das zeigt eine nicht-repräsentative Umfrage der Stiftung Warentest mit mehr als 10 000 Teilnehmern. Abge­fragt hatten...

  • Energielabel Das bedeuten die neuen Etiketten

    - Seit März 2021 gilt ein strengeres Energielabel für Kühlschränke, Geschirrspüler, Waschmaschinen und Fernseher. Die Klassen A+ bis A+++ verschwinden. Wir klären auf.

295 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

flo232017 am 21.10.2022 um 17:26 Uhr
Klein?

Also für meinen Geschmack ist ein Kühlschrank klein, wenn er unter eine Arbeitsplatte passt. Von denen hab ich letztendlich, nur einen empfehlenswerten allerdings ohne Gefrierfach aus einem älteren Test gefunden.

Profilbild Stiftung_Warentest am 05.10.2022 um 09:31 Uhr
Testwunsch kleine Kühlschränke

@floh232017: In unserer Produktdatenbank der getesteten Kühlschränke finden Sie auch Geräte bis 150 cm Höhe, davon sind derzeit 16 kleine Kühlgeräte erhältlich.
Ihre Anregung zum Testen von kleinen Kühlschränken wie dem genannten Telefunken-Kühlschrank leiten wir gerne an das zuständige Untersuchungsteam weiter. Vielen Dank dafür.

flo232017 am 04.10.2022 um 16:03 Uhr
kleiner Kühlschrank

Den hab ich in der Produktdatenbank gefunden, bei Idealo gelistet seit 2021. Telefunken CF-32-151-W. Soll relativ wenig verbrauchen, dafür das der auch ein Gerfrierfach hat.
Dann hätten Sie auch mal einen kleineren getestet. Es kommt ja schließlich nicht nur auf Effizienz sondern auch auf Suffizienz an. Ich hab oft den Eindruck das die Stiftung Warentest zum Konsum immer neuerer größerer Geräte anregt, oder diese Anregung vom sog. Mainstream oder "der Gesellschaft" oder dem Angebot kopiert oder spiegelt.
Die Geräte die Sie testen passen bei mir zudem so gut wie gar nicht in die Küche, kaum Platz.

MHeise am 31.08.2022 um 14:36 Uhr
@Steph311 Zu kaltes Gemüsefach

Zumindest meine 10 Jahre alte Liebherr-Kombi hat das Problem nicht. Die hat 2 3Grad Schubladen (eine trocken, eine feucht). Das habe ich am Anfang geprüft und die Abweichung bei einem Normthermometer war weniger als 1 Grad. - ich war extrem überrascht, wie exakt die Temperatur eingehalten wurde, weil ich da auch skeptisch war - so nahe dem Gefrierpunkt.
Es könnte sein, dass bei neuen Modellen die Hersteller zu viel wollen. Die 3 Grad sind genial.

MHeise am 31.08.2022 um 14:31 Uhr
Rate zu frei stehender Kombi

Es gibt dafür verschiedene Gründe:
1) Platz: Einbaugeräte werden in einen Schrank geschoben, der einen Sockel und Seitenwände hat. Somit steht hier viel weniger Innenraum zur Verfügung. Vergleich: Bosch KIS87ADD0 (143l Kühlteil / 44 Gefrierteil) zu freistehendem Gerät: Bosch KGE398IBP 181/67
2) Preis: Freistehenden Geräte sind günstiger: 1230/930 EUR
3) Verbrauch: Freistehende Geräte sind (trotz größerem Volumen) kostengünstiger: 1176 / 867
4) flexibler: Freistehende Geräte sind flexibler: Man nimmt die einfach in die nächste Küche mit: Einbaukombis benötigen exakt (!) die Teilung zwischen Kühl/Gefrierteil (auch bei Ersatzgerät) und auch die gleiche Türtechnik. Da gibt es bei Ersatz einer bestehenden Küche meist nur 1 - 2 Modelle, die schön teuer sind...
5) günstiger Küchenkauf: man braucht keinen Schrank für die Kombi und kann (!) die Kombi selbst besorgen, die dann Solo steht, oder überbaut wird.
Auch optisch finde ich eine freistehende nicht schlechter.