Krisensicher anlegen

Eine breite Streuung des Vermögens ist die beste Krisen­vorsorge: Die Mischung machts

Inhalt
  1. Überblick
  2. Krisensicher anlegen
  3. Eine breite Streuung des Vermögens ist die beste Krisen­vorsorge
  4. Das Risikodilemma
  5. Das Zins­dilemma
  6. Unser Rat
  7. Artikel als PDF (4 Seiten)

Anleger sollten ihre Vermögens­strategie lang­fristig ausrichten und sich nicht um aktuelle Stimmungen scheren.

Immobilien

Krisensicher anlegen - Vernunft hilft immer
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  • Für den Kauf einer selbst­genutzten Immobilie sprechen die extrem nied­rigen Bauzinsen und die Aussicht auf dauer­hafte Miet­ersparnis.
  • Voraus­setzung ist ein solides Eigen­kapital. Mindestens 20 bis 30 Prozent der Gesamt­kosten inklusive Neben­kosten sollten Anleger angespart haben.
  • Angesichts des nied­rigen Zins­niveaus sollte die Tilgung mindestens 2 Prozent betragen.
  • Vermietete Immobilien taugen nur dann als Geld­anlage, wenn der Kauf­preis fair und die Lage attraktiv ist.
  • Eine Risiko­streuung erreichen Sie mit Anteilen an soliden offene Immobilienfonds eher als mit einer Einzel­immobilie.

Aktien

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  • Einzelne Aktien eignen sich nur für erfahrene Anleger, die sich intensiv mit den Unternehmen beschäftigen.
  • Alle anderen setzen besser auf Aktienfonds. Mit kleinen Beträgen können sie sich an einer Vielzahl von Unternehmen beteiligen.
  • Am bequemsten geht das mit Indexfonds (ETF). Sie bieten einen kostengüns­tigen Einstieg in Aktienmärkte.
  • ETF auf den Welt­aktien­index MSCI World finden Sie im Fondsfinder. Der Index enthält allerdings keine Aktien aus Schwellenländern wie China oder Indien. ETF auf diese Märkte eignen sich zur Kombination (siehe Fondsfinder).

Zins­anlagen

  • Sichere Zins­anlagen oder Anleihen sind auch in der Finanz­krise unver­zicht­bar.
  • Anleger sollten ihr Geld über verschiedene Lauf­zeiten streuen, um auf Zins­änderungen reagieren zu können. Wie das geht, steht im Special Zinsen.
  • Beträge in sechs­stel­liger Höhe sollten Sparer auf mehrere Banken oder Anleihe-Emittenten verteilen.

Gold

  • Bis zu 10 Prozent Gold im Depot sind vertret­bar.
  • Münzen oder Barren sind steuerlich günstig. Beim Verkauf nach Ablauf eines Jahres wird auf Kurs­gewinne keine Abgeltung­steuer fällig.
  • Kleine Mengen unter fünf Gramm haben unver­hält­nismäßig hohe Kauf­kosten.

Währungen

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  • Anleger erreichen eine Währungs­streuung auf elegante Art, indem sie Fonds mit interna­tionalen Aktien und interna­tionale Rentenfonds in ihr Depot mischen.
  • Der welt­weit anlegende Rentenfonds iShares Citigroup Global Government Bond (Isin DE 000 A0R M43 9) ist zum Beispiel zu jeweils rund einem Drittel in Euro, in US-Dollar und im japa­nischen Yen investiert.
  • Renten- oder Geldmarkt­fonds in Fremdwährungen wie US-Dollar oder Schweizer Franken sind als Beimischung im Depot vertret­bar.

Alters­vorsorge

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  • Private Alters­vorsorge ist wichtig. Sparer sollten aber möglichst nicht nur eine Form wählen. Eine gute Ergän­zung zur gesetzlichen Rente und zu geförderten Verträgen sind private Sparpläne.
  • Fonds­sparpläne sind flexibel. Die Höhe der Einzahlungen lässt sich jeder­zeit ändern, ein vorzeitiger Ausstieg ist stets möglich. Die Sparpläne sind in der Regel deutlich kostengüns­tiger als Versicherungen mit Fonds.
  • Für die Kurs­gewinne der Fonds­sparpläne müssen Sparer bei der Auszahlung allerdings Abgeltung­steuer zahlen.

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