Krise auf den Finanzmärkten Meldung

Anleger sind in diesen Tagen beunruhigt: Durch die Krise an den internationalen Finanzmärkten, bangen viele um ihr Geld. Die Kurse von Aktien und Fonds rutschen ab. Ein Ende der Turbulenzen scheint nicht in Sicht. test.de sagt, was Anleger tun können.

Fonds

Der Januar 2008 begann für Anleger mit Schrecken: Nach Jahren mit steigenden Aktienkursen haben sie derart heftige Kursrutsche nicht erwartet. Trotzdem sollten Anleger keine Panikverkäufe tätigen. Das gilt gerade für Fondspapiere. Eine Hilfestellung bietet der Fondsdauertest von Finanztest. Fonds mit einer positiven Finanztest-Bewertung sollten Anleger zunächst behalten. Das gilt insbesondere für Papiere, die über dem Fondsgruppendurchschnitt liegen. Generell gilt: Wer in Fonds anlegt, braucht einen langen Atem. Mindestens zehn Jahre sollten Anleger die Papiere halten und auch am Ende der Laufzeit nicht zu einem festen Zeitpunkt auf das Geld angewiesen sein. Dann können sie auch eine schlechte Börsenphase aussitzen. Mit Zukäufen sollten Anleger im Moment dagegen vorsichtig sein.
Tipp: Weitere Informationen zum Thema Fonds finden Anleger im Artikel Fonds und Abgeltungsteuer

Aktien

Etwas anders sieht es für einzelne Aktien aus. Hier sollten Anleger genau hinsehen und überprüfen, ob sich durch die Finanzkrise die langfristigen Perspektiven des Unternehmens geändert haben. Beispiel Deutsche Industriebank (IKB): Einst erfreute die Aktie des Unternehmens Anleger mit geringen Schwankungen und zuverlässigen Dividendenzahlungen. Doch durch Spekulationen mit US-Krediten ist die IKB in eine Schieflage geraten und nun nur noch ein Papier für Zocker. Zudem gilt auch für Aktien: Wer jetzt in den Markt einsteigt, sollte auf hohe Schwankungen gefasst sein. Für sicherheitsbetonte Sparer ist das Risiko zu groß.

Zinspapiere

Wer kein Geld in Fonds investieren möchte oder durch die Finanzkrise doch kalte Füße bekommt, kann sein Geld in Zinspapiere stecken. Sparer haben derzeit recht hohe Renditechancen. Und: Tagesgeld- sowie Festgeldkonten sind auch in Krisenzeiten sicher. Die Spargelder sind durch den Einlagensicherungsfonds abgesichert. Dieser würde im Falle einer Bankenpleite einspringen. Ausnahme sind einige ausländische Anbieter. Hier sind die Gelder manchmal nur bis zu einer Obergrenze, etwa 20 000 Euro, gedeckt. Auch Girokonten und Sparbücher sind sicher.
Tipp: Der Artikel Zinsanlagen und Abgeltungsteuer nennt Einmalanlagen und Festgelder mit guten Konditionen und sagt, was Sparer im Hinblick auf die Abgeltungsteuer tun können.

Gold

Gold gilt als Inbegriff der Sicherheit. Allerdings: Der Goldpreis unterliegt starken Schwankungen. Die Krise an den Finanzmärkten ging auch am Goldpreis nicht vorbei. Er verlor innerhalb kürzester Zeit über zehn Prozent. Zudem ist der Besitz von realem Gold mit beträchtlichen Nebenkosten verbunden. An- und Verkaufskurse klaffen meist weit auseinander und auch die Lagerung in einem Bankschließfach ist nicht umsonst. Daher sollten Anleger Gold ihrem Depot nur beimischen und nicht völlig auf das Edelmetall vertrauen.

Riester-Rente und Bausparverträge

Riester-Sparer müssen sich keine Sorgen machen. Wer Geld in einen Riesterfonds gesteckt hat, erhält zum Ende der Laufzeit alle eingezahlten Beträge und die Zulagen. Dafür müssen die Anbieter garantieren. Auch Bausparer haben nichts zu befürchten. Die Bausparkassen garantieren ebenfalls für das angesparte Kapital. Zudem fließen die Gelder nicht in hochriskante Papiere.
Tipp: Der Artikel Alle Tests zu Riester gibt Sparern einen Überblick über die Anlageformen des Riester-Sparens.

Anlageformen im Überblick

Aktien, Anleihen, Fonds oder das klassische Sparbuch. Jede Anlageform birgt unterschiedlich hohe Renditechancen und Verlustrisiken. Daher sind sie nicht gleichermaßen für alle Anleger geeignet. test.de hilft Sparern bei ihrer Entscheidung und stellt die wichtigsten Anlageformen vor. So findet jeder entsprechend seiner Risikoneigung die geeignete Sparform.
Anlageformen auf einen Blick

Finanztest Spezial Investmentfonds

Krise auf den Finanzmärkten Meldung

Am 29. März erscheint das Finanztest Spezial Investmentfonds. Es enthält alle wichtigen Informationen, die Anleger brauchen, um geeignete Papiere für ihr Depot zu finden: Fondsauswahl, Langfristanalyse und Renditeaussichten. Das Heft berücksichtigt auch die Finanzkrise und gibt Anlegern Tipps, wie sie Ihr Depot angesichts der Abgeltungsteuer optimaler zusammenstellen können. Außerdem: Mehr als 6 000 Fonds im Test mit der Finanztest-Bewertung. Das Heft kostet 7,50 Euro (online bestellen)

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