Finanzen in Krisen­zeiten Was taugt das neue ETF-Depot von Vanguard?

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Finanzen in Krisen­zeiten - Was taugt das neue ETF-Depot von Vanguard?
Guter Start. Bei Vanguard Invest Direkt können Anleger kostenlos mit ETF sparen. © Getty Images / Tetra images RF, Stiftung Warentest (M)

Die US-Fonds­gesell­schaft und Indexfonds-Pionier Vanguard bietet nun auch Wert­papierdepots in Deutsch­land an. Wir haben geprüft, für wen sich das neue Angebot lohnt.

Was taugt das neue ETF-Depot von Vanguard?

26.01.2023

Die US-Fonds­gesell­schaft Vanguard hat als Pionier in den 70ern den ersten Indexfonds für Privat­anleger aufgelegt und ist heute mit vielen ETF in Deutsch­land vertreten. Seit Kurzem bietet sie mit „Vanguard Invest Direkt“ auch Wert­papierdepots in Deutsch­land an. Wir haben uns angeschaut, ob das Depot für Anle­gerinnen und Anleger eine gute Alternative ist.

Die Kosten von Vanguard Invest Direkt

Das Depot von Vanguard ist kostenlos. Für ETF-Sparpläne fallen keine Kauf­gebühren an, die monatliche Mindest­rate beträgt 25 Euro, die Höchst­rate 10 000 Euro. Einmalkäufe und -verkäufe bis 100 000 Euro kosten hingegen pauschal 7 Euro. Bei größeren Summen kommen Anleger damit güns­tiger weg, als wenn sie eine prozentuale Gebühr zahlen würden. Viele Neobroker sind aber deutlich güns­tiger: Trade Republic nimmt 1 Euro, Scalable 0,99 Euro, bei Just­trade und Finanzen.net handeln Anleger Summen ab 500 Euro kostenlos. Kleinere Summen sollten bei Vanguard Invest Direkt daher über den Sparplan angelegt werden.

Tipp: Mehr zu güns­tigen Depotanbietern unter Neobroker im Vergleich.

Das Fonds­angebot von Vanguard Invest Direkt

Der größte Haken des Angebots: Es können ausschließ­lich Fonds und ETF des Anbieters Vanguard gehandelt werden. Die Auswahl umfasst zur Zeit knapp 90 Produkte, darunter von uns als markt­breite „1. Wahl“ klassifizierte ETF aus den wichtigen Fonds­gruppen Aktien Welt, Aktien Europa, Aktien Schwellenländer global sowie Staats­anleihen Euro. So können Anle­gerinnen und Anleger dort zum Beispiel den beliebten Vanguard FTSE All-World besparen, der rund 3 900 große und mittel­große Unternehmen aus Industrie­staaten und Schwellenländern beinhaltet.

Die folgende Tabelle zeigt eine Über­sicht der ETF und Indexfonds von Vanguard aus den wichtigsten Fonds­gruppen.

Tipps für Sie:

  • Durch Klick auf den Fonds­namen in der Tabelle gelangen Sie zur passenden Einzel­fonds­ansicht in unserem Fonds­finder.
  • In unserem Fonds­finder finden Sie alle Fonds und ETF von Vanguard, auch beispiels­weise aus den Misch­fonds­gruppen.

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Einschränkungen beim Handel

Bei Vanguard Invest Direkt nicht auswähl­bar sind Fonds fremder Anbieter, Aktien sowie andere Wert­papiere wie etwa Gold-ETC.

Wenig flexibel sind auch die Handels­optionen bei den Sparplänen. Es gibt nur einen Ausführungs­tag der ETF-Sparpläne: Sie werden immer zum Dritten eines Monats ausgeführt. Andere Anbieter erlauben eine größere Auswahl der Handels­tage.

Andere Anbieter bieten zudem Sparpläne mit Raten unter 25 Euro an. Das ist aber nur dann interes­sant, wenn man kleinere Gesamt­beträge auf mehrere ETF aufteilen möchte.

Kein Verrechnungs­konto notwendig

Vanguard Invest Direkt verzichtet auf ein eigenes Verrechnungs­konto, auf das Geld zum Handeln über­wiesen werden muss. Die Raten für die Sparpläne oder Beträge zum Einmalkauf zieht Vanguard direkt vom Giro­konto der Anle­gerinnen und Anleger ein.

Fazit

Vanguard gehört mit seinem neuen Angebot zu den güns­tigen Depotanbietern, bietet aber nur sehr einge­schränkte Möglich­keiten. Interes­sant ist das Angebot vor allem für ETF-Sparer, die haupt­sächlich einen breit streuenden Welt­aktienfonds zum lang­fristigen Vermögens­aufbau nutzen wollen. Sie können kostenlos sparen und zahlen nur die geringen laufenden Kosten des ETF, die etwa beim Vanguard FTSE All-World ETF bei 0,22 Prozent liegen. Wer Wert auf ein komplexeres Depot legt, findet güns­tige Anbieter in unserem Test von Wertpapierdepots, im Test von Neobrokern oder im ETF-Sparplan-Vergleich.

Deutsche Aktien besser als Aktien welt­weit?

20.01.2023

Rendite ist nicht gleich Rendite. Wir erhalten oft Fragen, warum wir einen bestimmten Wert nennen, eine andere Website aber etwas anderes angibt. In diesem Beitrag fassen wir zusammen, worauf zu achten ist, damit ein Vergleich verschiedener Märkte Sinn ergibt.

Die Währung

Indizes werden in Punkten berechnet. Der Dax steht zum Beispiel aktuell bei circa 15 000 und der amerikanische S&P 500 bei 4 000 Punkten. Was diese Indizes definiert, sind die Aktien­kurse, und die notieren beim Dax in Euro und beim S&P in US-Dollar. Man kann sich also auch vorstellen, dass der Dax aktuell bei 15 000 Euro notiert, der S&P 500 bei 4 000 US-Dollar.

Im Jahr 2022 ist der Dax von 15 884 auf 13 923 Punkte gefallen, das sind minus 12,3 Prozent. Der S&P 500 (Total Return) ist in der gleichen Zeit von 9 987 auf 8 178 Punkte gefallen, das entspricht minus 18,1 Prozent.

Leicht wird dann gefolgert, dass es die US-Aktien 2022 härter erwischt hat als den deutschen Aktienmarkt. Aber für einen sinn­vollen Vergleich muss immer die gleiche Währung zugrunde gelegt werden – am besten die Währung, die für die Anleger und Anle­gerinnen relevant ist. Deshalb rechnen wir jede Index­entwick­lung in Euro um. In unserem Beispiel hat dann der S&P 500 nur noch 12,7 Prozent verloren, kaum mehr als der Dax.

Die Dividenden

Die in den Aktienindizes gelisteten Aktien zahlen meist Dividenden. Indizes können diese Erträge berück­sichtigen, indem sie rechnerisch im Index wieder angelegt werden. Sie können sie auch unter den Tisch fallen lassen. Die jähr­liche Dividendenrendite beträgt in Stan­dard­märkten immerhin zwei bis vier Prozent pro Jahr.

Der Dax, wie er typischer­weise veröffent­licht wird, reinvestiert die Dividenden seiner Index­mitglieder. Der Euro Stoxx 50, der die größten Werte der Euroländer umfasst, reinvestiert sie in seiner meist veröffent­lichten Version nicht. Aber: Heut­zutage wird in der Regel jeder Index in drei verschiedenen Versionen berechnet: ohne Dividenden, mit Dividenden und mit Netto-Dividenden, das heißt, nachdem dort die Quellen­steuer auf Dividenden­erträge abge­zogen wurde.

Es leuchtet ein, dass man nur Indizes vergleichen sollte, die die gleiche Dividenden­version verwenden. Man muss also den „richtigen“ Dax und den „richtigen“ Euro Stoxx 50 wählen – am besten in Euro und mit Berück­sichtigung der kompletten Dividenden. Man spricht dann von einem Total Return- oder Performance­index.

Die Index­methodik

Neben der Währung und dem Umgang mit den Dividenden gibt es auch Unterschiede bei der Index­methodik, also dabei, wie der Index aufgebaut wird. Der Dow Jones Index beispiels­weise wählt seine Aktien und ihre Indexgewichte anders aus als der S&P 500 und der wiederum anders als der MSCI USA – auch wenn sie alle US-Aktien abbilden.

Der Dow Jones umfasst nur 30 Aktien und schließt Versorger und Trans­port­unternehmen aus. Er gewichtet seine Aktien anhand ihres Preises, nicht anhand ihres Markt­wertes oder Streu­besitzes. Er gilt in seiner Konzeption als völlig veraltet. Der S&P 500 ist deutlich moderner in seiner Konstruktion und mit 500 Aktien viel breiter aufgestellt. Er hat auch einen kleinen Qualitäts­filter, indem er neue Aktien nur aufnimmt, wenn sie einfache Profitabilitäts­kriterien erfüllen.

Der MSCI USA ist ähnlich, aber er bestimmt die Anzahl der Aktien anhand des Anteils am Börsen­wert aller Aktien in den USA. Sein Ziel ist es, 85 Prozent des gesamten US-Marktes abzu­bilden.Hierfür umfasst der Index aktuell 624 Aktien. Da die im Vergleich zum S&P 500 zusätzlichen 124 Aktien sehr kleine Firmen mit wenig Gewicht sind, ist der Unterschied zwischen den zwei Indizes kleiner, als die Aktien­anzahl vermuten lässt.

Dax und MSCI Germany im Vergleich

Der Dax und der MSCI Germany bilden beide den deutschen Markt ab. Doch der Dax hat 2022 nur 12,3 Prozent verloren, der MSCI Germany aber 16,5 Prozent. Der Dax umfasst inzwischen 40 Aktien, der MSCI Germany aktuell 59. MSCI ordnet Aktien nach Möglich­keit dem Länder­index zu, in welchem sie ihren juristischen Sitz haben und wo sich die Haupt­börse für die Aktien befindet.

Linde hat seit seiner Fusion mit Praxair aus den USA im Jahr 2018 seinen juristischen Sitz in Irland und seinen operativen Haupt­sitz in Groß­britannien. Die Aktien werden in Deutsch­land und den USA gehandelt. Damit kommt Linde in den MSCI USA, aber nicht in den MSCI Germany. Im Dax ist Linde dagegen ein Schwergewicht – allerdings nicht mehr lange. Auf der Haupt­versamm­lung beschlossen die Linde-Aktionäre, sich von der Frank­furter Börse zurück­zuziehen. Ein anderes Beispiel ist Airbus. Der Flug­zeugbauer ist nach der Über­arbeitung des Dax im Jahr 2021 weit oben im Index vertreten. MSCI führt Airbus dagegen im MSCI France.

MSCI Germany mit mehr Verlust als der Dax

Es ist selten, dass solche Unterschiede bei zwei Leitindizes zu sehr großen Unterschieden führen, aber es kann vorkommen. Deshalb sollte man beim länder­über­greifenden Vergleich ein einheitliches Index­konzept wählen, womit man meist bei MSCI-Indizes landet. Sie messen seit vielen Jahren die Aktienmärkte der ganzen Welt mit einem einheitlichen Maßstab.

Vergleicht man nun den MSCI World mit dem MSCI Germany statt mit dem Dax, hat Deutsch­land plötzlich schlechter abge­schnitten als der Welt­aktienmarkt. Der MSCI World hat 2022 mit einem Minus von 12,3 Prozent beendet, der MSCI Germany hat einen Verlust von 16,5 Prozent zu Buche stehen.

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Anleihen-Kurz­läufer: Besser als Tages­geld?

13.01.2023

Die Zinsen steigen, bei Anleihen noch stärker als beim Tages­geld. Für eine super sichere Bundes­anleihe mit einem Jahr Rest­lauf­zeit gibt es aktuell knapp 2 Prozent Rendite, für kurz­laufende Staats­anleihen aus dem Euroraum im Durch­schnitt sogar 2,8 Prozent pro Jahr. Das beste Tagesgeld aus unserem Test bietet dagegen „nur“ 2,1 Prozent.

Wir erklären, welche Vor- und Nachteile es hat, wenn Anle­gerinnen und Anleger statt Tages­geld lieber kurz­laufende Euro-Anleihen oder Anleihen-ETF wählen.

Entwick­lung der Anleihenrenditen für verschiedene Lauf­zeiten

Der folgende Chart zeigt, wie sich die Anleihenrenditen seit dem Jahr 2000 entwickelt haben. Lange Zeit waren sie extrem nied­rig, sogar unter Null. Im Zuge der EZB-Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation schossen die Zinsen nach oben – für kurz- und für lang­laufende Anleihen. Wie man am Chart auch erkennen kann, ist der Zins­unterschied zwischen kurz- und lang­laufenden Staats­anleihen zur Zeit nicht sehr hoch.

Aktuell gibt es für Euro-Staats­anleihen im Schnitt folgende Renditen (Stand 10.01.2023):

  • Kurz­laufende Anleihen mit einem Jahr Rest­lauf­zeit: 2,8 Prozent
  • Mittel­fristig laufende Anleihen mit drei Jahren Rest­lauf­zeit: 2,8 Prozent
  • Lang­laufende Anleihen mit sieben Jahren Rest­lauf­zeit: 3,2 Prozent.

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Historische Wert­entwick­lung von Indizes auf Anleihen verschiedener Lauf­zeiten

Für lang­laufende Anleihen gibt es in der Regel mehr Zinsen als für kurz­laufende Anleihen, auch wenn der Zins­unterschied aktuell nicht sehr hoch ist, wie der obige Chart zeigt. Die Kehr­seite: lang­laufende Anleihen reagieren extremer auf Zins­änderungen am Anleihenmarkt. Das illustriert der folgende Chart, welcher die Wert­entwick­lung von Anleihenindizes darstellt. Der Index mit lang­laufenden Anleihen hat während der Phase fallender Zinsen am meisten zugelegt, brach aber auch dramatisch im vergangenen Jahr ein.

Beim Index mit kurz­laufenden Euro-Staats­anleihen waren die Verluste moderater.

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Vor- und Nachteile kurz­laufender Anleihen

Vorteile

  • Zins­unterschied zu lang­laufenden Anleihen nicht hoch: Für kurze Lauf­zeiten gibt es fast so viel wie für lange.
  • Geringes Risiko: Das Risiko für Kursverluste ist bei kurz­laufenden Anleihen deutlich geringer als bei lang­laufenden Anleihen.
  • Höhere Zinsen als beim Tages­geld: Für kurz­laufende Anleihen gibt es aktuell höhere Zinsen als beim Tages­geld.
  • Bequemer investieren statt „Tages­geld-Hopping“: Mit einem Fonds oder ETF auf kurzlaufende Anleihen ist man auto­matisch an der Zins­entwick­lung für Kurz­läufer beteiligt. Man muss nicht, wie beim Tagesgeld, hin und wieder den Anbieter wechseln, um das beste Zins­angebot zu erhalten.

Nachteile

  • Auch bei kurz­laufenden Anleihen gibt es ein Zins­änderungs­risiko: Steigen die Zinsen weiter, verlieren die Anleihen vorüber­gehend an Wert. Wer eine einzelne Anleihe kauft und diese bis Endfäl­ligkeit hält, dem kann der vorüber­gehende Kurs­verlust egal sein. Bei Anleihen-ETF wächst sich der Kurs­verlust mit der Zeit wieder raus.
  • Bei Euro-Staats­anleihen gibt es ein – wenn auch kleines – Emitten­tenrisiko. Wir empfehlen für die Basis­anlage nur Anleihen mit guter Bonität. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte auf kurz­laufende Anleihen von Staaten mit höchster Bonitäts­stufe setzen, wie beispiels­weise einzelne deutsche Bundesanleihen oder auf Fonds mit kurzlaufenden deutschen Bundesanleihen.

Fazit: ETF auf kurzlaufende Euro-Staatsanleihen sind eine gute Alternative für den Sicher­heits­baustein im Depot, zum Beispiel auch in einem Pantoffel-Portfolio.

Jahres­rück­blick 2022 – Ein schlechtes Jahr für Aktien

05.01.2023

Welt­aktien­index rund 12 Prozent im Minus

Der bekann­teste Index für die Börsen der Industrieländer ist der MSCI World. In den 52 Jahren seit seiner ersten Berechnung endete er nur 15 mal im Minus. Darunter fällt auch 2022 mit einem Verlust von rund 12 Prozent. Es gab nur fünf Jahre, in denen der MSCI World eine noch schlechtere Wert­entwick­lung aufwies.

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Gold mit neuem Glanz, Anleihen im Crashmodus

Im Jahres­vergleich mit anderen wichtigen Anla­geklassen liegt der Welt­aktienmarkt hinter Gold, gefolgt von Aktien-Neben­werten und den Aktien aus Schwellenländern.

Ein extrem schlechtes Ergebnis lieferten Euro-Staats­anleihen, die eigentlich als sichere Anla­geklasse gelten. Im Jahr 2022 lösten die massiven Zins­erhöhungen aber einen regelrechten Crash am Anleihemarkt aus. Nie zuvor erlitten Anleger in einem Jahr mit Anleihen höhere Verluste als mit Aktien. Immerhin können sie sich damit trösten, dass die Verluste bei Euro-Staats­anleihen mittel­fristig wieder ausgeglichen werden. In der lang­fristigen Rück­schau waren Anleihen trotz des miser­ablen Jahres immer noch deutlich sicherer als Aktien oder Gold. Das zeigt der Blick auf die maximal möglichen Verluste.

Tipps für Sie:

  • In den Charts sind die einzelnen Anla­geklassen absteigend nach ihrer Einjahres­rendite aufgeführt.
  • In der Tabelle erhalten Sie durch Klick auf die Namen in der ersten Spalte mehr Informationen zu den passenden Produkten der entsprechenden Anla­geklasse.

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Die größten Aktienmärkte: Europa schlägt USA

Eine Über­raschung zum Jahres­ende: Der europäische Aktienmarkt schlägt den US-amerikanischen. Trotz des starken US-Dollars, der die Verluste für Euro-Anleger abmilderte, liegt der europäische Markt vorn. Mit ihm gab es „nur“ einen Jahres­verlust von 9 Prozent, der US-Markt gab dagegen um 14 Prozent nach. Der Dax verlor 12 Prozent.

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Industrieländer: Portugal liegt vorn

Ein detaillierter Blick auf die Renditen der Industrieländer im MSCI World zeigt, dass Portugal, Dänemark, Hong­kong, Groß­britannien, Australien und Norwegen eine positive Rendite in 2022 geschafft haben – gemessen in Euro.

Deutsch­land, gemessen am MSCI Germany, liegt mit einem Minus von 16 Prozent im letzten Drittel.

Tipps für Sie:

  • Falls Sie sich wundern: im folgenden Chart steht Deutsch­land mit einer Einjahres­rendite von –16,5 Prozent. Im obigen Chart dagegen geben wir –12,4 Prozent an. Der Grund: Oben verwenden wir den Dax, unten dagegen den MSCI Germany.
  • Die Renditen aller Industrieländer börsentäglich aktuell gibt es in unserem Online-Spezial zum MSCI World Index.

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Aktien­strategien 2022: Energie und Dividenden schlagen Tech-Sektor

05.01.2023

Dividenden­strategien laufen 2022 gut

Aus gutem Grund empfiehlt Finanztest bei Aktien­anlagen eine möglichst breite Länder- und Branchen­streuung. ETF auf globale Indizes wie den MSCI World eignen sich dafür bestens. ETF, die bestimmte Anla­gestrategien abbilden, sollten eher als Ergän­zung dienen, denn auf längere Sicht gibt es keine Garantie dafür, dass man mit ihnen den breiten Markt über­trumpfen kann.

Vor diesem Hintergrund ist auch das relativ gute Abschneiden sogenannter Dividenden­aktien im Jahr 2022 zu sehen. Das sind Aktien von Unternehmen, die ihre Anteils­eigner regel­mäßig mit einer hohen Ausschüttung beglü­cken. Das ist natürlich positiv, reicht aber aus unserer Sicht nicht als Auswahl­kriterium. Viele Jahre hinkten die Dividen­denindizes dem MSCI World hinterher. In ­Krisen­phasen holen sie üblicher­weise auf. Da im MSCI World Index auch zahlreiche dividenden­starke Unternehmen enthalten sind, besteht keine Notwendig­keit, sie zusätzlich ins Depot zu holen.

Tipp für Sie: Hier finden Sie unsere jüngste Analyse zu Dividenden-Fonds und -Dividenden-ETF.

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Industrie­sektoren: Energie deutlich vorn

2022 erhielten Technologie­aktien ­einen Dämpfer. Während der Welt­aktien­index MSCI World aus Sicht von heimischen Anlegern mehr als 12 Prozent einbüßte, summierten sich die Verluste bei IT-Aktien auf durch­schnitt­lich rund 26 Prozent. Die Kommuni­kations­branche, in der etwa die Google-Mutter Alphabet und der Facebook-Konzern Meta gelistet sind, verlor sogar über 32 Prozent.

Gegen den Trend liefen Unternehmen aus dem Energie-Sektor sehr gut.

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Aktien Schwellenländer 2022: Türkei im Höhen­flug

05.01.2023

Schwellenländer noch schwächer als Industrieländer

Die Aktienmärkte von Schwellenländern, auch als Emerging Markets bezeichnet, reagieren oft besonders empfindlich auf wirt­schaftliche oder politische Krisen. So war es auch im Jahr 2022. Der Welt­index für die Aktienmärkte von Schwellenländern – der MSCI Emerging Markets – lief um etwa 2 Prozent­punkte schlechter als der MSCI World, der nur die Industrieländer abbildet.

Die wichtigen Aktienmärkte Südkorea und Taiwan büßten sogar ein Viertel ihres Wertes ein, auch China – als größtes Schwellen­land – hatte mit fast 17 Prozent einen über­durch­schnitt­lich hohen Verlust.

Gegen den Trend legte der türkische Aktienmarkt um mehr als 100 Prozent zu. Die türkische Zentral­bank hält die Zinsen trotz der sehr hohen Inflation nied­rig, was den dortigen Aktienmarkt befeuert: Um irgendwie in Richtung positive Realrenditen zu kommen, müssen Anleger in Aktien investieren.

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Anleihen 2022: Hohe Verluste für Euro-Staats­anleihen

05.01.2023

Rentenfonds: Euro-Staats­anleihen tief im Minus

Wie von Finanztest seit langem befürchtet und in Simulationen im Voraus berechnet, erwischte es im vergangenen Jahr auch eine Anla­geklasse, die normaler­weise als kreuzsolide und eher lang­weilig gilt: Euro-Staats­anleihen. Die Kurse gingen im Schnitt um mehr als 18 Prozent nach unten, so dass 2022 auch gemischte Depots aus Aktien-ETF und Euro-Rentenfonds rote Zahlen schrieben.

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Währungen und Kryptomarkt 2022: Dollar im Plus, Bitcoin im Minus

05.01.2023

Wechsel­kurse: US-Dollar gewinnt, Rubel verliert

Wer welt­weit ausgerichtete Aktienfonds mit hohem US-Anteil in seinem Depot hat, kam allen Widrigkeiten zum Trotz im vergangenen Jahr vergleichs­weise glimpf­lich davon. Da der US-Dollar gegen­über dem Euro um mehr als 6 Prozent zulegte, wurden Verluste der US-Aktien deutlich abge­mildert.

Tipp für Sie: Die Währungs­entwick­lung geht mal in die eine, mal in die andere Richtung, wie man an der 20 Jahres­rendite des US-Dollars im folgenden Chart sieht. Wir halten es deshalb nicht für sinn­voll, bei breit aufgestellten Aktien­anlagen einen Fonds mit Währungs­sicherung zu wählen.

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Kryptowährungen: Bitcoin mit Verlusten

Starke Verluste gab es 2022 für Kryptowährungen. Bitcoin und Ether­eum verloren fast zwei Drittel ihres Wertes. Anleger sollten das berück­sichtigen, wenn Sie auf die extrem hohen länger­fristigen Renditen schauen. Verluste bis hin zum Total­verlust sind möglich.

Tipp: Auf unserer Themenseite finden Sie weitere Beiträge rund um Kryptowährungen.

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18 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild test_de-Projektleiter_Krueger am 26.01.2023 um 14:20 Uhr
Korrelationübersicht

@threin: Danke, guter Hinweis. Wir schauen mal, ob und wie wir die Korrelationsanalyse bzw. Clusteranalyse demnächst auf dieser Seite darstellen können.

threin am 23.01.2023 um 20:22 Uhr
Korrelationübersicht

Im letzten Jahr wurde eine recht gute Übersicht der Korrelationen zwischen Ländern und Branchen veröffentlicht. Werden wir diese Tabelle dieses Jahr wiedersehen. Schön wäre es.
Mit freundlichen Grüßen
Threin

Profilbild test_de-Projektleiter_Krueger am 13.01.2023 um 14:02 Uhr
Voreingestellte Filter für ETF-Suche gehen nicht

@dreamerkiwi: Danke für den Hinweis, wir haben es korrigiert. Jetzt funktionieren die Links wie gewünscht.

dreamerkiwi am 13.01.2023 um 02:11 Uhr
Voreingestellte Filter für ETF-Suche gehen nicht

Im Artikel wird bei Staatsanleihen vs. Tagesgeld auf die ETF-Suche mit einem Filterprofil verwiesen. Wenn ich darauf klicke, sind allerdings keinerlei Filter eingestellt. Was für Filter wären dort ausgewählt? (profile: euroStaatsanleihenKurzlaeuferETF)
https://www.test.de/Fonds-im-Test-Fuenf-Punkte-fuer-die-Besten-4331006-tabelle/?resetfilter=True&origin=Startpage&defaultprofile=euroStaatsanleihenKurzlaeuferETF

Profilbild test_de-Projektleiter_Krueger am 01.10.2022 um 23:32 Uhr
Geldentwertung?

@Heiner52: Sie finden unsere Beiträge zum Thema Inflation jetzt unter folgenden Links:
www.test.de/Inflation
www.test.de/Inflation-was-Sie-gegen-den-Preisauftrieb-tun-koennen-5887594-0/