Kreuz­fahrt Meldung

Die Verlegung der Reiseroute kann ein Mangel sein.

Ändert ein Kreuz­fahrt­unternehmen nach der Buchung seine Reiseroute, können Passagiere unter Umständen den Preis mindern. Das gilt auch, wenn höhere Gewalt Ursache für die Routen­änderung war.

Mittel­meer statt Schwarz­meer

Ein Mann hatte beim Amts­gericht München geklagt, weil der Reise­ver­anstalter ihm keine 30-prozentige Minderung des Reise­preises in Höhe von rund 760 Euro zugestehen wollte. Die Route für die gebuchte Schwarz­meerreise war während der Schiff­fahrt wegen schlechten Wetters ins östliche Mittel­meer verlegt worden. Der Veranstalter bot dem Passagier einen Gutschein in Höhe von 50 Prozent für eine weitere Reise an. Das wollte er nicht akzeptieren.

Routen­änderung nicht von allgemeinen Reisebedingungen abge­deckt

Die zuständige Richterin gab ihm recht. Die durch­geführte Reise habe nichts mehr mit der ursprüng­lichen Route durchs Schwarze Meer zu tun und sei daher mangelhaft. Zudem seien die vorgenommenen Routen­änderungen auch nicht von den allgemeinen Reisebedingungen abge­deckt, da der Kläger bei der Online­buchung von den Bedingungen nicht Kennt­nis nehmen konnte (Az. 275 C 27977/14).

Dieser Artikel ist hilfreich. 8 Nutzer finden das hilfreich.