Das Zins­dilemma: Schleichende Geld­entwertung

Krisensicher anlegen Special

Die größte Gefahr droht Anlegern nicht von einem spektakulären Finanzkollaps, sondern durch eine schleichende Entwertung ihrer Erspar­nisse. Das Zins­niveau ist seit Jahren so nied­rig, dass mit sicheren Geld­anlagen nicht einmal ein Inflations­ausgleich möglich ist.

Nied­rigzinsen. Die Regierungen der großen Industrienationen haben großes Interesse an dauer­haft nied­rigen Zinsen. So sparen sie viel Geld bei der Aufnahme neuer Kredite, können notfalls immer wieder Konjunktur­programme auflegen und damit der Wirt­schaft unter die Arme greifen.

Inflation. Die Preissteigerungs­raten sind zwar im historischen Vergleich moderat, liegen aber höher als die Rendite, die mit sicheren Geld­anlagen zu erzielen ist – wohl­gemerkt vor der unver­meidlichen Besteuerung. Nach Abzug der Abgeltung­steuer sieht die Rechnung noch düsterer aus. In normalen Zeiten würden bei steigender Inflation auch die Zinsen steigen, aber das ist zurzeit nicht wahr­scheinlich. Eher müssen Anleger befürchten, dass die Inflation über steigende Immobilien- und folg­lich Miet­preise sowie steigende Energiepreise angeheizt wird, ohne dass sich die Zins­land­schaft ändert. Davon wären sie im Hinblick auf ihre Alters­vorsorge gleich mehr­fach betroffen, da auch die Renditen von Renten­versicherungen und Pensions­kassen unter den Nied­rigzinsen leiden (siehe „Lebensversicherung: Die deutschen Verunsicherer“). Ein negativer Realzins hilft den Staaten bei der Entschuldung auf Kosten seiner Bürger.

Fazit: Sichere Spar­anlagen braucht trotzdem jeder. Deshalb ist es wichtiger denn je, sich die besten Angebote heraus­zupicken (siehe Produktfinder Zinsen).

Dieser Artikel ist hilfreich. 22 Nutzer finden das hilfreich.