So haben wir getestet

Geändertes Prüf­programm ab 07/2018 (Unser Prüf­programm für Test vor 9/2018 finden Sie hier). Die Stiftung Warentest bewertet Kühl­schränke und Kühl-Gefrier-Kombis in folgenden Disziplinen:

  • Kühlen
  • Einfrieren (nur bei Kombis)
  • Temperaturstabilität beim Lagern
  • Strom­verbrauch
  • Hand­habung
  • Verhalten bei Störungen (nur bei Kombis)
  • Geräusche und Vibrationen

In jeder dieser Disziplinen gibt es ein Urteil. Jedes dieser Urteile erhält eine unterschiedlich starke Gewichtung, so dass sich daraus das test-Qualitäts­urteil ergibt. Lesen Sie hier, wie die Stiftung testet und bewertet.

Kühlgeräte im Test

Die Stiftung Warentest testet Kühl- und Gefriergeräte gemein­sam mit anderen unabhängigen europäischen Verbraucher­organisationen. Die Stiftung Warentest und die anderen Verbraucher­organisationen kaufen die Produkte regulär (anonym) im Handel ein. Sie verwenden weder Presse­muster noch Prototypen.

Preise

Der Produktfinder zeigt Online-Preise ohne Versand­kosten. Die Preise ermittelt der Online­dienst idealo.de. Ergänzend können Sie in der erweiterten Suche auch nach Laden­preisen suchen. Diese erhebt die Stiftung Warentest über­regional in Deutsch­land.

Video: So testet die Stiftung Warentest Kühl­schränke

Unter­suchung

Das Prüf­programm gewähr­leistet, dass die im Rahmen des interna­tionalen Gemein­schafts­tests einge­kauften Kühlgeräte unter vergleich­baren Bedingungen untersucht werden. Sie stehen während der Prüfungen bei konstanten Umge­bungs­temperaturen in Klimakammern. Alle Prüfungen finden ohne eventuell mitgelieferte Kälteakkus statt. Wir verwenden dabei keine echten Lebens­mittel, sondern arbeiten mit Kühlpaketen mit gleich­artiger Füll­masse (in Anlehnung an die Norm EN 62552). Ausgewählte Kühlpakete bestü­cken wir mit Temperatur­mess­fühlern und platzieren diese gezielt an vergleich­baren Positionen im Innenraum.

Das Nutzvolumen (auch als Nettovolumen bezeichnet) wird in der Regel im Daten­blatt des Anbieters und auf dem Energielabel genannt. Es berück­sichtigt das Innenvolumen ohne die heraus­nehm­baren Einbauten (z.B. Einschübe) und ist damit größer als das von uns ermittelte Gebrauchs­volumen.

Kühl-Gefrier­kombis und Kühl­schränke Test

Mess­fühler. In den Kühlpaketen stecken Sensoren, die exakt die Temperaturen ermitteln und weiterleiten.

Kühlen – 12,5 % (bei Kombis) oder 25 % (Kühl­schränke)

Wir ermittelten die Zeit, um zusätzlich zum vorhandenen Kühl­gut (6 kg je 100 Liter Nutzvolumen des Kühl­teils) eine weitere Menge (10 kg je 100 Liter Nutzvolumen des Kühl­teils) von 25 auf 8 Grad abzu­kühlen und kontrollierten dabei die Erwärmung des vorhandenen Kühl­guts.

Einfrieren – 12,5 % (Kombis) oder 0 % (Kühl­schränke)

Beim Einfrieren ohne Schnell­gefrier­funk­tion prüften wir, wie lange es dauert, bis einge­legtes Gefrier­gut (4 kg Kühlpakete je 100 Liter Nutzvolumen) von 25 °C auf eine mitt­lere Temperatur von –16 °C abkühlt. Zusätzlich bewerteten wir, wie stark sich dabei bereits zuvor einge­lagertes Gefrier­gut (20 kg Kühlpakete je 100 Liter Nutzvolumen) erwärmt. Ergänzend kontrollierten wir, ob und wie dabei die Temperaturen im Kühl­bereich absinken und ob im Gemüsefach Frostgefahr entsteht.

Das Einfrieren mit Schnell­gefrier­funk­tion untersuchten wir – sofern vorhanden – in gleicher Weise (Akti­vierung der Funk­tion zum Zeit­punkt des Einlegens).

Temperaturstabilität beim Lagern – 10 % (bei Kombis) oder 15 % (Kühl­schränke)*

Bei 10 °C, 25 °C und 32 °C Raum­temperatur prüften wir, wie gut die Geräte im Inneren die einge­stellte mitt­lere Lager­temperatur (ca. 4 Grad im Kühl­bereich und –18 Grad im Gefrier­bereich) einhalten. Zuvor hatten wir die Schübe, Platten und Körbe mit Kühl- und Gefrier­gut beladen – und zwar je 100 Liter Nutzvolumen im Kühl­teil mit 6 kg und im Gefrier­teil mit 20 kg Kühlpaketen (bei 25 °C) bzw. mit 16 und 24 kg (bei 10 °C und 32 °C). Dabei kontrollierten wir auch maximale und minimale Temperaturen im Kühl­bereich, im Gemüsefach, den Türfächern und ggf. im Kalt­lagerfach. Wir bewerteten auch, ob die Geräte nach unterschiedlichen Außen­temperaturen und gleich­gebliebener Einstellung bei Zimmertemperatur wieder die angestrebten Innen­temperaturen erreichten.

Energieeffizienz – 30 %

Wir ermittelten die Energieeffizienz bei mitt­leren Innen-Temperaturen von +4 °C im Kühl­teil und – sofern vorhanden – –18 °C im Gefrierraum jeweils bei 10 °C, 25 °C und 32 °C Raum­temperatur. Zuvor hatten wir die Ablagen, Schübe und Körbe wie bei den Unter­suchungen zur Temperaturstabilität beim Lagern mit unseren Kühl- und Mess­paketen beladen. Wir bewerteten die Energieeffizienz (spezi­fischer Strom­verbrauch) pro 100 Liter Gebrauchs­volumen. Geräte, die ein Gefrierfach oder ein Kalt­lagerfach haben und dafür eine höhere Kälte­leistung benötigen, erhielten bei der Berechnung einen Bonus­faktor, um die Effizienz unterschiedlicher Geräte­typen vergleichen zu können: Für das Volumen des viel kälteren Gefrier­teils berück­sichtigten wir – wie in der Norm auch – einen Bonus von 2,15; für auf dem Typenschild deklarierte Kalt­lagerfächer einen Bonus von 1,25.

Zusätzlich bewerteten wir die Energieeffizienz beim Abkühlen und bei Kombis auch beim Einfrieren, indem wir ermittelten, wie viel Energie pro Kilogramm einge­legter Kühlpakete erforderlich ist, um diese abzu­kühlen bzw. einzufrieren – und zwar ohne und ggf. zusätzlich mit akti­vierter Schnell­gefrier­funk­tion.

Hand­habung – 25 %

Ein Experte begut­achtete die Gebrauchs­anleitung auf Voll­ständig­keit, Installations-, Reinigungs- und Bedienungs­hinweise und Verständlich­keit. Drei geschulte Prüfer bewerteten das Einräumen und Verstauen (u.a. Gebrauch und bequemes Einräumen der Fächer, Flexibilität bei der Innenraum­gestaltung, leicht­gängiges Hinein­schieben und Heraus­ziehen der Schübe, Türsignal des Kühl­teils). Sie bewerteten zudem das Programmieren, die Beleuchtung innen (u.a. die Ausleuchtung verschiedener Bereiche und Blend­effekte) und das Reinigen (u.a. im Hinblick auf ausgelaufene Flüssig­keiten). Unter diesem Punkt bewerteten wir auch, ob das Gerät ein Signal sendet (Tür­alarm des Kühl­teils), wenn die Tür versehentlich offen steht und wie gut dieses Signal funk­tioniert.

Verhalten bei Störungen – 5 % (bei Kombis) oder 0 % (bei Kühl­schränken)

Aufwärm­zeit nach Strom­ausfall. Wir ermittelten die Zeitspanne für den Anstieg der durch­schnitt­lichen Temperatur des Gefrier­guts von –17 °C auf –9 °C – bei einer Umge­bungs­temperatur von 25 °C. Wir prüften praxis­nah mit relativ viel einge­lagertem Gefrier­gut (24 kg Kühlpakete pro 100 Liter Nutzvolumen).

Warn­anzeige nach Strom­ausfall. Wir prüften, ob und in welcher Qualität/Intensität das Gerät nach einem Strom­ausfall optisch und akustisch bei einer Temperatur­über­schreitung über –7 °C warnt (30 Minuten Prüf­zeit).

Zudem kontrollierten wir, ob ein Tür­alarm des Gefrier­teils vorhanden ist, und bewerteten, wie gut dieser bei nicht voll­ständig geschlossener Tür funk­tioniert.

Geräusch – 5 %

Im Labor zeichneten wir die Geräusche jedes Gerätes über einen längeren Zeitraum hinweg auf, der die üblichen Betriebs­zustände einschließ­lich des Ein- und Ausschaltens umfasst. Auf Basis der ermittelten Schall­druck- und Schall­leistungs­pegel sowie der psycho­akustischen Para­meter Lautheit, Schärfe, Rauhig­keit, Schwankungs­stärke, Modulations­grad und Tonhaltig­keit wurde dann unter Zugrundelegung empirischer Hörstudien ein fünf­stufiger Geräusch­qualitäts­index errechnet, der im Urteil abge­bildet wird. Ein gutes Urteil beschreibt zum Beispiel eine angenehme Geräusch­qualität, ein befriedigendes Urteil eine befriedigende, ein ausreichendes Urteil eine störende Geräusch­qualität.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich gravierende Mängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die normale Gewichtung den Mangel nicht ausreichend deutlich macht. Abwertungen sind in der Tabelle gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen haben wir angewendet:

test-Qualitäts­urteil. Das Qualitäts­urteil wurde abge­wertet, wenn das Kühlen oder Einfrieren mangelhaft war oder – bei Kombis – wenn das Verhalten bei Störungen ausreichend oder schlechter war. Lautete die Note für Hand­habung ausreichend oder schlechter, wurde das Qualitäts­urteil ebenfalls abge­wertet.

Hand­habung. Waren die Urteile für Gebrauchs­anleitung, Programmieren, Einräumen und Verstauen, Tür­alarm des Kühl­teils, Beleuchtung oder Reinigen ausreichend oder schlechter, werteten wir das Hand­habungs­urteil ab.

Verhalten bei Störungen (nur bei Kombis). Die Note für das Verhalten bei Störungen wurde abge­wertet, wenn Warn­anzeigen nach Strom­ausfall oder der Tür­alarm des Gefrier­teils mangelhaft waren. War die Aufwärm­zeit nach Strom­ausfall ausreichend oder schlechter, taute der Gefrier­teil bei Strom­ausfall somit relativ schnell auf, so wurde Verhalten bei Störungen ebenfalls abge­wertet.

Alle Abwertungen wirken gleitend. Je schlechter das auslösende Urteil, desto stärker ist der jeweilige Abwertungs­effekt.

*Über­schrift korrigiert am 14. November 2018. Hier hatten wir versehentlich geschrieben, die Temperaturstabilität beim Lagern würde mit 0 % in die Bewertung einfliessen.

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TestKühl-Gefrier­kombis und Kühl­schränke07.09.2018
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