Kühl-Gefrier­kombis im Test

So frieren Sie Lebens­mittel richtig ein

Kühl-Gefrier­kombis im Test - Kühl­schränke – stark und spar­sam
Richtig einfrieren schmeckt besser. © Getty Images / iStockphoto

Klar, Sie können Ihr Gefrier­gut einfach ins Eisfach werfen. Wenn aber Aroma und Konsistenz nach dem Auftauen top sein sollen, haben wir Tricks zum Einfrieren für Sie.

Kühl-Gefrier­kombis im Test Testergebnisse für 219 Kühlgeräte

Inhalt

Trick 1: Gemüse vor dem Einfrieren blanchieren

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© Fotolia / foodinaire

Geben Sie Erbsen, Möhren, Bohnen, Spargel und Lauch vor dem Einfrieren kurz in kochendes, leicht gesalzenes Wasser. Ein bis drei Minuten sind genug. Anschließend das Wasser über ein Sieb abgießen und das Gemüse sofort mit sehr kaltem Wasser abschre­cken. Dann auch das kalte Wasser über ein Sieb gießen und das Gemüse einfrieren. Das Blanchieren tötet Bakterien ab; Farbe, Konsistenz und Geschmack bleiben so besser erhalten. Die Hitzebe­hand­lung ist aber nicht immer sinn­voll: Zucchini oder Steinpilze können roh in die Kälte. Unge­eignet fürs Einfrieren sind rohe Kartoffeln, Gurken, Radieschen und Blatt­salate.

Trick 2: Klein­schneiden und Vorfrosten

Wenn Sie verhindern wollen, dass Pilze, Möhren, Beeren oder andere Leckereien beim Einfrieren zusammen­kleben, hilft Vorfrosten. Breiten Sie Ihre Schätze – möglichst ohne anhaftende Feuchtig­keit – auf einer Kunst­stoff­schale oder einem Blech aus und schieben Sie dieses samt Abdeckung ins Gefriergerät. Einige Geräte haben spezielle Vorfrostfächer. Sobald das Gefrier­gut hart gefroren ist, sollten Sie es in Gefrierbeutel oder Gefrierboxen umfüllen, beschriften und endgültig verstauen.

Trick 3: Garten­ernte halt­bar machen

Der Tiefkühler bietet die Chance, die Ernte aus dem eigenen Garten oder saisonale Einkäufe wie zum Beispiel Spargel auch später noch genießen zu können. So können Sie Ihre Silvesterbowle mit Erdbeeren aus dem eigenen Garten bereichern. Auch andere Beeren sowie Pflaumen, Äpfel oder Birnen lassen sich gut einfrieren. Vorheriges Blanchieren ist nicht erforderlich. Sie sollten die Frücht­chen aber gründlich säubern und „Innereien“ wie Kerne entfernen. Anschließendes Zuckern ist sinn­voll.

Trick 4: Das Kräuteraroma retten

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Füllen Sie gehackte Petersilie, Dill oder Lieb­stöckel in Eiswürfelbehälter. Mit Wasser aufgießen und abge­deckt ins Gefrierfach stellen. Beim Kochen können Sie die Würfel dann direkt in den Topf oder aufgetaut in den Salat geben. Der Tipp eignet sich auch gut für Schale und Saft von Zitronen.

Trick 5: Einfrieren mit dem richtigen Timing

Kühlen Lebens­mittel schockartig ab, verringert sich das Risiko, dass sich im Innern große Eiskristalle bilden, die nach dem Auftauen die Qualität schmälern. Beschleunigen können Sie das Frosten zum Beispiel mit Hilfe einer Super­schaltung, die Kältere­serven schafft. Betätigen sollten Sie diese bei größeren Mengen möglichst schon 24 Stunden vorher.

Lesen Sie die Hinweise in der Bedienungs­anleitung; dort findet sich zum Beispiel oft ein Tipp, welches Fach sich fürs schnelle Einfrieren optimal eignet. Wollen Sie mehrere Portionen einfrieren, sollten Sie diese auf mehrere freie Einschübe verteilen. Falls Sie im Gefriergerät Kälteakkus lagern, können Sie diese rund um die frischen Lebens­mittel positionieren, um deren Abkühlung zu beschleunigen. Und lassen Sie Gekochtes zuvor auf Zimmertemperatur abkühlen oder – in der kalten Jahres­zeit – auf dem Balkon auf nied­rigere Temperaturen.

Trick 6: Beste Vorbereitung fürs Backen

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© Thinkstock

Wenn Sie schon kneten müssen, dann lieber richtig viel: Hefeteig für Kuchen oder Pizza lässt sich portions­weise in Gefrierbeuteln einfrieren und später bei Bedarf aus dem Gefriergerät zaubern. Fertige Torten sollten Sie vor dem Einfrieren in Stücke schneiden.

Kühl-Gefrier­kombis im Test Testergebnisse für 219 Kühlgeräte

Trick 7: Gefrierbrand verhindern

Verpacken Sie Fleisch möglichst ohne Luft, sonst können Geschmack und Konsistenz leiden. In unserem Vakuumierer-Test haben wir Geräte für zu Hause verglichen. An vielen Frische­theken wird es auf Wunsch auch direkt beim Kauf vakuu­miert. Ansonsten einen Gefrierbeutel nutzen, die Luft heraus­streichen und gut verschließen. Achten Sie auch beim Einfrieren anderer Lebens­mittel darauf, dass die Gefrierbeutel keine Löcher haben und Behälter dicht schließen.

Trick 8: Säfte und Smoothies auf Vorrat

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© Getty Images / Wiktory

Viel Obst im Garten? Mixen Sie Smoothies und Säfte einfach auf Vorrat. Füllen Sie die Flüssig­keiten in Gefrierbehälter oder in Flaschen aus elastischem Kunststoff und dann ab damit ins Eisfach. Aber nicht ganz befüllen: Flüssig­keiten dehnen sich beim Einfrieren aus. Glas könnte zerspringen.

Trick 9: Den Über­blick behalten

Beschriften Sie Ihr Gefrier­gut mit Datum. So können Sie besser abschätzen, bis wann Sie die Lebens­mittel verzehrt haben sollten. Kontrollieren Sie regel­mäßig den Inhalt Ihres Gefriergeräts – zum Beispiel alle drei Monate. So verhindern Sie, dass einzelne Schätze in Vergessenheit geraten und irgend­wann entsorgt werden müssen. Und reser­vieren Sie einen Einschub oder Korb für Lebens­mittel, die Sie zeit­nah verwerten möchten. So haben Sie diese besser im Blick. Noch mehr Informationen finden Sie im Shop in unserem Buch „Sehr gut haltbar machen“. Es kostet 19,90 Euro und wir liefern es Ihnen kostenlos.

Kühl-Gefrier­kombis im Test Testergebnisse für 219 Kühlgeräte

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279 Kommentare Diskutieren Sie mit

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testo22 am 23.05.2022 um 08:28 Uhr
Nicht aussagefähig

Ich habe mir aufgrund des guten Tests den Bosch KSV36AIDP gekauft. Was ich bei diesem jedoch extrem störend finde ist das Geräusch des Kompressors wenn dieser läuft. Dieser überschreitet sicherlich weit die angegebenen 39dB. Wie dieser Kühlschrank unter Geräusch zu einem guten Testurteil kommt ist mir schleierhaft. Etliche Berichte von anderen Nutzern scheinen zu bestätigen dass es sich hier nicht um einen Fehler sondern um das normale Verhalten des Kühlschranks handelt. Was bringt es mir wenn der Kühlschrank im Durchschnitt zwar leise ist, aber 20% der Zeit extrem laut.

Profilbild Stiftung_Warentest am 25.03.2022 um 15:53 Uhr
Stromverbrauch

@Janug: Der absolute Stromverbrauch ist für manche Einbaugeräte relativ niedrig, weil sie wenig Fassungsvermögen haben. Sie brauchen dann wenig Strom, haben aber auch wenig Platz. Wenn Sie mit dem wenigen Platz auskommen, ist dann natürlich alles gut.
Bei der Effizienz, den Stromkosten pro Liter Inhalt, sind die freistehenden Modelle vorne. Teils weil sie schlicht größer sind und ein größeres Volumen effizienter zu kühlen ist. Teils auch weil sie besser, mit mehr Isolierschaum, gedämmt sind. Einbaugeräte leiden unter Platzmangel, weil sie in die vorgesehenen Nischen der Küche passen müssen.
Momentan lässt sich nicht übersehen, wann die nächste Untersuchung durchgeführt wird. Ihren Wunsch haben wir aber in jedem Fall registriert.

Janug am 23.03.2022 um 06:50 Uhr
Stromverbrauch

Hallo, im Artikel steht, dass freistehende Kombis meist energieeffizienter sind. Trotzdem finde ich die geringsten Werte für den Stromverbrauch pro Jahr bei den Einbau Kombis. Wie kommt es dazu? Eine Filtermöglichkeit nach Stromkosten pro Jahr wäre sehr wünschenswert! Weiters würde mich interessieren ob bereits bekannt ist wann das nächste Update der Tests bzw. das Testen neuer Geräte geplant ist.

Profilbild Stiftung_Warentest am 21.03.2022 um 11:34 Uhr
Aufwärmzeit nach Stromausfall

@cpbecker: Spitzengeräte halten fast einen Tag durch und andere weniger als die Hälfte.

cpbecker am 19.03.2022 um 12:37 Uhr
Aufwärmzeit nach Stromausfall

In den FAQs und Artikeln findet sich keine Angabe darüber, wieviel Zeit beim Anstieg der Temperatur des Gefriergutes von - 17°C auf - 9°C nun tatsächlich vergeht, wenn die Kühl-Gefrier-Kombi bzgl. Verhalten bei Störungen mit z. B. "sehr gut" bewertet wird.