Krups ruft Espressomaschinen zurück Meldung

Krups F860 und F889 -zwei von sechs betroffenen Modellen

Krups ruft 50 000 Espressomaschinen zurück. Die Maschinen können überhitzen. Der Hersteller geht davon aus, dass das nur im „ungünstigsten Fall“ eintritt. Die Firma hat eine Hotline für Kunden eingerichtet. Krups rät allen Kunden, die betroffenen Maschinen überprüfen zu lassen. Laut Krups sei bisher noch kein Fall einer überhitzten Maschine bekannt. Allerdings hat sich mittlerweile bei Stiftung Warentest ein Leser gemeldet, dessen Maschine durchgeschmort ist. test.de sagt, welche Maschinen betroffen sind und was Kunden tun müssen.

Typenbezeichung und Herstellungscode

Krups ruft Espressomaschinen zurück Meldung

Etikett der Geräteunterseite

Die vom Rückruf betroffenen 50 000 Espressomaschinen stellte Krups zwischen Januar 2004 und April 2005 her. Es sind Geräte mit den Typenbezeichnungen (Artikelnummer) F860, F889, F890, FNF1, FNF2 und FNF5. Die Artikelnummer steht auf dem Etikett auf der Unterseite der Maschine. Das Herstellungsdatum ergibt sich aus der Ziffernreihe unterhalb des EAN-Strichcodes. Wichtig sind die mit einem Bindestrich angehängten Ziffern. Bei den betroffenen Geräten endet der Herstellungscode auf 4 oder 5 und die letzten vier Ziffern sind kleiner als 1805.

Stecker ziehen

Krups ruft Espressomaschinen zurück Meldung

Krups F890 und FNF1

Wer eine solche Maschine zu Hause stehen hat, sollte immer nach dem Gebrauch den Stecker ziehen und das Gerät nur unter Aufsicht benutzen. Es droht möglicherweise eine Überhitzung. Über die Folgen dieser Überhitzung konnte Krups keine Angaben machen. Laut Hersteller gab es bisher noch keinen Kunden, bei dem dieser Fall aufgetreten ist. Allerdings kann der „ungünstige Fall“ der Überhitzung eintreten, weil ein „problemanfälliges Elektronikbauteil“ bei der Herstellung verwendet wurde. Krups ruft daher „aus Gründen der äußersten Vorsicht“ die Geräte zur Überprüfung zurück.

Hotline für den Rückruf

Krups ruft Espressomaschinen zurück Meldung

Krups FNF2 und FNF5

Krups bietet ab Mittwoch, den 15. März, eine gebührenfreie Hotline an: 0 800 / 90 90 930. Sie ist wochentags von 8 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr geschaltet. Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage von Krups. Betroffene Kunden sollen sich bei der Hotline melden, um einen Termin für die Überprüfung zu vereinbaren. Der Kundenservice überprüft dann die Maschine und rüstet sie gegebenenfalls um. Der Service ist kostenlos.

Leser berichtet von durchgeschmorter Maschine

Mittlerweile hat sich test.de-Leser Ralf Bovenkerk bei der Stiftung Warentest gemeldet und berichtet, dass seine Krupsmaschine durchgeschmort war. Bovenkerk hatte das Modell F860 im Oktober 2004 in einem Saturn-Markt gekauft. Vier Monate später fing seine Maschine im Standby-Betrieb an zu schmoren. Durch das Ziehen des Steckers konnte test.de-Leser Bovenkerk Schlimmeres verhindern. Die seitliche Kunststoffabdeckung war verschmort und die Heizung durchgebrannt. Daraufhin brachte er die Maschine zurück und sie wurde repariert. Modell und Herstellungscode bestätigen, dass es sich um eine vom Rückruf betroffene Maschine handelt.

Krups klärt spät auf

test.de hat bei Krups nachgehakt. Und Antwort bekommen: Das „problemanfällige Elektronikbauteil“ kann das Mahlwerk in Gang setzen, ohne dass die Maschine in irgendeiner Weise bedient wurde. Da das Mahlwerk nicht selbstständig aufhört zu mahlen, überhitzt sich die Maschine, nachdem die Bohnen verbraucht sind. Die sich dabei entwickelnde Hitze kann im ungünstigsten Fall leicht brennende Gegenstände anstecken, die in der Nähe der Maschine liegen. Krups gab nun doch bekannt, dass sie von drei Kunden wissen, an deren Espressomaschinen genau diese Fehlfunktion aufgetreten ist. Das war auch der Anlass für die Rückrufaktion - 22 000 Kunden haben sich seither bei der Hotline gemeldet. Kleiner Trost für die betroffenen Kunden: Auf die überprüfte und reparierte Maschine gibts noch einmal sechs Monate Garantie.

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