Kreuz­fahrten Halb­wegs öko dank Hybrid­antrieb

Kreuz­fahrten - Halb­wegs öko dank Hybrid­antrieb
MS Roald Amundsen. Sie kann 30 Minuten batterie­betrieben fahren. © picture alliance / AP Photo / Rune Stoltz Bertinussen

Eine umwelt­freundliche Kreuz­fahrt – das verspricht die Reederei Hurtig­ruten mit ihrer MS Roald Amundsen. Das im Juli vom Stapel gelaufene Expeditions­schiff ist das erste mit Hybrid­antrieb. Es verfügt über Elektro- und Diesel­motoren und soll laut Hurtig­ruten 20 Prozent weniger Luft­schad­stoffe ausstoßen als herkömm­liche Schiffe. Wirk­lich grün ist das noch nicht, aber ein Anfang. Der Rest der Branche fährt nur lang­sam hinterher: Von welt­weit rund 300 Kreuz­fahrt­schiffen sind laut Branchen­verband Clia bislang 111 mit Abgasfiltern ausgestattet. Schwefel- und Stick­oxide, Kohlen­dioxid und Fein­staub sind das größte Übel von Kreuz­fahrten. In unserem Kreuzfahrt-Test schnitten acht von zwölf Schiffen bei der Emissions­vermeidung mangelhaft ab, einzig die Aida Prima war befriedigend.

Tipp: Kreuzfahrer sollten ein Schiff mit Abgasfiltern wählen, das in einer Region mit strengen Umwelt­auflagen wie etwa Nord- und Ostsee unterwegs ist.

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mtydus am 04.09.2019 um 16:46 Uhr
Öko?

es erschließt sich mir nicht ganz, warum ein Hybrid Kreuzfahrtschiff eine bessere Ökobilanz aufweisen soll. Die Energie für das Laden der Batterien wird ja wieder durch verstromen des Kraftstoffs auf hoher See gewonnen. Da der Wirkungsgrad von Batterien und Generator immer kleiner eins ist, muss die Energiebilanz schlechter sein. Bei Hybrid-Autos können die Batterien beim Bremsen geladen werden, weshalb diese eine bessere Energiebilanz haben können. Dies ist beim Schiff jedoch nicht realisiert und dürfte auch nicht so ohne weiteres möglich sein.