Inflation, Energiekrise, Zins­wende

Beiträge März: Nach­haltige Indizes, Sektoren, Inflation

Inhalt

Inflations­rate steigt auf über 7 Prozent

(Update 31.03.2022)

Die jähr­liche Inflations­rate für Deutsch­land kletterte im März 2022 nach Angaben des Statistischen Bundes­amtes auf voraus­sicht­lich 7,3 Prozent. Das ist nach 5,1 Prozent im Februar und 4,9 Prozent im Januar noch einmal ein deutlicher Anstieg der Verbraucher­preise auf Jahres­sicht. Der Anstieg der Energiepreise ist dabei für fast zwei Prozent­punkte Inflation verantwort­lich, wie der folgende Chart­vergleich der klassischen Inflations­rate mit der Inflation ohne Energie zeigt.

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Für Spare­rinnen und Sparer, die nur Zins­anlagen halten, kann das einen hohen realen Verlust bedeuten. Eine Möglich­keit, sich dagegen zu schützen, sind inflations­indexierte Anleihen. In unserem Fondsfinder finden Anleger die passenden Fonds und ETF mit solchen indexierten Anleihen. Allerdings sehen wir Rentenfonds grund­sätzlich kritisch – lang­fristig boten weltweit streuende Aktienfonds die höchsten realen Renditen. Wie Sie Ihre Geld­anlage sonst noch gegen die Inflation schützen können, erfahren Sie in unserem Special Mit Sachwerten gegen die Inflation.

Im Länder­vergleich mit den USA zeigt sich, dass es auch noch schlimmer kommen kann. Die folgende Grafik zeigt die historischen Inflations­raten von Deutsch­land, Euro­land, den USA und Japan, jeweils auf Basis der jeweiligen harmonisierten Verbraucher­preisindizes. In den USA betrug die Preissteigerungs­rate im Februar sogar 7,9 Prozent. Die neueste Schät­zung für Deutsch­land ist hier noch nicht abge­bildet.

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Entwick­lung der Sektoren in der Ukraine-Krise

(Update 24.03.2022)

In der aktuellen Krise haben sich die Sektoren des Welt­aktienmarkts unterschiedlich positiv und negativ entwickelt. Die Sektoren IT, zyklische Konsumgüter (Kleidung, Reisen, Autos, etc.) und Kommunikation entwickelten sich deutlich negativ, während vor allem der Kurs des Energiesektors stark nach oben ging. Leicht im Plus sind auch die Sektoren Materialien und Finanzen.

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Wählt man einen größeren Zeitraum von über fünf Jahren, zeigt sich aber, dass die Investition in den Energiesektor davor eher keine gute Idee gewesen wäre, während der IT Sektor jahre­lang geboomt hat.

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Nach­haltige Fonds in der Krise etwas stärker im Minus

(Update 23.03.2022)

Mit steigendem Ölpreis lohnt sich derzeit auch ein Investment in Ölkonzerne wieder. Das zeigt sich an der etwas besseren Krisen-Wert­entwick­lung des klassischen Welt­aktien­index MSCI World im Vergleich mit seinem nach­haltigen Pendant, dem MSCI World SRI.

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Auf längere Sicht aber wird die Energiewende kommen, nicht zuletzt, weil die EU unabhängiger von russischen Gas- und Öl-Importen werden will. Das kann auch erneuer­baren Energien und nach­haltigen Aktien einen Schub verleihen. In der Folge könnte es künftig wieder so aussehen wie im folgenden Chart über die vergangenen fünf Jahre: hier hatten nach­haltige Aktien die Nase leicht vorn. Wer nach ethischen und ökologischen Gesichts­punkten anlegen will, findet hier im Fonds­finder alle von uns überprüften nachhaltigen Fonds.

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MSCI und FTSE entfernen Russ­land aus Indizes

(Update 03.03.2022)

Die Indexanbieter MSCI und FTSE Russell haben auf die Krise reagiert und russische Aktien – weil nicht mehr handel­bar – erst einmal aus ihren Welt-Indizes entfernt. MSCI hat die Aktien zum symbolischen Kurs von 0,00001 US-Dollar ausgebucht, was einem Total­verlust gleich­kommt. Für die meisten Anleger hat das aber keine oder nur geringe Folgen, da russische Aktien in wichtigen Fonds­gruppen wie Aktien Welt nur gering vertreten sind.

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Finanztest streicht Bewertung für Russ­land-Fonds

(Update 03.03.2022)

Finanztest hat in den Fonds­gruppen mit Schwer­punkt auf russischen Aktien die Bewertung des Anla­geerfolgs bis auf Weiteres ausgesetzt. Dies betrifft sowohl die Punktebe­wertung als auch das Siegel „1. Wahl“. Viele Anbieter von ETF oder aktiven Fonds mit Schwer­punkt Russ­land oder Osteuropa haben die Neuausgabe und Rück­nahme von Anteilen ausgesetzt. Daher halten wir eine Bewertung in der aktuellen Situation nicht für vertret­bar. Von der Maßnahme betroffen sind weit über 100 Fonds aus den Fonds­gruppen Russland, Osteuropa und BRIC (Brasilien, Russland, Indien und China). Die Fonds bleiben mit den Daten zur Wert­entwick­lung und den allgemeinen Informationen verfügbar.

Handel mit russischen Aktien ausgesetzt

(Update 01.03.2022)

Der russische Aktienmarkt ist seit Mitte Februar 2022 drastisch einge­brochen. Der Index MSCI Russia büßte in kurzer Zeit rund 60 Prozent seines Wertes ein. Bei einigen Unternehmen wie den Rohstoff­konzernen Gazprom und Lukoil gab es sogar noch krassere Wert­verluste. Die Moskauer Börse ist seit dem 28. Februar geschlossen, für dort gehandelte Wert­papiere gibt es seitdem keine Preis­fest­stellung. Auch an der Deutschen Börse in Frank­furt und anderen Handels­plätzen wurde der Handel mit russischen Wert­papieren einge­stellt.

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Kurs-Einbrüche sind nicht ungewöhnlich

(Update 01.03.2022)

Der Welt­aktien­index hat seit Jahres­anfang deutlich verloren. Für lang­fristig orientierte Anleger sollte das aber kein Grund zur Sorge sein. Der jüngste Kurs­einbruch ist historisch betrachtet nicht ungewöhnlich. So verlor der Aktien­index MSCI World im Früh­jahr 2020 – „coronabe­dingt“ aus Sicht von Euro-Anlegern – inner­halb weniger Wochen mehr als 30 Prozent. Im Zuge der Dotcom-Krise ab 2000 brach der Welt­aktienmarkt sogar um fast 60 Prozent ein.

Die Grafik unten zeigt im Direkt­vergleich, wie sich der Welt­index in verschiedenen Börsenkrisen entwickelte, jeweils ausgehend vom Hoch vor der Krise. Die Dotcom-Krise und die Finanz­krise beein­flussten die Kurse mehrere Jahre, der Corona-Crash war nach ein paar Monaten bereits wieder ausgeglichen.

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Auf das Risiko achten, keine Panik­verkäufe

(Update 01.03.2022)

Anleger und Anle­gerinnen sollten auf ihre Depot-Zusammen­stellung achten. Nur auf Aktien zu setzen, ist zu riskant. Und: Lang­fristig orientierte Anleger sollten sich nicht zu panikhaften Verkäufen verleiten lassen, sondern Kurs-Rück­schläge aussitzen. Das hat in der Vergangenheit stets funk­tioniert. Wer seine Nerven schonen möchte, wählt von Beginn an eine vorsichtige Vermögens­aufteilung.

Defensive und ausgewogene Depots mit einer Mischung von Tagesgeld und Aktien im Verhältnis „75 zu 25“ oder „50 zu 50“ haben den aktuellen Kurs­rutsch bisher glimpf­lich über­standen und sind aktuell nur 2 oder 4 Prozent im Minus. Anleger von Tages- oder Fest­geld bei der Sber­bank Europe sind allerdings von der Insolvenz der Bank betroffen.

Ausführ­liche Infos zur Anla­gestrategie von Finanztest in unserem Special Das Pantoffel-Portfolio - bequem und krisenfest.

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11 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 11.05.2022 um 17:55 Uhr
Morgan Stanley Global Opportunity halten?

@Franz_X: Danke für Ihre Frage zum Fonds Morgan Stanley Global Opportunity. Wir haben eben (11.5.22) auf dieser Seite eine kurze Analyse zu diesem Fonds und möglichen Alternativen veröffentlicht.

Franz_X am 06.05.2022 um 13:15 Uhr
A1h6xk/A1h6xm halten oder verkaufen

Da diese Fonds laut Finanztest aufgrund der früheren Top-Bewertungen zu den beliebtesten gehörten, wird diese Frage wohl mehr Leser interessieren. Deswegen poste ich sie hier.
Der Verlust seit Jahresanfang beträgt ca. 30%. Lohnt es sich, den Fonds jetzt noch zu verkaufen oder sollte man warten, bis diese Fonds sich unter Umständen wieder erholen? Immerhin sind doch einige sehr volatile Titel im Portfolio. Andererseits ist die Streuung der Fonds relativ gering und es kann sein, dass Holdings, wie Amazon oder Facebook erst mal für länger Zeit so niedrig bleiben.

Profilbild test_de-Projektleiter_Krueger am 14.04.2022 um 15:38 Uhr
Gaspreis absichern?

@j-m.s: ETF, welche nur den Gaspreis abbilden, gibt es nicht Deutschland. Es gibt von verschiedenen Großbanken Zertifikate auf den Gaspreis - dann aber immer auf Futures und oft gehebelt. Im ETF-Bereich gibt es als Alternative ETF auf Aktienunternehmen aus dem Energiesektor oder ETF auf gemischte Rohstoffindizes, in denen auch Gas enthalten ist. Wir werden nächste Woche auf dieser Seite einen Beitrag dazu veröffentlichen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 13.04.2022 um 13:25 Uhr
Zukunft russischer Aktien und ETF

@testco: Die Moskauer Börse nahm zwar den Handel am 24.3. wieder auf, jedoch durften Ausländer keine Aktien verkaufen. Auch Leerverkäufe sowie die Auszahlung von Dividenden und Kupons an Ausländer aus "unfreundlichen Staaten" blieben untersagt. Die Regeln galten ursprünglich bis 1. April. Sobald wir wissen, ob der Verkauf tatsächlich wieder möglich ist, werden wir eine Meldung veröffentlichen. Das gleiche gilt, wenn wir mehr Informationen zu den Osteuropafonds und zum Handel russischer Aktien an deutschen Börsen haben.

j-m.s am 13.04.2022 um 11:13 Uhr
Gaspreis absichern?

Welche ETFs oder ETCs muss ich kaufen, um mich gegen steigende Gaspreise abzusichern (hedging)? Ich finde nur ETCs auf amerikanisches Gas, für Gas in Europa finde ich nichts.