Der Kreuz­fahrt­ver­anstalter Aida Cruises darf nicht schon kurz nach Vertrags­abschluss eine Anzahlung von 35 oder sogar 50 Prozent des Reise­preises verlangen. Dies hat ihm das Ober­landes­gericht (OLG) Rostock (Az. 2 U 22/14) untersagt.

Unan­gemessene Benach­teiligung

Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundes­verband. Nach Auffassung der Richter werden die Kunden durch die hohen Voraus­zahlungen unan­gemessen benach­teiligt.

Bis zu 20 Prozent des Reise­preises sind okay

Reise­ver­anstalter dürfen in der Regel nur eine Anzahlung von bis zu 20 Prozent des Reise­preises verlangen. Diese vom Bundes­gerichts­hof fest­gesetzte Grenze gilt auch für Kreuz­fahrt­reisen. Das stellte das OLG jetzt mit seinem Beschluss klar.

Höhere Anzah­lungen nur in bestimmten Ausnahme­fällen

Höhere Anzah­lungen dürfen nur in Ausnahme­fällen verlangt werden, etwa wenn der Veranstalter im Zusammen­hang mit der Reise eigene Aufwendungen abdecken oder fällige Forderungen Dritter bedienen muss.

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